Herz und Verstand / Heart and mind

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Herz: Ich will nicht mehr alles bewerten! Ich möchte ja selbst auch nicht beurteilt werden. Also hör ich damit auf.

Verstand: Das geht nicht, das können wir nicht machen! Überleg doch mal: Andauernd haben wir Begegnungen, wir bewerten ständig, ganz automatisch schieben wir ständig alles in Schubladen. Wie sollen wir damit aufhören? Ja, vielleicht für eine oder zwei Begegnungen können wir es versuchen, aber dann müssen wir weitermachen!

Herz: Ich möchte nicht mehr in Trennung leben. Ich möchte erleben, wie alles miteinander verbunden ist.

Verstand: Keine Chance, wir haben uns doch schon an die Trennung gewöhnt, es ist vertraut und ich helf dir doch, mit der Trennung zurechtzukommen. O.k. ein bisschen geht, aber alles andere wäre zu radikal.

Herz: Ich möchte in der Öffnung leben, nicht dauernd in persönlicher Besorgnis.

Verstand: Aber du kannst doch nicht deine Augen vor den Problemen der Welt verschließen. Ich kann dir helfen, sie zu lösen.

Herz: Ich will nicht mehr alles in richtig oder falsch unterteilen. Ich möchte lieber den weiten Raum der Möglichkeiten zum Spiel.

Verstand: Komm schon, das ist unser Lieblingssport, wir definieren uns doch darüber und präsentieren uns damit. Was sollen denn die Anderen von uns denken? Dass uns alles egal ist???

Herz: Ich möchte im Licht leben!

Verstand: Das halten wir nicht lange aus! Wir brauchen doch die Dunkelheit, unsere Höhle und die verborgenen Spiele.

Herz: Ich möchte im Vertrauen sein.

Verstand: Du kannst gern ein bisschen Vertrauen erleben! Aber du kannst nicht ganz darin bleiben. Denk doch, was alles passieren kann!!!

Herz: Ich möchte mich dem Leben ganz aussetzen, auch wenn ich tausend mal zerbreche.

Verstand: Du darfst nicht brechen, ich bin hier, um dich zu schützen.

Herz: Ich will bedingungslos sein.

Verstand: Denk doch mal nach, du musst auch auf deinen eigenen Vorteil schauen. Wie willst du überleben?

Herz: Ich möchte Sachen ganz und gar machen!

Verstand: O.k. aber nicht jetzt, ein bisschen später, wie müssen uns noch um Wichtigeres kümmern.

Herz: Sei bitte still.

Verstand: ……………………………ich kann dir zeigen, wie du still sein kannst …

Herz: Sei einfach still.

Verstand: Aber du bist doch zu müde, um still zu sein, komm wir lenken uns mit etwas ab, das entspannt.

Herz: Was ist deine Macht?

Verstand: Ich kann bald alles kontrollieren und dann biete ich dir Sicherheit. Und was hast du zu bieten?

Herz: Egal, was passiert, ich kann einfach hier sein, still, offen, und verfügbar. Sogar angesichts der gesamten Vergangenheit und all der Bedrohung, von der du mich schützen willst. Ich bin radikal.

Verstand: wow

Herz: Und was ist deine Liebe?

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Heart: I will no longer judge everything! I want not be judged either. So I stop doing so.

Mind: this is not a good idea! Think about it: we constantly evaluate everything, quite automatically we pigeonhole everybody. How are we supposed to stop that? Yes, perhaps for one or two encounters we can try it, but then, we need to carry on!

Heart: I want to no longer live in separation. I want to experience, how everything is connected to each other.

Mind: no chance, we have been used to separation, it is familiar and I help you to cope with it. O.k. you can try a bit, but everything else would be to radically.

Heart: I want to live in the opening, not permanently in personal concern.

Mind: but you can’t close your eyes to the problems of the world. I can help you to solve them.

Heart: I will no longer divide everything in right or wrong. I would prefer the wide range of possibilities to the play with.

Mind: come on, this is our favorite sport, we define us through that and present us to the world with it. What should the others think about us? that we dont care???

Heart: I want to live in the light!

Mind: we cant stand that for long! We need the darkness, our cave and the hidden games.

Heart: I want to be in trust.

Mind: you can go with a bit of trust! But you can not remain. Think about the terrible things that can happen anytime!!!

Heart: I want to completely expose myself to life, even if I break a thousand times.

Mind: You are not allowed to break, I’m here to protect you.

Heart: I want to be unconditional.

Mind: Think about it, you also have to look at your own advantage. How do you want to survive?

Heart: I want to do things wholeheartedly!

Mind: O.k. but not now, a little later, how we have to worry about more important things.

Heart: Please be quiet.

Mind: ………………………………. I can show you how to be quiet …

Heart: Just be quiet.

Mind: But you’re too tired to be quiet, come on, we’ll turn to something that relaxes.

Heart: What is your power?

Mind: I can control everything soon and then I offer you security. And what do you have to offer?

Heart: No matter what happens, I can just be here, quiet, open, and available. Even in face of the entire past and all the threats you want to protect me from. I am radical.

Mind: wow

Heart: And what is your love?

