Wandern im Nichts / Walking in Nothingness

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Fotos: Renée Kellner

Wie ein Detektiv jeden Hinweis nachgehend, schon seit die Zeit aus dem Schatten getreten ist …

Wir wandern im Nichts. Stille schließt unsere Form auf. Wir streunen in Auslöschung auf Seiden knisternden Ebenen des weißen Morgens. Wir flanieren in nichts als Öffnung, die weder Geburt noch Tod kennt …

Der sprachlosen Ahnung folgend, die alleine Herzen kennen, richten wir uns innerlich auf, wächst in uns der Mensch, der wir eigentlich sind …

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Like a detective following any hint, since time has come out of the shadows …

We walk in nothingness. Silence unlocks our form. We roam in obliteration on silky-cracking levels of the white morning. We stroll in nothing but an opening that knows neither birth nor death …

Following the speechless notion that our hearts alone know, we raise inside, becoming the human being that we really are …

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Eingeborene / Natives

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Fotos: Renée Kellner

Und weiter geht’s mit dem Erforschen der Stille. Culture of Silence heißt ja dieser Blog und es geht darum, zu untersuchen, was für eine Kultur aus der Stille kommt. Das Erforschen dieser Gesetzmäßigkeiten ist so was von interessant, wie wenn man einen neuen Kontinent entdecken würde. Ein Land, das erst unter gewissen Bedingungen sichtbar wird, man probiert etwas und es zeigt sich ein bisschen, dann verbirgt es sich wieder in Undurchdringlichem, manchmal öffnet es sich plötzlich total, so weit, dass es keine Trennung mehr gibt zwischen Erforscher und zu Erforschendes. Es ist so voll frisches, unerschöpfliches Potenzial und kein Horizont weit und breit …

Wir sind die Ureinwohner, die Eingeborenen, dieses Kontinents der Stille, wurden jedoch durch Konditionierung zunehmend entfremdet. Durch Konditionierung haben wir gelernt in einem scheinbar feindlichen Universum zurechtzukommen. Unsere daraus resultierenden psychologischen Verhaltensmuster basieren darauf, Sicherheit durch Kontrolle herzustellen. Die Informationen wurden vererbt, seit Anbeginn der Zeit und bestimmen mit unbewusst, automatisch ablaufenden Programmen, unser Verhalten. An der Wurzel des Ganzen sitzt Angst. Würden wir das Universum, ja das Leben selbst kontrollieren, bräuchten wir keine Angst mehr zu haben. Die Kontrolle wird darüber ausgelebt, etwas richtig oder falsch tun zu können …

Fällt das Konzept von richtig und falsch, fällt auch das Konzept der Kontrolle. Die Klammer des Unbewussten, die vor der Unberechenbarkeit der eigenen Natur schützen soll, öffnet sich. Das Unbewusste ist nicht real, alles darin basiert auf Illusion. Die Tatsache, dass diese Illusion existiert, ist kein Problem, erst wenn man ihr Macht gibt, indem man sich damit identifiziert, schließt sich die Klammer …

Durch das genaue Hinsehen in das eigene Menschsein, ohne zu werten und ohne etwas verändern zu wollen, durch das erlauben dessen, was ist, wachsen wir durch die Konditionierung in die Stille. Das bedeutet, egal, ob wir in den unbewussten Mustern sind oder nicht, mit dem zu surfen, was gerade da ist, egal was, im Innen oder im Außen, wenn wir es erlauben, jenseits von richtig oder falsch, übernimmt schon der Eingeborene in uns die Führung. Und dann beginnt das sanfte Spiel, der Eingeborene MAG Dinge gern auf seine Art tun, sein MÖGEN fließt in jede noch so banale Kleinigkeit, dabei bewegt er sich offen und freundlich und unterläuft damit die Wachen der Kontrolle.

