Spieglein, Spieglein an der Wand / Mirror Mirror on the wall

 

 

001

Fotos: Renée Kellner

Durch die Mauer der Trennung sieht man die Magie der Dinge nicht mehr. Der psychologische Verstand – der alte Schmuggler und Schwarzmarkthändler – kreiert durch das Gefühl der Trennung, den Verlust von etwas Wesentlichen und beginnt dann auch gleich damit ein Problem zu entwickeln und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Er leitet die Suche an und vertieft damit den Glauben, das, wonach wir uns sehnen, sei nicht da …

Wenn die Wand zum Spiegel wird, enthüllt dieser das ausgefuchste Spiel, indem er all die unbewussten Geschäfte des Denkens NICHT zeigt. Er zeigt nicht Wünsche und Wollen, er zeigt nicht, was fehlt, nicht, was falsch läuft, nichts, was im Weg ist, keine religiösen oder politischen Parolen, nichts auf das man warten müsste und nichts, was man glaubt, noch suchen zu müssen …

Wenn die Wand zum Spiegel wird, zeigt dieser nur, was wirklich hier ist. Er zeigt das vergessene Gesicht, bringt alles hierher zurück, was ausgelagert wurde. Was auch immer man performt, reflektiert er, ohne zu werten. Auch wenn man alle Manipulationstricks mit ihm versucht, hilft er bloß, durch sein Spiegeln, zu erkennen. Der Weltenspiegel hat keine Agenda, er spiegelt alles gleich gern …

Wenn die Wand zum Spiegel wird, entsteht im Spiegeln Stille – das freundliche Nichts. Obwohl der Spiegel, außer zu reflektieren, nichts tut, verändert sich dadurch alles. Durch das Erkennen lösen sich die inneren Haltegriffe und erste, freie Schritte sind wohlwollend möglich …

Der Spiegel ist riesig, die Einladung der Stille enorm. Hier geht es nicht um nachgeordnete Ziele wie im Denken, sondern um das direkte Atmen von Sternenstaub, um den freien Moment, um die Gnade der Auslöschung der Verwunschenheit allen Ernstes eine bestimmte Person sein zu müssen …

002

Through the wall of separation one can no longer see the magic of things anymore. The psychological mind – the old smuggler and black market trader – creates through the illusion of separation, the feeling of loss of something essential and then immediately starts to develop a problem and try to find solutions. He initiates a search and deepens through that the belief that what we long for is not here …

When the wall becomes a mirror, it reveals the leery game by NOT showing all the unconscious business of thinking. The mirror does not show wishes and wills, he does not show what is missing, not what goes wrong, nothing that gets in the way, no religious or political slogans, nothing to wait for and nothing to look for …

When the wall becomes a mirror, it only shows what is really here. He shows the forgotten face, brings everything back here, what was outsourced. Whatever one performs, he reflects without judging. Even if you try all the manipulation tricks with him, he only helps to recognize by his mirroring. The World Mirror has no agenda, he likes to reflect everything …

When the wall becomes a mirror, silence arises in the mirroring – the friendly nothingness. Although the mirror does nothing but reflect, everything changes. By recognizing the inner grips are loosening and first, free steps are benevolent possible …

The mirror is huge, the invitation of silence enormous. This is not about subordinate goals as in thinking, but about the direct breathing of stardust, about the free moment, about the grace of extinguishing the spell to be a certain person in all seriousness …

Advertisements

Your best friend

003

Fotos: Renée Kellner

Es ist, als wäre man zu zweit: zwei Personen, die ineinander verwoben sind. Die eine Person ist eigentlich keine Person, eher eine Wesenheit, sie hat nur wage Umrisse und ist dennoch das einzig Wirkliche weit und breit, der Grund, aus dem die Dinge sind. Sie lebt verborgen in offener Sicht. Wird gesucht, obwohl sie das Allgegenwärtigste ist, wird mystifiziert, obwohl sie das Normalste ist. Sie ist der beste Freund, nimmt unbedingt Teil und verbirgt doch ihre Wunder vor aller Augen …

