Einfach machen! / Just do it!

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Wenn man kreative Prozesse einfach startet, beginnt bereits ein Dialog. Man braucht das nicht vorher zu Ende denken. Der erste Schritt, der sich gut anfühlt, reicht allemal …

Im Tun kommt alles zusammen, wie Worte zwischen Liebenden. Es gibt gar nichts, das falsch laufen könnte, weil kreative Prozesse total integrativ sind, schließen sie nichts aus …

Selbst Rückschläge helfen uns, genauer hinzusehen, wem oder was wir wirklich dienen. Gerade wenn wir nicht mehr weiter wissen, bringen sie uns damit nur an den Rand unserer bisherigen Erfahrungen und öffnen dadurch Raum für revolutionäres Neues …

Etwas in uns erwacht, etwas Großes, es legt sanft einen Finger auf die Lippen der plappernden Gedanken, füllt den Raum mit fragloser Präsenz und setzt die Segel der Sinne …

When you simply start creative processes, a dialogue begins. You do not need to think about that before. It is enough to make the first step which feels good …

In doing everything comes together, like words between lovers. There is nothing that could go wrong, because creative processes are totally integrative, they do not exclude …

Even setbacks help us look more closely at whom or what we really serve. Even when we do not know what to do anymore, this brings us to the edge of our previous experience and opens up space for something revolutionary new …

Something awakens in us, something big, it gently puts a finger on the lips of babbling thoughts, fills the space with unquestionable presence and sets the sails of the senses …

Stiller Morgen / Silent morning

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Seiner/ihrer Intuition zu folgen, ist manchmal ein hartes Brot. Die menschliche Gesellschaft wird wohl noch eine Weile ihre angstvollen Werte grimmig verteidigen. Intuition, Bewusstsein und Synchronizität stehen wohl noch lange nicht auf ihren Fahnen …

Voll beschämend, wie wir mit Tieren umgehen. Unglaublich, wie unsere Zivilisation an ihren primitivsten Gesetzen festhält. Sie glaubt immer noch an den alten Wahnsinn: Ich und die Anderen …

Doch die neue Kultur ist nicht aufzuhalten. Die Evolution setzt schon zum neuen Sprung an. Das Feinste, das bereits in uns gegoren wird – dessen Stimme noch kaum wahrnehmbar ist – wird seinen Weg aus den Herzen in die Münder und Hände finden …

Following ones intuition is sometimes a tough thing. For quiet a while, human society will grimly defend its fearful values. Intuition, consciousness and synchronicity are far from being on their flags …

It is completely shameful how we deal with animals. Unbelievable how our civilization adheres to its most primitive laws. She still believes in the old madness: me and the others …

But the new culture is unstoppable. Evolution is already preparing her new jump. The finest, which is already fermenting in us – whose voice is barely perceptible – will find its way from the hearts into the mouths and hands …

Stilles Gesicht / Silent face

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Die Gesichter werden im Alltag ständig verzerrt. Die politische Situation malt Abscheu und Revolution auf ihre Züge. Angesichts des Zustandes unserer Gesellschaft, in der lebendige Werte zunehmend getilgt werden, verhärten sie sich. Und der Druck, den wir uns selbst auferledigen – es doch schaffen zu müssen – verkrampft die Gesichter noch zusätzlich und lässt Ausdrücke von Schuld und Angst zurück …

Unsere ursprünglichen Gesichter sind verschwunden, Gesichter, die nicht nur diese verzerrenden Emotionen widerspiegeln, sondern profunde Gefühle der Anwesenheit, der Verbundenheit und des Staunens …

Wie ist das erste Gesicht, mit dem wir der Welt begegnet sind? Mit welchem Ausdruck haben wir das erste Mal auf ein anderes Wesen reagiert? Wie sieht unser erstes Gesicht aus, an das wir uns erinnern können? Kann es auch jetzt hier sein?

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Faces are constantly distorted in everyday life. The political situation paints disgust and revolution on its features. Given the state of our society, in which living values ​​are increasingly eradicated, faces harden. And the pressure that we take on ourselves to make it, cramps our faces even further and leave expressions of guilt and fear …

Our original faces are gone, faces that reflect not only these distorting emotions, but profound feelings of presence, connectedness and amazement …

What was the first face with which we encountered the world? Which expression was there when we first time saw another being? How does our first face look like that we can remember? Can it be here now?