Ist die Klammer der Konditionierung gelöst, führen Leichtigkeit und Freude unsere Schritte. Dennoch spürt sich diese Freiheit seltsam an, als wäre man nur kurz auf Freigang und müsste dann wieder ins Gefängnis der Konditionierung. Es ist so stark in uns verankert, dass dort unser zu Hause ist. Und doch, wie müssen uns langsam dran gewöhnen: unser zu Hause ist Freiheit …

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And on it goes with the exploration of silence. Culture of Silence is the name of this blog and it’s about investigating what kind of culture comes from silence. Exploring these laws is as interesting as discovering a new continent. A country that only becomes visible under certain conditions, you try something and it appears a bit, then it hides in the impenetrable again, sometimes it suddenly opens completely, so wide that there is no separation between explorer and the explored. It’s so full of fresh, inexhaustible potential and no horizon far and wide …

We are the original inhabitants, the natives, of this continent of silence, but were increasingly alienated by conditioning. By conditioning, we have learned to cope in a seemingly hostile universe. Our resulting psychological behaviors are based on security through control. The informations had been handed down, since the beginning of time and with unconscious, automatically running programs, determine our behavior. At the root of the whole thing is fear. If we were to control the universe, even life itself, we would not need to be afraid anymore. The control is lived out by the believe we could do something right or wrong …

If the concept of right and wrong falls, the concept of control also falls. The bracket of the unconscious, which is supposed to protect us against the unpredictability of one’s own nature, opens up. The unconscious is not real, everything in it is based on illusion. The fact that this illusion exists is not a problem, only when you give it power by identifying with it does the bracket close …

By looking closely into one’s own humaness, without judging and without wanting to change anything, simply by allowing what is, we grow through conditioning into the silence. This means, whether we are in the unconscious patterns or not, to surf with what is here, no matter what, inside or outside, if we allow it, beyond right or wrong, already the native in ourselves takes the lead. And then the gentle play begins, the native LIKE to do things in their own way, his LIKING flows into every trivial little thing, while moving openly and kindly, he slips under the guards of control.

Once the clamp of conditioning is loosened, ease and joy guide our steps. Nevertheless, this freedom feels strange, as if you were only briefly on temporary release and would then again have to go back to the prison of conditioning. It is so firmly anchored in us that our home is there. And yet, we have to slowly get used to it: our home is freedom …

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Die richtige Temperatur / The right temperature

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Endlich wieder im Atelier! Halbzeit bei der Leiterskulptur, das erste Mal, das ich ein vorgefundenes Objekt mir Scherben beklebe. Hat natürlich jede Menge philosophischer Bezüge, wie sich das gehört für einen Old School Künstler. Frei nach Ramakrishna: wenn du einem Kind sagst, dass eine Leiter, Leiter genannt wird, sieht es nie mehr eine Leiter. Wir haben die Welt verkonzeptionalisiert, eingewickelt in Sprachfetzen und Sinnzusammenhängen. Das geht nicht, da braucht es einen heroischen Bildhauer, der die Dinge sprichwörtlich zerschlägt und neu zusammensetzt, damit man sie wieder in ihrer ursprünglichen Magie sieht, he he …

Und was kann man alles mit einem unschuldigen Porzellankrug anstellen? Nun seht es euch an, ein paar einfache Eingriffe und er ist ein rituelles Gefäß! Man stelle ihn während einer Performance auf zum richtigen Zeitpunkt an dem rechten Ort und braucht nur zu warten. Die Götter können einem rituellen Gefäß, das ordentlich gestaltet ist, nicht widerstehen, sie steigen rein und schon ist der Krug Bindeglied. Einem lebendigen Wesen gleich beginnt er zu erzählen, antwortet sogar, wenn man nachfragt! Und wieder habe ich ein armes Objekt vor dem wahnsinnigen Nutzdenken unserer Zeit gerettet …

Recht viel Arbeit, das große Bild braucht noch was, das war schon so herrlich unkontrolliert, wurde dann wieder sehr konkret und jetzt braucht es den alten Alles-auf-eine-Karte-hopp-oder-tropp-Trick, entweder es ist dann voll hinüber oder fahrt ab ins Zeitlose. Dann noch die neue Maske, bis zur KunstMeeting Tour möchte ich sie noch fertig bekommen, Halleluja, wird diesmal noch durchgeknallter als üblich, wie ein geiler, dunkelblau/goldener Scherbenhaufen im Gesicht, wie ein Batman Maske auf Drogen, dem ein Vogel quer drüber geklatscht ist …