Die andere Person, mit und zu der man heranwächst, hat einen Namen und eine kontinuierliche Geschichte, mit der man sich üblicherweise identifiziert und sagt: Das bin ich. Das sieht über weite Strecken so real aus, man käme nicht auf die Idee, das anzuzweifeln. Dennoch fehlt dieser Person etwas. Obwohl sie scheinbar so wirklich ist, hält sie keiner genauen Untersuchung stand, ist gestrickt aus Gedankenfäden und braucht ein enormes Maß an Anstrengung, um über die Runden zu kommen. Weil sie eigentlich so wenig real ist, braucht sie ständig Bestätigung, möchte sie Anerkennung und Bedeutung, um zumindest das Gefühl zu haben, jemand zu sein …

Die eine Person, der beste Freund ist der anderen Person näher als der Atem, er führt ihre Hand und flüstert in ihr Ohr. Obwohl er von der anderen Person übersehen, vergessen und ignoriert wird, kennt er doch ihre Sehnsucht und ist immer offen und bereit …

Die andere Person glaubt immer irgendwohin zu müssen, glaubt immer, etwas müsse anders sein. Die eine Person ist schon da und alles darf sein, wie es ist …

Die andere Person sucht immer etwas, will immer etwas, das nicht hier ist. Sie sucht in Wahrheit die eine Person, den besten Freund …

Die beiden treffen sich an der Spiegelfläche, hier lädt der beste Freund die andere Person zum Rendezvous ein. Und er ist ein guter Verführer: er kennt seine Tricks, er macht alles genauso wie die andere Person – jede ihrer Handlungen, jedes noch so winzige Detail – vollführt sie jedoch in Liebe, Freude und Freiheit. Wer kann da schon widerstehen? Der anderen Person bleibt nur mehr Hingabe …

001

 

It’s like two persons living in one: together intertwined.
The one person is actually not a person, more a being, it has only vague outlines and yet is the real deal, the cause of things. It lives hidden in open view. It is sought, though being the most omnipresent, is mystified even though it is the most normal. It is the best friend, it takes totally part and yet hides its miracles in front of all eyes …

The other person is the one with whom you grow up with, which has a name and a certain history and  you usually identify with it and say: That’s me. This looks so real over long distances, you would not have the idea to doubt it. Nevertheless, this person is missing something. Although it seems so real, it does not stand up to any inquiry, it is knit with thought threads, and needs a tremendous amount of effort to make ends meet. Because it is so unreal, it always needs confirmation, wants recognition and meaning, to feel that it at least is somebody …

The one person, the best friend is closer to the other person than the breath, it takes its hand and whispers in its ear. Although it is overlooked, forgotten and ignored by the other person, it knows its longing and is always open and ready …

The other person always believes it has to go somewhere, believes something should be different. The best friend is already here and everything may be as it is …

The other person is always looking for something, always wants something that is not here. Essentially it is looking for the one person, the best friend …

The two meet at the mirror surface, here the best friend invites the other person to a rendezvous. And it is a good seducer: it knows its tricks, it does everything the same way as the other person – each of its actions, every minute detail – executes them in love, joy and freedom. Who could resist that? There is nothing else for the other person but to surrender …

002

Ataraxia

IMG_6232SW

„Es ist Zeit die Konsensrealität zu missachten.“

Charles Eisenstein

Offenheit brennt dir Löcher in den Teppich deines Egos. In der Öffnung hältst du die Stange der Stille hoch inmitten der Schlachtfelder der Konditionierung, selbst wenn Furien nach dir schnappen. In jedem Moment von Offenheit atmest du mit den Gestirnen, auch wenn die alten Stimmen wie Sirenen schreien im trockenen Wald …

Egal welche Klammer dich hält und welche Stricke dich binden, in der Öffnung lösen sie sich. Egal welche Geschichten dir die ausgefuchsten Fischhändler, Priester und Politiker in die Ohren blasen, in jedem Augenblick von Stille wird dein Spiegel klarer …

