… UND IMMER WIEDER DIESE SCHÖNHEIT / … AND AGAIN AND AGAIN THIS BEAUTY

Mir kommt vor, dass Schönheit schon Steigerungsformen hat, zumindest subjektiv gesehen. Nicht so schön ist, wie Demokratie zurückgenommen und durch Diktatur ersetzt wird, indem Gesetze willkürlich errichtet oder abgesetzt werden, Justiz und Medien gleichgeschaltet und leitende Stellen in Institutionen mit Parteigängern besetzt sind …

Etwas schöner ist es da schon, wenn jemand seine Pflicht erfüllt und macht was er*sie für richtig hält. Noch etwas schöner finde ich es, wenn jemand seiner Berufung folgt und diese lebt. Oder wenn jemand in Momenten der Bedrohung stehen bleibt, anstatt zu fliehen, obwohl der Himmel gerade wie ein tosendes Meer über ihm*ihr zusammenbricht …

Es ist schön, wenn jemand  etwas wie zum ersten Mal berührt, wenn jemand Selbstinteresse und persönliche Überzeugungen überwindet und sich in den Dienst für andere stellt oder wenn man sich gemeinsam in die Unsicherheit lehnt.
Am aller-allerschönsten jedoch ist es, wenn jemand an einem Ort in sich gelangt, wo er die tiefste feinste Regung seines*ihres Herzens findet und nicht mehr davon abweicht, komme, was da wolle …

It seems to me that beauty already has forms of increase, at least subjectively seen. Not so beautiful is how democracy is taken back and replaced by dictatorship, by laws being arbitrarily established or abolished, judiciary and media are brought into line and leading positions in institutions are occupied by party followers …

It is a little bit more beautiful when someone fulfills his duty and does what he*she thinks is right. I find it even more beautiful when someone follows his vocation and lives it. Or when someone stops in moments of threat instead of fleeing, even though the sky is collapsing like a raging sea above him*her …

It is beautiful when someone touches something as if for the first time, when someone overcomes self-interest and personal convictions and puts themselves in service to others, or when you lean into uncertainty together.
Most-very-beautiful, however, is when someone reaches a place within themselves where they find the deepest subtlest movements of their*heart and no longer deviate from them, come what may …

IL GRANDE IMPRESARIO

Ich würde ja die Geschichte der Menschen nicht unbedingt als Tragödie bezeichnen. Gut, ja, wir wurden aus dem Paradies geschleudert und haben uns seither nicht sehr überzeugend geschlagen, aber was soll man denn erwarten angesichts der fürchterlichen Trennung und ohne Plan?

Wir heulen rum, weil uns ein Virus den Spiegel vorhält oder brüllen rum und meinen im Recht zu sein, haben aber in Wahrheit keinen Tau. Angesichts des seltsamen Stückes, welches wir inszenieren, könnte man durchaus auch von einer Komödie sprechen …

Jenseits von Tragödie oder Komödie hat die menschliche Reise etwas sehr Faszinierendes: Sobald wir den verzerrenden Einflüsterungen des großen Impresarios zwischen unseren Ohren keinen Glauben schenken, wird es still … und das Paradies öffnet wieder seine Pforten …

I wouldn’t necessarily call the history of mankind a tragedy. Well, yes, we were hurled out of paradise and have not done very convincingly since then, but what should one expect in view of the terrible separation and without a plan?

We howl around because a virus holds a mirror up to us or yell around and think we’re right, but in truth we have no idea. In view of the strange play we are staging, one could well speak as well of a comedy …

Beyond tragedy or comedy, there is something very fascinating about the human journey: As soon as we do not believe the distorting whispers of the great impresario between our ears, it becomes silent … and paradise opens its gates again …

RADAR LOVE

Ich lebte mal vor langer Zeit mit einer Katze. Sie ging immer abends mit mir spazieren. Nach einer Weile konnte sie nicht mehr, wartete am Wegesrand, bis ich wieder vorbei kam und wir gingen zusammen nach Hause. Eines Abends ging ich einen anderen Weg zurück, ich dachte, sie würde schon allein kommen, aber sie saß am Morgen immer noch da, wo wir uns getrennt hatten und wartete …