Ich leg mich kurz hin, so zusammengerollt und zack, ich bin eine Art Urform, wie ein Fossil, Briant der Ammonit, muss ich skizzieren, keine Ahnung, was aus dem noch wird, aus dem großen Bild könnte sich eine Serie entwickeln, oder eine Skulptur vielleicht? Wie immer bin ich Teil einer Kommunikation, die ich immer erst dann verstehe, wenn es offensichtlich wird. Bis dahin gilt blindes Vertrauen. Ich weiß, alles passt zueinander, wie eine Sprache unter Liebenden …

Pause! Danke Maronitascherl vom Bäcker, danke Schlückchen Rotwein aus einem Kristallglas, danke Esbjörn Svensson Trio, ich hab deine supergroovigen Jazznummern kaum dreimal gehört, schon kommen sie daher wie alte Freunde. Draußen glüht die Nacht, drinnen ist alles schön verrückt. Was soll man machen? ES will das alles durch mich erleben, ES benützt meine Form für seine wilden Spiele; ich mach ihm nur die Tür auf, bin bloß Marionette. Und wenn ich nicht alles herzlich erlaube, was hier abgeht, dann kriegt die Ateliernacht nicht dieses frische Feuer, das ganze Atelier ist bereits wie ein Ritualgefäß und es kriegt schon langsam die richtige Temperatur …

 

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Finally back in the studio! Halftime with work at the ladder sculpture, the first time that I glue my shards on a ready made object. Of course it has a lot of philosophical references, as it is custom for an old school artist. According to Ramakrishna, when you tell a child that a ladder is called a ladder, it never sees a ladder again. We have conceptualized the world, wrapped it up in language fragments and contexts of meaning. Enough! We need a heroic sculptor who literally smashes things up and reassembles them to see them back in their original magic, he he …

And what can you do with an innocent porcelain jug? Now look at it, a few simple interventions and it is a ritual vessel! Set it up during a performance at the right time in the right place and just wait. The gods can not resist a ritual vessel that is neatly designed, they go in and the jug becomes a link. Like a living being, it begins to tell, it even answers when asked! And again I have saved a poor object from the mad materialistic thinking of our time …

Quite a lot of work here, the big painting still needs something, it was done so wonderfully uncontrolled, then became very concrete again and now it takes the old to-go-for-broke-all-or-nothing-trick, either it has had it then or it takes off into timelessness. And then the new mask: until the KunstMeeting tour I would like to get it done, Hallelujah, this time it gets even crazier than usual, like a wicked, dark blue / gold pile of broken shards right in the face, like a Batman mask on drugs, with a bird smacked across it …

I lie down for a moment, rolled up and Peng!, I’m a kind of an archetype, like a fossil, Briant the ammonite, I have to sketch that, no idea what’s going to happen with it: maybe out of the big painting a series could develope, or a sculpture maybe? As always, I am part of a communication that I understand only when it becomes obvious. Until then, just blind trust works. I know, everything fits together, like a language among lovers …

Break! Thank you Chestnut Muffin from the bakery, thank you sip of red wine from a crystal glass, thank you Esbjörn Svensson Trio, I’ve barely heard your supergroovious jazz  compositions three times, yet they come along like old friends. Outside, the night is glowing, inside everything is pretty crazy. What can you do? IT wants to experience all this through me, IT uses my form for its wild games; I’m just opening the door for it, I’m just a marionette. And if I do not allow everything that goes on here from my heart, the studio night does not get this fresh fire, the whole studio is already like a ritual vessel and it is getting slowly the right temperature …

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Die Perfektion des Nicht-Wissens / The perfection of not-knowing

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„An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“