Stille Synchronizität / Silent synchronicity

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„Es ist Zeit, der Konsensrealität zu misstrauen.“

Charles Eisenstein

Ein kreativer Akt hat etwas damit zu tun, dass man sich sichtbar macht, sich zeigt, in einem Moment der Offenheit, denn man weiß nicht, was auf einem zu kommt, man arbeitet an der Grenze, an der das Neue immigriert …

Hier ist die Chance ein Wow zu ernten groß, zu erleben, dass sich etwas fügt, etwas, dass man nicht getan hat, etwas, dass in einer Art Kommunikation geschieht, Synchronizität. Charles Eisenstein: „Synchronizität sagt uns, dass wir nicht alles tun müssen, sondern Teil einer größeren Intelligenz sind. Sie heilt uns von der Wunde der Trennung, von dem Misstrauen, das sagt, wir wären allein in einem blinden Universum und was wir nicht machen, wird nicht geschehen“ …

Synchronizität ist der Antipode zu Zweifel. Sie erlaubt uns, nicht dauernd engagiert auf ein Ziel zu steuern, sondern auch mal langsam zu gehen, staunend über die Felder zu streunen. Vertrauen ermöglicht uns, den Kopf zu rasten, einfach zu sein und der Welt und sich selbst Raum zu schenken …

„Synchronicity tells us, that we do not have to do everything.“

Charles Eisenstein

A creative act has something to do with making oneself visible, showing oneself to the world, in a moment of openness, because one does not know what approaches, one works on the border where the new immigrates …

Here you have the fair chance to reap a wow, to experience something that fits, something that you have not done, something that happens in a kind of communication, synchronicity. Charles Eisenstein: „Synchronicity tells us that we do not have to do everything, but are part of a greater intelligence. It heals us from the wound of separation, from the mistrust that says we are alone in a blind universe and what we do not do will not happen“ …

Synchronicity is the antipode to doubt. It allows us not to be constantly committed to a goal, but also to walk slowly, to stroll in amazement over the fields. Trust allows us to rest our head, to simply be and to give space to the world and yourself …

Outside the box

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Jedes Mal, wenn man damit aufhört, seine Welt zu bauen, mit automatischen Kommentaren und Wünschen im Kopf, um irgendwo hinzugelangen, öffnet sich eine neue Goldmine …

Jedes Mal, wenn wir unsere Zelte unter dem inneren Firmament aufschlagen und als Nomaden durch das Formlose reisen, erkennen wir unsere wirkliche Heimat wieder …

Im Raum zwischen 2 Atemzügen sagte der Kosmos, aus dem alles begann, „Ich“ und gebar sich damit in eine neue Dimension, in millionen Teilen, die alle „Ich“ sagen und das Glühen der wirbelnden Sterne in sich tragen …

Every time you stop building your world, with automatic comments and wishes in your mind to get somewhere, a new gold mine opens …

Every time we set up our tents under the inner firmament and travel as nomads through the formless, we recognize our real home again …

In the space between 2 breaths, the cosmos that started it all saying „I,“ giving birth to a new dimension, in millions, that all say „I“ and carry within the glow of the swirling stars …

Stille Herausforderungen / Silent challenges

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Was, wenn die Dinge im Leben, die man endlich erledigt haben muss, bevor man glücklich sein kann, gerade die Dinge sind, die für das bisherige Glück verantwortlich waren?

Was, wenn die Umstände, die man endlich los werden will, um es besser zu haben, vielleicht das größte Geschenk sind?

Wenn man endlich Sicherheit hätte! Doch was, wenn gerade die Unsicherheit uns frisch hält und die Sicherheit uns in Schlaf hüllen würde?

Wenn man endlich die nötige Anerkennung bekommen würde!
Doch was, wenn gerade die Anonymität ein einzigartiges Klima darstellt, in dem wir leichter das Echte finden und Anerkennung nur das Ego stärken würde?

Wenn ich nur endlich Ruhe hätte und diese Herausforderungen aufhören würden!
Doch was, wenn gerade sie für den idealen Druck und die richtige Temperatur sorgen, damit etwas ganz Feines in uns gekocht wird?