Einmal hatte ich eine Zeit lang in den Northern Terretories in Australien gelebt. Ich zeltete am Strand. Früh morgens lag da auch ein Aborigines mit dem Kopf an einem Stein gelehnt, zwar mit geöffneten Augen, doch mit dem Blick durch das Traumland wandernd. Ich ging den ganzen Tag lang meinen Geschäften nach, als ich abends zurückkam, lag er immer noch genau so da. Das erinnerte mich an eine mir verlorengegangene Dimension …

Es ist entscheidend, worauf wir uns ausrichten. Es kommt auf unsere Loyalität an, darauf, unserer tiefsten, wesentlichen Verbindung zu vertrauen, als könnte das Radar unseres Herzens zu jeder Zeit das Geliebte orten, so fern es auch erscheinen mag, ob es sich zeigt oder nicht, koste es, was es wolle …

I once lived with a cat a long time ago. She always went for a walk with me in the evening. After a while she couldn’t anymore, waited at the wayside until I came by again and we went home together. One evening I went back another way, I thought she would come on her own, but she was still sitting in the morning where we had parted and waiting …

Once I had lived for a while in the Northern Terretories in Australia. I camped on the beach. Early in the morning, an Aboriginal man was also lying there with his head leaning against a rock, his eyes open, but his gaze wandering through dreamland. I went about my business all day long, and when I returned in the evening, he was still lying there just like that. It reminded me of a dimension that had been lost to me …

It is crucial what we align ourselves with. It depends on our loyalty, on trusting our deepest, essential connection, as if the radar of our heart could locate the beloved at any time, however distant it may seem, whether it shows itself or not, whatever the cost …

SPUREN VON FARBE / TRACES OF COLOR

Es ist völlig egal, was man malt, es geht um das wie aus welcher Quelle es kommt. Malt man aus dem Verstand, spricht es einen anderen Verstand an, malt man wild und animalisch, spricht es diesen Aspekt in jemand an, malt man gefühlvoll kommuniziert man auf dieser Ebene, malt man aus der tiefst möglichen Quelle berührt DAS den*die Betrachter*in …

Man kann sich nicht selber austricksen beim Malen, man spürt sofort, wenn der Verstand übernimmt und wann das Sein. Der Verstand hat Angst und will es schnell hinter sich bringen, will so schnell wie möglich zum Ergebnis. Das Sein genießt den Raum, spürt sich hinein, dehnt sich darin aus, berührt den Saum der Wirklichkeit …

Wenn man ein gewöhnliches Leben führt, ist es schwer, beim Malen Außergewöhnliches zu erreichen. Es braucht auch im Leben das Ungewöhnliche: Staunen, Aus-dem-Häuschen-sein, kleine Wunder zwischendurch. Dann zieht der Pinsel ganz von selbst eine Spur wie eine Schar Zugvögel, die über den Himmel streichen …

It doesn’t matter what you paint, it’s about what source it comes from. If you paint from the mind, it speaks to another mind, if you paint wild and animalistic, it speaks to this aspect in someone, if you paint emotionally, you communicate on this level, if you paint from the deepest possible source, THAT touches the viewer …

You can not trick yourself when painting, you feel immediately when the mind takes over and when the being. The mind is afraid and wants to get it over with fast, wants as quickly as possible to the result. Being enjoys the space, feels itself in it, expands in it, touches the hem of reality …

If one leads an ordinary life, it is difficult to achieve the extraordinary in painting. It takes the unusual also in life: Astonishment, to be all excited, experiencing small miracles in between. Then the brush draws a trail all by itself like a flock of migratory birds skimming across the sky …

CORONA – EINE KIRCHE AUS ANGST UND HOFFNUNG / CORONA – A CHURCH OF FEAR AND HOPE

Kein Zweifel, wir sind von einer Pandemie bedroht. Damit wird klar, dass uns der Tod am Rande dieser Lebensspanne erwartet. Vorher konnte man das verdrängen, jetzt nicht mehr so gut. Das Rendezvous mit dem Tod ist fix, mit oder ohne Covid …