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Imagine …

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Von Indien kann man viel lernen, zum Beispiel, dass vier Leute auf ein Moped passen, ein großer Sack Wäsche geht sich auch noch aus und man kann damit auch noch durch diesen – sowieso schon abenteuerlichen – Verkehr brausen …

„you may say I am a dreamer, but I am not the only one.“ John Lennon

Stell dir eine Welt vor, in der nicht bewertet wird …

Stell dir eine Welt ohne Zweifel vor …

Stell dir eine Welt vor, in der die Menschen ohne persönliche Sorgen oder Bedenken sind …

Stell dir eine Welt vor, in der alles so sein darf, wie es ist …

Stell dir vor, wir wären hier, um zu heilen …

Stell dir eine Welt vor, wo du nicht nur Zeuge von etwas bist, sondern es tatsächlich bist: Die alte Frau, die den Boden mit einem selbst gemachten Besen kehrt. Der Tempeldiener, der die Glocken auf Teufel komm raus läutet. Die Kuh, die im Abendschatten schläft. Die vier Streifenhörnchen, die einander durch den Garten jagen. Die Frau mit den fettigen Haaren, die im Konzert genau vor dir sitzt. Die Libelle, die sich in deinen Haaren verfängt …

Stell dir vor, du würdest mitten in all dem mit einem offenen, verfügbaren Herzen sein …

Stell dir vor, eine neue Erde ist möglich …

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You can learn a lot from India, for example, that four people fit on a moped, a big bag of laundry fits on it too and they can still roar through this – already adventurous – traffic …

„you may say I’m a dreamer, but I’m not the only one.“  John Lennon

Imagine a world with no judgement …

Imagine a world without doubt …

Imagine a world where people are without personal concerns …

Imagine we were here to heal …

Imagine a world in which everything is allowed to be as it is …

Imagine a world where you are not just witnessing something, but actually being it: the old woman sweeping the floor with a homemade broom. The temple servant who rings the bells like hell. The cow sleeping in the evening shadow. The four chipmunks chasing each other through the garden. The woman with the greasy hair, who sits right in front of you in concert. The dragonfly that gets caught up in your hair …

Imagine being in the midst of all this with an open, available heart.
Imagine, a new earth is possible …

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Der sanfte Besucher / The gentle visitor

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In der zweiten Vollmondnachthälfte verhüllt der Berg Arunachala seinen Gipfel in einer Wolke, während hinter ihm ein Stern aufgeht und ein großer Nachtvogel auf die Jagd geht. Von unten treiben Chants, Flöten, Glocken und indisches Popgemisch an den Berg heran. Doch sie spülen ihn nur an, berühren ihn nicht wirklich. Arunachala ist hier in seiner Größe durch alle die Jahrtausende. Wohl auch deswegen war dieser Berg wohl seit jeher ein wichtiger Lehrer für viele. Er bleibt ganz sich selbst in seinem mondhellen Kleid.
Ab und zu halten die Zikaden mit ihrem Trrrrrrrrr … inne und es entsteht so ein absolut inniger, hoher Ton …

Das, was man gerade erlebt, ist wie eine Spiegelfläche. Von einer Seite wird es von der Persönlichkeit betrachtet, es wird bewertet und „zerlegt“ und polarisiert. Von der anderen Seite sieht der sanfte Besucher zu. Sein Sehen ist ganz anders, es beinhaltet keine Vergangenheit und keine Persönlichkeit und es ist auffallend, das er überhaupt nicht wertet, kein bisschen …

Der sanfte Besucher erlebt dasselbe Ereignis vollkommen anders als die Person, er durchmisst die Tore deiner Sinne mit freudigem Interesse, wie ein Fan. Genießt erstaunt dein Erleben in der Welt, egal was das gerade ist, denn allein die Tatsache, DASS er es erleben kann, ist so erfüllend. ES möchte applaudieren. Der sanfte Besucher erlebt die Welt so, wie du es dir wünscht, doch als Person kannst du das nicht so erleben, weil du Ereignisse und Begegnungen wertest und zerlegst …

Wenn du den sanften Besucher zu Gast haben möchtest, dann lade ihn ein. Schon allein die Einladung verändert alles, egal ob er nun kommt oder nicht. Sei bereit dem Besucher deine Welt zu zeigen, jeder Aspekt deines Menschseins ist ihm willkommen, egal welches Programm gerade läuft, egal was gerade zur Hand ist, zeige es ihm, es beinhaltet auch eine gewisse Süße: Die Delikatesse der Menschlichkeit. Du kannst dem sanften Besucher kein besseres Geschenk anbieten …

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During the second half of the full moon night Mount Arunachala covers himself with a cloud, while behind him a star rises and a large night bird starts hunting. Chants, flutes, bells and Indian pop mix drift up to the mountain from below. But they only rinse it, do not really touch it. Arunachala is in his full size through all the millennia. That is probably why this mountain has always been an important teacher for many. He stays completely himself in his moonlight dress.
From time to time the cicadas stop with their trrrrrrrrrrr … and this creates an absolutely intimate, high tone …

What you are experiencing is like a mirror surface. From one side it is considered by the personality, it is rated, „decomposed“ and polarized. From the other side, the gentle visitor watches. His vision is very different, it does not include a past or personality and it is striking that he does not value at all, not a bit. The gentle visitor experiences the same event completely different than the person, he strides across the gates of your senses with joyful interest, like a fan. He enjoys your experience in the world, no matter what that is, because just the fact that he can experience it, is so fulfilling. IT wants to applaud. The gentle visitor experiences the world as you would love to, but as a person, you can not experience it like this because of the way you value and disintegrate events and encounters …

If you want to welcome the gentle visitor, invite him. Just the invitation changes everything, no matter if he comes or not. Be ready to show your world to the visitor, every aspect of your humanity is welcome to him, no matter what program is currently running, no matter what is at hand, show it, it also contains a certain sweetness: the delicacy of humanity. You can not offer the visitor a better present …

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