William Shakespeare

Es geht nicht darum, ob man irgendetwas richtig gemacht hat und es geht nicht darum, ob man irgendetwas falsch gemacht hat. Es geht um das genaue Hinschauen, wie ein Außerirdischer in die menschliche Existenz hinein, was geht da vor sich? Wirklich hinzuschauen, hinein in den Moment, wo man auftaucht, aus dem Gedankenwasser, kurz orientierungslos ist und aufrecht wie ein Kind, mit klarem Blick in den Weltenspiegel schaut. Jedes Mal, wenn du auftauchst, wächst das Gedankenwasser heil und du beißt dich ein Stück weit hinein in die Realität …

„Ein Märchen voll Klang und Wut, das nichts bedeutet.“

William Shakespeare

Es geht nicht darum, ob man gewinnt und es geht nicht darum, ob man verliert, sondern darum, frei zu sein vom Klebstoff des Denkens jedweder Art. Wobei die Gedanken ruhig wie Geister durch den Orbit ziehen dürfen, solange man nicht an ihnen kleben bleibt, sondern eins ist mit sich im frischen Raum und das Schauen wie durch eine Jungfernhaut in die Existenz dringt …

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„Nothing is good or bad but thinking makes it so.“

William Shakespeare

It’s not about whether one did anything right and it’s not about doing anything wrong. It’s about looking closely, like an alien into human existence, what’s going on? To really look deeply into the moment when one appears, out of the water of thought, for a moment disoriented and looking upright like a child, with a clear view into the world mirror.
Every time you turn up, the thought-water grows whole and you bite a bit into reality …

„Full of sound and fury signifying nothing.“

William Shakespeare

It’s not about whether you win and it’s not about losing, but about being free from the glue of thinking of any kind. The thoughts are allowed to quietly drag like spirits through orbit, as long as one does not stick to them but is with oneself in a fresh space and the gaze penetrates as through a virgin skin into existence ..

Ataraxia

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„Es ist Zeit die Konsensrealität zu missachten.“

Charles Eisenstein

Offenheit brennt dir Löcher in den Teppich deines Egos. In der Öffnung hältst du die Stange der Stille hoch inmitten der Schlachtfelder der Konditionierung, selbst wenn Furien nach dir schnappen. In jedem Moment von Offenheit atmest du mit den Gestirnen, auch wenn die alten Stimmen wie Sirenen schreien im trockenen Wald …

Egal welche Klammer dich hält und welche Stricke dich binden, in der Öffnung lösen sie sich. Egal welche Geschichten dir die ausgefuchsten Fischhändler, Priester und Politiker in die Ohren blasen, in jedem Augenblick von Stille wird dein Spiegel klarer …

Immer wenn du die Türen öffnest und den Wachposten der Stille betrittst, gewinnt das Abenteuer über die Knechtschaft. Egal wie erschöpft du bist und wie sehr du von quälenden Trugbildern verfolgt wirst, jedes Mal, in deiner offenen, stillen Präsenz bekommt das Unaussprechliche deinen ganz besonderen, frechen Blick …

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„It’s time to disregard consensus reality.“
Charles Eisenstein

Openness burns holes in your ego’s carpet. In the opening you hold the pole of silence high in the midst of battlefields of conditioning, even when furies snap at you. In every moment of openness you breathe with the stars, even if the old voices scream like sirens in the dry forest …

No matter which brackets hold you and which ropes bind you, they dissolve in the opening. No matter what stories the sleeky fishmongers, priests and politicians blow in your ears, in every moment of silence your mirror becomes clearer …

Whenever you open the doors and enter the Sentinel of Silence, adventure wins over bondage. No matter how exhausted you are and how much you are persecuted by tormenting illusions, every time, in your open, silent presence, the inexpressible gets your very special, cheeky look …

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Joy and Fear

 

Parallel Landscape 1

„Wie ist es möglich da zu sein?“

Rainer Maria Rilke

Der psychologische Verstand webt Ungenügen ins Erleben, streut Zweifel und mischt etwas Versäumnis hinzu, so als wäre da ständig etwas, dass zu korrigieren wäre, um die Persönlichkeit zu verbessern. Das lässt so einen Geschmack von Mangel zurück, es wirft einen Schleier über die Person wie eine Religion. Mit diesem ungenügenden Blick betrachten wir einander. Das Grundgefühl dieser Lebenskultur ist Angst …

