Die Wurzel der Menschlichkeit / The root of humaness

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Stille bietet Raum für Begegnung mit sich selbst. Die persönlichen Aktivitäten verschwinden wie die Händler aus dem Tempel. Es ist die Zeit, jemand ganz Besonderen zu treffen …

Aus dem Inneren erhebt sich das Sein wie eine ganz vertraute Person. Man hat schon immer durch ihre Augen geschaut und schon immer ihre Stimme benutzt. Man ist sie so gewohnt, hat sie vergessen und für Tand und Anerkennung verkauft …

Jetzt ist die Zeit ihr neu zu begegnen und ihr die Regie zu überlassen. Es ist eine Begegnung mit sich selbst und doch kennt man sich nicht mehr. Man kennt sich als Person, aber nicht als Sein. Sein erkennt sich selbst und möchte spielen …

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Silence offers space for encounter with oneself. The personal activities disappear like the merchants from the temple. It’s time to meet someone special …

From the inside, being rises like a very familiar person. One has always looked through its eyes and always used its voice. One is so used to being, has forgotten it and sold it for trumpery and recognition …

Now is the time to meet it again and let it talke the reins. It is an encounter with oneself and yet one does not know one another anymore. One knows oneself as a person, but not as being. Being recognizes itself in the person and wants to play …

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Das Singen der Stille / The singing of silence

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Stille ist die Abwesenheit der Dinge.
In der äußeren Welt versuchen wir, unsere Sachen auf die Reihe zu kriegen. In der inneren Welt geht es um Sein und darum, sich zu erkennen …

Im Äußeren geht es ums Tun, die Welt ist schon krank vor lauter Tun. Aus dem Inneren kommt das nährende Sein. Das sich Wiederfinden in der Stille. Jedes Mal, wenn man sich sucht, findet man sich, jedes Mal. Immer wieder.

Das sich Wiederfinden in Worten, Bewegungen, Begegnungen und Situationen. Als wäre die Welt eine einzige Quelle des Begegnens und Erkennens. Jetzt, immer in diesem Augenblick, ist ein Blick in den Spiegel der Dinge möglich …

Silence is the absence of things.
In the outer world, we try to get things done. The inner world is about being and to see oneself …

In the outer it is all about doing, the world is already sick of doing. The nourishing being comes from the inner. Relocating in silence. Every time you look, you find yourself, every time. Again and again …

Relocating oneself in words, movements, encounters and situations. As if the world would be a unique source of encountering and knowing. Now, always at that moment, a glimpse into the mirror of things is possible …

Geisterkäfige / Ghost cages

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Da ist der Wunsch nach Freiheit, aber aus welchem Gefängnis denn? Die Käfige, in denen wir gehalten sind, kann man nicht sehen. Jedes Mal, wenn wir – meist unbewusst – glauben, frei zu sein wäre nicht möglich, bildet genau das den Käfig …

Da ist der Wunsch nach Freude, doch Freude ist unser Grundzustand, unser Name, unser Sein. Was zwischen uns und unserer Freude ist, lässt sich mit den Sinnen nicht erfahren. Jedes Mal, wenn wir – meist aus Gewohnheit – annehmen, wir hätten es ja nicht besser verdient, wird Freude verschleiert …

Die Trennung von dem, was wir wirklich wollen, sind unbewusste Annahmen. Unsichtbar, weil so gewohnt. Mächtig, weil nicht gesehen.
Bewusstsein ist kein Luxus, den man in Meditationen erlernt, um in andere Sphären zu gelangen. Es ist der Schlüssel, der die Geisterkäfige öffnet. Es begleitet unsere Schritte und hält die Öffnung aufrecht, in dem, was ist …

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There is the desire for freedom, but from what prison? One can not see the cages in which we are held. Every time we think – mostly unconsciously – that being free is not possible, that’s exactly what builds the cage …

There is the desire for joy, but joy is our ground state, our name, our being. What is between us and our joy can not be experienced with the senses. Every time we accept – mostly out of habit – that we did not deserve it better, joy is obscured …

The separation from what we really want Gold ist of unconscious assumptions. Invisible, because we are so used to. Powerful, because not seen.
Consciousness is not a luxury that one learns in meditations to reach other spheres. It is the key that opens the ghost cages. It accompanies our steps and maintains the opening to what is …

Die Werkzeuge der Götter / The tools of gods

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An der Baustelle des Lebens hantiert man mit den Werkzeugen der Götter.
Am Rand des Sichtbaren stehend bricht das „Ich“ weg wie Gerüst und Balken. Das ewig Neue öffnet seine Tore …

Mit Denken und Wollen geht hier gar nichts mehr. Nur offen sein und werken mit dem, was ist. Sich innerlich erhebend, die ersten Schritte übend, wie ein Schloss auf zwei Beinen …

Die eigene, vertraute Form wie ein Segel einholend, ihre Anwesenheit zelebrierend. In der Kühle des Morgens die Werkzeuge der Götter bereitend dem vertrauend und zu mögen, was man tut …

Stillleben4 detail

At the construction site of life one deals with the tools of the gods.
Standing on the edge of the visible, the „I“ breaks away like scaffolding and beams. The eternally new opens its doors …

Thinking and wanting doesn’t work here. Just being open and working with what is. Rising inwardly, practicing the first steps, like a castle on two legs …

Retrieving one’s own familiar form like a sail, celebrating its presence. In the cool of the morning preparing the tools of the gods to trust in and to like what one does …

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