Der konditionierte Verstand, das Ego besteht aus Angst und Hoffnung. Das ist im Grunde die einzige Bewegung, die er kennt. Angst und Hoffnung sind dasselbe, sie bewegen sich in Wahrheit nicht über sich selbst hinaus, bleiben miteinander in dumpfen Kreisen …

Eine unreflektierte Gesellschaft – die zu einem hohen Prozentsatz aus kollektiven konditionierten Gedankenmustern besteht – errichtet eine Kirche aus Angst und Hoffnung mit rationalen Fakten und Zahlen als neuem Glauben und Wehe dem, der sich nicht der neuen Kirche beugt …

Es ist wichtig, die Gefahr nicht zu verleugnen und sich ihr angemessen und besonnen zu stellen. Das befreiende Potenzial allerdings, welches die Krise als Geschenk bereithält, ist gleichzeitig die Schönheit der menschlichen Reise: wenn sich im Angesicht der Bedrohung die Samen der Erneuerung in den Herzen regen und über Angst und Hoffnung hinauswachsen …

There is no doubt that we are threatened by a pandemic. Thus it becomes clear that death awaits us at the edge of this life span. Before, it was possible to suppress it, now not so well. The rendezvous with death is fixed, with or without Covid …

The conditioned mind, the ego consists of fear and hope. This is basically the only movement it knows. Fear and hope are the same, in truth they do not move beyond themselves, remain with each other in dull circles …

An unreflective society – which consists to a high percentage of collective conditioned thought patterns – builds a church of fear and hope with rational facts and figures as the new faith and woe to him*her who does not bow to the new church …

It is important not to deny the danger and to face it appropriately and prudently. However, the liberating potential that the crisis holds as a gift is at the same time the beauty of the human journey: when, in the face of threat, the seeds of renewal stir the heart and grow beyond fear and hope …

MASTER AND SERVANT

‚The mind is a wonderful servant and a terrible master‘
Robin S. Sharma

Als Kunsttherapeut begegnet mir häufig das Phänomen des Gedankenkreisens. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten leiden unter der Beziehung mit ihrem eigenen Verstand, der unaufhörlich alte Glaubenssätze, Meinungen, Rechthaberei, zu hohe oder zu niedrige Selbstwertgefühle etc. produziert …

Dieses vom Denken erschaffene laute Ego dominiert das – ebenfalls im selben System lebende – wesenhafte Ich. Dieses leise, intime, herzliche Ich wird bestenfalls wie ein*e Sklave*in geduldet. Hier liegt die grundlegende Täuschung: Auch das ist nur eine – ebenfalls vom Denken erschaffene – Geschichte, sie ist einfach nicht wahr …

Die not-wendige Revolution also wäre diese Geschichte infrage zu stellen, die Machtverhältnisse im Inneren zu klären und das wesenhaften Ich zu krönen. Die lang ersehnte Freiheit zeigt sich, wenn das intime Ich sich so viel ungestörte Lebenszeit nehmen kann, wie es möchte und wann es möchte und in der damit einhergehenden Entfaltung der Schönheit des wesenhaften Ich …

As an art therapist, I often encounter the phenomenon of obsessive thinking. People from all social classes suffer from the relationship with their own mind, which incessantly produces old beliefs, opinions, bossiness, too high or too low feelings of self-worth, etc. …

This loud ego created by the mind dominates the essential I, which also lives in the same system. This quiet, intimate, heartfelt I is at best tolerated like a slave. Here lies the fundamental deception: This is also only a story – also created by thinking – it is simply not true …

The necessary revolution would be to question this story, to clarify the power relations inside and to crown the essential I. The long desired freedom shows itself when the intimate I can take as much undisturbed life time as it wants and when it wants and in the unfolding of the beauty of the essential I …

HOME IS, WHERE THE HEART IS

Menschen bewegen sich meist wie durch einen Wald an Konzepten, Meinungen, Ideen, welche die tatsächliche Umgebung fast völlig überlagern. Diese Vorstellungen – im wahrsten Sinn des Wortes – sind fiktiv und rastlos. Sie verhindern ein Gefühl von wirklich zu Hause zu sein …

