Sanfte Riesen / Gentle Giants

 

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Fotos: Renée Kellner

Von Indien kommend fällt es besonders auf: der Februar in Wien ist bezaubernd, so eine stille Welt! Die Vögel wagen grad mal einen winzigen Piep hinein in diese enorme Ruhe. Die nackten Zweige weisen bewegungslos in einen steifen Himmel, alles ist so tief in sich eingebettet …

Der Ausdruck der Menschen ist zwar eher verdrießlich, aber das kommt wohl daher, dass wir zu viel Zeit in unserer psychologischen Persönlichkeit verbringen, da wird das so klein, komprimiert, dicht, problematisch und manchmal richtig fies. Das Ego will zwar gerne wachsen, wichtig sein, größer und bedeutender als die Anderen sein, aber das geht sich nicht aus, denn eigentlich sind wir alle groß, ich meine WIRKLICH riesig, wir wandern mit dem Kopf zwischen den Sternen …

Sobald wir in unsere eigentliche Größe kommen, wird das gleich luftiger, spielerischer. Entgegen aller Behauptungen sind Riesen durchaus sanft, freundlich und humorvoll, sie essen gern, lieben sich gern, was auch immer Riesen tun, egal wie profan und unbedeutend es ist, sie tun es gerne. Sie machen es nicht aus praktischer Notwendigkeit, oder damit es dann eben erledigt ist, sie genießen es, egal ob sie sich den umfangreichen Hintern abwischen oder von ihren großräumigen Autos das Eis abkratzen, ob sie sich gemütlich in ihre riesigen Sesseln zurücklehnen, oder versuchen mit dem Kopf an den Sternen zu streifen, sie MÖGEN es so richtig …

               Idiot

Coming from India, it is particularly noticeable that February in Vienna is enchanting, such a quiet world! The birds dare to take only a tiny beep into this enormous silence. The bare branches point motionless into a stiff sky, everything is so deeply embedded in itself …

The expression of people is rather annoyed, but that is probably because we spend too much time in our psychological personality, then everything gets so small, compressed, dense, problematic and sometimes really nasty. The ego wants to grow, to be important, to be bigger and more important than the others, but that does not work, because we are all really tall, I mean REALLY huge, we are wandering with our heads between the stars …

As soon as we get into our actual size, everything will be more airy, playfully. Contrary to all assertions, giants are gentle, kind and humorous, they like to eat well, to make love, whatever giants do, no matter how profane and insignificant it is, they LIKE to do it. They do not do it out of practical necessity, or just to get it done, they enjoy it, whether they wipe their bulky bottoms or scrape off the ice from their spacious cars, whether they sit back in their huge armchairs, or try to streak their head at the stars, they really LIKE it …

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The center of belonging

Teresa

„Wenn Sie einem Kind beibringen, dass ein Vogel Vogel genannt wird, wird das Kind nie wieder einen Vogel sehen.“ Krishnamurti

Wenn du dich fühlst, wie die abgebrochene Klinge eines Messers, ist es Zeit, dich in der Schmiede zu erneuern. Du öffnest dich der Glut der Stille, deine letzten Worte werden vom Sein verschluckt. Du wirfst dich gegen die Weltenwand, bis du merkst, du bist nicht die Person, die sich dagegen schmeißt, sondern die Wand …

Die Perspektive wechselt, nicht du öffnest dich der Stille, sondern die Stille öffnet sich dir. Du erlebst dich selbst aus den Augen der Stille. Das macht einen enormen Unterschied, denn die Stille wertet nicht, geht gar nicht, kein bisschen. Sie erlebt immer nur hier und jetzt, keine Vergangenheit und keine Zukunft. Sie kennt keine Zeit und es ist ihr unmöglich, dich anders als wohlwollend zu betrachten …

Als Stille erlebst du dich selbst neu, es ist ihr eine große Freude, durch dich die Welt zu erleben, es ist ihr dringender Wunsch, durch dich, sich selbst zu erleben. Und sie ist eine herrliche Gastgeberin, kein Herumgemäkel, kein Vergleichen, es stört sie nicht, dass du Fehler machst, oder dass du alterst, es macht ihr auch fast gar nichts aus, dass du ein kleines Bäuchlein hast. Im Gegenteil, in ihr lernst du Raum kennen und Fülle und Menschlichkeit …

 

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„When you teach a child that a bird is named bird, the child will never see a bird again.“ Krishnamurti

When you feel like the broken blade of a knife, it’s time to renew yourself in the smithy. You open to the glow of silence, your last words are swallowed up by being. You throw yourself against the world wall until you realize you are not the person who throws himself against it, but the wall …

The perspective changes, it is not you who opens to silence, but the silence opens to you. You experience yourself out of the sight of silence. That makes a huge difference, because the silence does not judge, it cant, not a bit. It always experiences only here and now, no past and no future. She knows no time and it is impossible for her to treat you other then benevolent …

As silence, you are experiencing yourself anew, it is her great pleasure to experience the world through you, it is her urgent desire to experience herself through you. And she is a wonderful hostess, no fault-finding, no comparison, it does not bother her, that you make mistakes, or that you age, it almost does not matter to her that you have a Little prosperity belly. On the contrary, through her you get to know space and abundance and humanity …