Wenn man die Unbequemlichkeit aushält, die Felder des Unwohlseins überquert, die Mauern des Zweifels hinter sich lässt, mit Angst und Unzulänglichkeit Frieden schließt, sieht man, das nichts fehlt und kann dem, was ist, in Dankbarkeit begegnen …

What if the things in life that you finally have to manage before you can be happy are just the things that were responsible for your happiness so far?

What if the circumstances that you finally want to get rid of to do better are perhaps the greatest gift?

If you finally had security! But what if just the uncertainty keeps us fresh and the security would wrap us in sleep?

If you finally got the necessary recognition!
But what if anonymity is a unique climate in which we find the real thing easier and recognition would only strengthen the ego?

If only peace had finally come and these challenges would stop!
But what if they provide the ideal pressure and temperature to cook something very fine in us?

When you endure discomfort, cross the fields of inconvenience, leave behind the walls of doubt, make peace with fear and inadequacy, you see that nothing is missing and you atgratefully acknowledge what is …

Stiller Dialog / Silent dialogue

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Ich glaub ja, das Spiel zwischen Männer und Frauen wurde nur deshalb erfunden, weil das Leben immer wieder so gern Liebeslieder hört. Leben liebt Dialog …

Unser Erleben ist üblicherweise verwischt, irgendwie neblig, unvollkommen, weil wir meist nur einen Teil von uns leben, der den anderen Teil sucht. Vertrieben aus dem Paradies müssen wir irgendwie klarkommen …

Öffnet sich der Mensch für seine innewohnende Dimension, wie auch immer man sie nennen mag und beide finden zueinander, wird das Erleben komplett. Man erkennt es, an der Wohltat, die entsteht, wenn nichts mehr fehlt. Das, was ist, bildet einen Raum, der in sich erfüllend ist, wie ein Liebeslied …

I believe the game between men and women was invented only because life loves to hear love songs again and again. Life loves dialogue …

Our experience is usually blurred, somehow foggy, imperfect, because we mostly live only one part of us which is looking for the other part. Thrown out of paradise we have to get along somehow …

If man opens up to his inherent dimension, however one may call it, and the both find each other, experience becomes complete. One is able to tell it by the benefit that arises when nothing is missing. That which is, forms a space that is in itself fulfilling, like a love song …

Lieber Mäzen / Dear Patron

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Wieder eine Nacht im Atelier, in letzter Zeit vergehen die Stunden wie im Rausch, schreiben, zeichnen, Entwürfe machen, wie ein durchgeknallter Magier Informationen als allen möglichen Dimensionen sammeln, destillieren, in Form bringen …

Alles aus mir raushauen, der Briant ist ganz da draußen, nichts zurückhalten, nichts braucht mehr drinnen zu sein. Malen ohne Ziel, weil dass die einzige Art ist, mit diesen inspirierten, abenteuerlustigen Nervenenden umzugehen. Und das Tun im Moment, von Herzen zu mögen …

Ein Bild entsteht, nach und nach wird klar, was sich hier gestalten will: eine eigenartige Szene, ein alter verlassener Schlafsaal, in dem noch die Träume eines Flüchtlings hängen.
Lieber Mäzen, mit deiner Hilfe gehe ich ganz rein in die Mystik, und wenn ich zurückkomme, bringe ich Geschenke in beiden Händen …

Ich weiß nicht, ob es sich dabei um Kunst handelt und um ehrlich zu sein, ist mir das auch egal. Aber ich weiß, dass ich mich selbst nicht besser verwenden konnte, als den Träumen der Flüchtlinge – in einer universellen, zeitlosen Sprache – die nötige Würdigung zu schenken …

Another night in the studio, lately the hours have passed as if being in ecstasy, writing, drawing, drafting, like a crazy magician gathering information from all sorts of dimensions, distilling them, bring them in shape …

Bring everything out of me, all of Briant is out there, nothing holding back, nothing needs to be inside anymore. Painting without a goal because that’s the only way to deal with these inspired, adventurous nerve endings. And liking from the heart what I am doing at the moment …

A picture emerges, gradually it becomes clear what is going to happen here: a strange scene, an old abandoned dormitory, in which the dreams of a refugee are still hanging around.
Dear patron, with your help, I go straight into the mystery, and when I come back, I bring gifts in both hands …

I do not know if this is art and to be honest I do not care. But I know that I could not use myself better than giving the necessary recognition to the refugees‘ dreams – in a universal, timeless language …