Man kann die Konzepte nicht loswerden, wenn sie einem jedoch zunehmend weniger überzeugend und zwingend erscheinen wird mehr und mehr der eigentliche Hintergrund deutlich: Das einfache So-Sein der Dinge, der Diamantenrahmen, der die Ereignisse umgibt und hält …

Die mentale Welt taucht zwar auch immer wieder im Strom der Ereignisse auf, ist jedoch kein Problem mehr, sie verliert sogar ihren entfremdeten, trockenen Beigeschmack, weil sie ihren Platz in dem einfachen Grund der Dinge gefunden hat. Das vertraute Gefühl der Intimität enthüllt das eigentliche zu Hause in der Sekunde …

Wie so oft gilt auch hier: Wohin man seine Aufmerksamkeit richtet, das wird lebendig.
Man muss sich dem Zwang der Konzepte nicht ergeben, muss seine angestammte Wohnstätte nicht verlassen. Home is, where the heart is …

People usually move as if through a forest of concepts, opinions, ideas, which almost completely overlay the actual environment. These imaginations are fictitious and restless. They prevent a feeling of really being at home …

You can’t get rid of the concepts, but when they seem to you increasingly less convincing and compelling, more and more the real background becomes clear: the simple being of things, the diamond frame that surrounds and holds the events …

The mental world also appears again and again in the stream of events, but it is no longer a problem, it even loses its alienated, dry flavor, because it has found its place in the simple ground of things. The familiar feeling of intimacy reveals the real home in the second …

As is so often the case: Where you put your attention, that comes alive.
One does not have to surrender to the compulsion of concepts, does not have to leave one’s ancestral dwelling place. Home is, where the heart is …

SCHLAFEN, TRÄUMEN, WACHEN / SLEEP, DREAM, WAKE

Laut indischer Mystik – etwas frei interpretiert – erleben Menschen drei Zustände: schlafen, träumen und wachen und keiner der drei ist real. Leben feiert sich selbst in unzähligen Formen. Das Tor in die eigene Welt ist das Ich. Wenn man das Ich nicht berührt und somit nicht in die eigene Welt der Wünsche und Bedürfnisse geht, bleibt das Unbenennbare mit den vielen Namen übrig …

Wenn der Wachzustand also nicht nur der eigene ist, dann ist er auch der von Licht und Frühling, von Insekten und Geräuschen, von Düften und Erinnerungen, von Wärme und Planeten, von Dunkelheit und Gnade. Es schwingt alles gemeinsam im selben wachen, schlafen und träumen erst durch das Tor des Ich passiert die Trennung …

Wobei die Welt des Ich an sich sehr fein ist, voll von Möglichkeiten, sich zu erleben. Wenn Sie allerdings ohne Verbundenheit zur anderen Seite des Tores ist, wenn sie reiner Selbstzweck bleibt, ist Leid vorprogrammiert. Das Tor zur Welt vor dem Ich – vor Sprache und Verstehen – ist immer offen und immer jetzt hier verborgen in offener Sicht. Besucher*innen sind stets willkommen zu bleiben, so lange sie wollen …

According to Indian mysticism – interpreted somewhat loosely – humans experience three states: sleeping, dreaming and waking, and none of the three is real. Life celebrates itself in myriad forms. The gateway into one’s world is the I. If one does not touch the I and thus does not go into one’s own world of desires and needs, what remains is the unnameable with the many names …

So the waking state is not only one’s own, it is also that of light and spring, of insects and sounds, of scents and memories, of warmth and planets, of darkness and grace. Everything vibrates together in the same waking, sleeping and dreaming only through the gate of the I the separation happens …

Whereby the world of the I is very fine in itself, full of possibilities to experience itself. But if it is without connection to the other side of the gate, if it remains pure end in itself, suffering is preprogrammed. The gate to the world before the I – before language and understanding – is always open and always now here hidden in open view. Visitors are always welcome to stay as long as they want …