Das schleichende Gift wirkt jedoch nur in der Dunkelheit der Ego-Trance. Sobald etwas Licht auftaucht, vertreibt es die Gespenster der Nacht …

Die Hüter der Morgensonne tauchen durch das Gedankenwasser auf den Grund der Dinge. Hier wachen sie in süßem Bann. Stille streift durch die Landschaft ihrer Körper, ohne auch nur auf ein geringstes Hindernis zu treffen. Sie haben den Flaschengeist, der in ihnen wohnte nach Hause geschickt. Niemand glaubt mehr an den Sand, den er in Augen streut. Die verliebten Wächter werfen sich in die Arme des Windes, das Grundgefühl ihrer Lebenskultur ist Freude …

 

Parallel Landscape 8

„How is it possible to be here?“
Rainer Maria Rilke

The psychological mind weaves inadequacies into experience, sprinkles doubts, and adds some omission, as if there were always something to be corrected to improve one’s personality. That leaves behind a taste of constant lack, it casts a veil over the person like religion does. With this gaze to be not o.k., we look at each other. The basic feeling of this culture is fear …

This creeping poison works only in the darkness of ego-trance. As soon as some light appears, it dispels the ghosts of the night …

The guardians of the morning sun dive through the water of thought to the bottom of things. Here they are awake in a sweet ban. Silence wanders through the landscape of their bodies without encountering even the slightest obstacle. They sent the genie who lived in them back home. No one believes anymore in the sand they scatter in ones eyes. The amorous guards throw themselves into the arms of the wind, the basic feeling of their culture is joy ….

 

Reise ins Spiegelland / Journey to the mirror land

Anagnorisis

Ah, es geht also ums Erkennen! Das mysteriöse ES, dem man schon so viele Namen gegeben hat, inclusive das „Unbenennbare“ möchte sich erkennen. Deshalb also der ganze verrückte Trip?! „Mensch erkenne dich selbst“, stand schon auf dem Tempel in Delphi …

Biegt man von Delphi gleich links ab und wandert etwas über die stillen Felder entzündet sich die Magie, das Spiegelland poppt hervor. Was du ihm zeigst, das zeigt es dir, öffnest du dich dem Leben, öffnet es sich bereits dir. Holst du dein Messer hervor, tut es das auch. Willst du ES ur-gerne kennenlernen, möchte ES ur-gerne dich kennenlernen …

ES zu erkennen, bedeutet gleichzeitig ES zu sein, also sich selbst zu erkennen. (Wir sind ja im Spiegelland.) Der Wanderer, der ES erkennt, lässt sofort seine Waffen fallen. Die Ignoranz löst sich auf und natürliche Bewunderung tritt in Kraft. Die Augen sehen wieder wie die eines neugierigen Kindes. ES nutzt sich nie ab, ergießt sich in die Welt wie ein intelligenter, prickelnder, knisternder Strom, schwappt wild hinein und heraus und dir bleibt nur der Applaus …

Elysien

Ah, so it’s about realization! The mysterious IT, which has been given so many names, including the „Unnameable“ wants to recognize itself. So that’s the whole crazy trip ?! „Man know thyself“, was already written on the temple in Delphi …

If you turn left from Delphi and walk over the silent fields, the magic ignites, the Mirror Land pops up. What you show it, it will show you, if you open yourself to life, life already opens to you. If you get your knife out, it does so too. If you really want to get to know IT, IT really would like to meet you …

To know IT means to be IT at the same time, that is to know oneself. (Remember, we’re in the Mirror Land.) The Wanderer recognizing IT immediately drops his weapons. Ignorance dissolves and natural worship takes effect. The eyes see again like those of a curious child. IT never wears off, pours into the world like a smart, tingling, crackling stream, spills in and out wildly, leaving you with just applause …

Nichts als der Durst ist mir Licht