Stille Einladung / Silent invitation

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Immer wieder mal, wenn man sich zu sehr in den Kommentaren im Kopf verstrickt wiederfindet, empfiehlt es sich in den Raum zu tauchen, aus dem die Gedanken kommen. Der Raum, der nichts weiß und doch voller Intelligenz ist. Der Raum, der sich nicht bewegt, aber doch voller Tanz ist. Der Raum, der absolut still ist und doch voller Lieder …

Offenheit bereitet das neue Feld. Deine Offenheit verbindet sich mit der Offenheit des Raums und Synchronizität entsteht. Alles kommt zusammen im Tun, man kann das nicht vorher denken …

Du musst überhaupt nichts wissen und nichts können. Hör nicht auf die Kommentare im Kopf, alles, was du tust, ist absolut richtig, egal wie du es machst …

Again and again, if one finds oneself too much entangled in the comments in the head, it is advisable to dive into the space from which the thoughts come. The space that knows nothing and yet is full of intelligence. The space that does not move but is full of dance. The space, which is absolutely quiet and yet full of songs …

Openness prepares the new field. Your openness combines with the openness of space and synchronicity arises. Everything comes together in action, you can not think that beforehand …

You do not have to know anything and you do not need to be able to do something. Do not listen to the comments in your head, everything you do is absolutely right, no matter how you do it …

Die Seele feiert immer / The soul always celebrates

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Unsere Gesellschaft steht vor einem längst überfälligen Entwicklungsschritt. So schmerzhaft es auch ist, müssen wir uns von lieb gewordenen Riten verabschieden, wir können nicht mehr länger alles Lebendige ausbeuten und dem Geldgott opfern. Wir müssen uns erinnern, was wir wirklich brauchen, statt es in tausend Ersatzhandlungen zu suchen, die uns zu des Geldgottes gierigen Priestern machen …

Wenn das Ganze ein Märchen wäre, dann verehren wir gerade die böse Stiefmutter und es wird Zeit uns dem Aschenputtel zuzuwenden und somit ihm und uns zu wahrem Glanz zu verhelfen. Die Welt braucht uns jetzt verankert in unserer Natürlichkeit, anwesend und dem vertrauend, von dem wir tief drin wissen, dass es wahr ist …

Unser wirkliches Sein kennt Vergangenheit und Zukunft nicht, es lebt einzig in der überwältigenden Tatsache, das es existiert. Wer einmal die Köstlichkeit des wirklichen Selbst erfahren hat, wurde von ihr entwaffnet. Da gibt es kein zurück mehr, all die grellen Tricks des falschen Gottes können nie mehr wirklich verführen, zu offensichtlich ist ihr unechter Tand …

Nur das Echte in uns kann dem Echten in der Welt begegnen. Unser wahres Selbst/die Seele feiert immer, egal ob Regen oder Sonnenschein, sie liebt zu leben, zu erfahren. Nichts im Bereich der Vorstellung, der Sehnsucht oder der Fähigkeiten des Verstandes kommt auch nur annähernd gleich, weil sie vollständig ist, keine Bestätigung braucht. Ihre unbedingte Bedingungslosigkeit, ihr unerschütterliches Ja, ihre kindliche Leidenschaft überzeugen in der Sekunde …

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Our society is facing a long overdue step of development. As painful as it may seem, we have to say goodbye to our beloved rites, we can no longer exploit and sacrifice everything alive to the god of money. We need to remember what we really need, instead of looking for it in a thousand substitute acts that make us the greedy priests of those gods …

If the whole thing would be a fairy tale, then we are worshiping the wicked stepmother and it is time to turn to Cinderella and thus help her and us to truly shine. The world now needs us anchored in our naturalness, present and trusting that which rings true deep inside …

Our real being does not know past or future, it lives only in the overwhelming fact that it exists. Anyone who has ever experienced the delicacy of the real self has been disarmed by it. There’s no turning back, all the dazzling tricks of the false gods can never really seduce you, too obvious is their fake trumpery …

Only the real in us can meet the real in the world. Our true self, the soul, always celebrates, no matter if there is rain or sunshine, it loves to live, to experience. Nothing in the realm of imagination, longing, or the faculties of the mind comes even close to that, because it is complete, needs no confirmation. Her unconditional unconditionality, her unshakeable yes, her childlike passion convinces in the second …