DEATH ON A PALE HORSE

Painting after William Blake. Ok, ja, schon klar, William hatte es besser hingekriegt, mit den Farben und so. Er hätte wohl auch nicht eine Hand mit sechs Fingern gemalt. Ich versuche es ja richtig zu machen. Aber dann fangt der Raum an zu pulsieren wie nur was der Beat setzt ein und ich kann es fast hören: ‚Komm schon, Briant! Feige?‘ …

Ich kann also nichts dafür, bin unschuldig, obwohl ich hoffe, es gibt keine Hölle für Maler, die es einfach vermurkst haben. Dann müsste ich mir wohl ein paar unangenehme Fragen stellen lassen, von höheren Orten. Man soll ja nicht so viel Farben verwenden und alles und auch nicht so scheiß-mich-nix mischen …

Aber: Schon nach dem ersten Impuls – den man zugegebenermaßen ins Blaue setzt – öffnet sich ein Feld von Möglichkeiten, mit dem man nicht gerechnet hat. Und das soll man ungenutzt lassen, den ganzen Gral verfallen lassen? Oder nicht doch besser voll reinreiten, ohne auf Verstärkung zu warten? Wenn ich dem Malerschutzpatron (wer auch immer das ist) einen Preis für unzüchtiges Verhalten zollen muss, dann ist es eben so. Auf meinem Malergrabstein soll mal stehen: ‚Mann, das war es wert!‘

Painting after William Blake. Okay, yeah, I get it, William had done better, with the colors and stuff. He probably wouldn’t have painted a hand with six fingers. I’m trying to do it right. But then the room starts pulsating like nothing else the beat sets in and I can almost hear it: ‚Come on, Briant! Coward?‘ …

So I can’t help it, I’m innocent, though I hope there’s no hell for painters who just screwed up. Then I’d probably have to have some unpleasant questions asked of me, from higher places. After all, you’re not supposed to use so many colors and mix them happy-go-lucky …

But: Already after the first impulse – which one admittedly puts into the blue – a field of possibilities opens, which one did not expect. And should you let this go unused, let the whole grail decay? Or is it not better to ride into it without waiting for reinforcements? If I have to pay the painter patron (whoever that is) a price for lewd behavior, then so be it. On my painter’s tombstone it should say: ‚Man, it was worth it!

DON’T PLAY BY THE RULES

Das pure Ich – die Essenz des Menschen – lebt verschüttet unter einer Menge Zivilisationsmüll. Etwas in uns pflügt starre Linien in die Tage und Nächte, ist hungrig nach Anerkennung  und verliert sich in Zielen und Ergebnissen. Doch die Ahnung von dem Puren bleibt, vergeht wohl nie, ihr Duft dringt selbst durch das dichteste Vergessen …

Für diejenigen, die sich ein Herz fassen, es auszugraben, es freizulegen, sind diese Zeilen. Der Blick der Schatzgräber*in ist geduldig, wartet die lauten Wellen ab. Bis sich das Delikateste zeigt, die sanfteste, kleinste intimste Erinnerung an sich selbst spürbar wird …

Die Gesichtszüge entspannen sich und man findet Eingang. Wie in einer Parallelwelt spielen sich hier dieselben Ereignisse anders ab, magischer, fragloser, weicher, verspielter, intimer, freudvoller. Handlungen wie Worte öffnen neue Räume für sich und andere …

The pure I – the essence of man – lives buried under a lot of civilization garbage. Something in us plows rigid lines into the days and nights, is hungry for recognition and loses itself in goals and results. But the inkling of the pure remains, probably never fades, its fragrance penetrates even through the densest oblivion …

For those who take heart to dig it out, to uncover it, these lines are written. The gaze of the treasure digger is patient, ignores the loud waves. Until the most delicate reveals itself, the gentlest, smallest intimate nuance of oneself becomes perceptible …

The facial features relax and one finds entrance. As if in a parallel world, the same events play out differently here, more magical, more unquestioning, softer, more playful, more intimate, more joyful. Actions like words open new spaces for oneself and others …