Immer wenn du die Türen öffnest und den Wachposten der Stille betrittst, gewinnt das Abenteuer über die Knechtschaft. Egal wie erschöpft du bist und wie sehr du von quälenden Trugbildern verfolgt wirst, jedes Mal, in deiner offenen, stillen Präsenz bekommt das Unaussprechliche deinen ganz besonderen, frechen Blick …

IMG_6229SW

„It’s time to disregard consensus reality.“
Charles Eisenstein

Openness burns holes in your ego’s carpet. In the opening you hold the pole of silence high in the midst of battlefields of conditioning, even when furies snap at you. In every moment of openness you breathe with the stars, even if the old voices scream like sirens in the dry forest …

No matter which brackets hold you and which ropes bind you, they dissolve in the opening. No matter what stories the sleeky fishmongers, priests and politicians blow in your ears, in every moment of silence your mirror becomes clearer …

Whenever you open the doors and enter the Sentinel of Silence, adventure wins over bondage. No matter how exhausted you are and how much you are persecuted by tormenting illusions, every time, in your open, silent presence, the inexpressible gets your very special, cheeky look …

IMG_6222SW

Liebende / Lovers

 

20170505_082424 (2)-1-1

Wenn die individuelle Persönlichkeit ein tiefes Ja hin zum Universum verspürt, heißt das nicht unbedingt gleich, dass dieses Ja erwidert wird. Manchmal braucht es schon ein bisschen werben. Es hilft, wenn die Person entschlossen, offen und bereit ist, doch selbst dann bleibt der/die Geliebte oftmals stumm …

Die Stille wird groß und rein, wie nur was und du weißt, du kannst hier nichts erzwingen, nichts manipulieren, der/die Geliebte ist absolut frei. Du gibst alles, was du bist, hast nur mehr einen Wunsch, stehst am Rande deines Abgrunds …

Es hilft, wenn du deine ganze Aufmerksamkeit richtest, so freundlich wie möglich. Wenn du bereit bist, für immer vor der Tür zu stehen mit Blumen in der Hand, merkst du irgendwann, ihr seid schon längst im selben Raum, wart niemals getrennt, ihr seid schon längst intim. Du wanderst schon ewig im Hochzeitsgewand mit deinem Ja auf den Lippen …

Parallel Landscape 9

If the individual personality feels a deep yes towards the universe, it does not necessarily mean that this yes is reciprocated. Sometimes it takes a bit of wooing. It helps if the person is determined, open and avaliable, but even then the beloved often remains silent …

The silence becomes huge and pure, you can not force or manipulate anything here, the beloved is absolutely free. You give everything you are, you just have but one desire, standing on the edge of your abyss …

It helps if you direct your whole attention, as friendly as possible. When you’re ready to stand in front of her door forever with flowers in your hand, you’ll eventually realize you are already in the same room together, never been separated, you’re already intimate. You’ve been walking since the beginning of time in your wedding robe with a yes on your lips …

Parallel Landscape 12

 

Gesichter der Stille / Silent faces

 Nyx, Eos, Buddha

Wann ist ein Gesicht still? Wir alle kennen unser wahres Gesicht, nicht mal Darth Vader hat es ganz vergessen. Und doch verwischt es immer wieder. Wir denken, wir brauchen dringend etwas, das nicht hier ist und schon spüren wir unser Gesicht nicht mehr. Wir denken, wir müssten etwas sein, das wir nicht schon sind, und verlieren es. Wir denken, wir wären nicht o.k., wir denken …

Hören wir auf zu denken, ist unser Gesicht wieder klar. Es war immer hier, als wir noch Kinder waren, sogar bevor uns etwas in den Geburtskanal geschupst hat. Dein wahres Gesicht ist auch jetzt hier, im Zentrum des Wirbelsturms, mitten im Lärm der Welt, es braucht keine Fähigkeiten, um es zu entdecken, keine Anstrengung …

Ihm wurde nie ein Haar gekrümmt, es hat nie seine Unschuld verloren, es gibt niemand, an dessen Grund es nicht glitzert. Dein stilles Gesicht wartet geduldig auf deine Zuwendung, es wertet nicht und ist stets bereit sich in dich zu verlieben …

Nyx, Buddha, Eos

When is a face silent? We all know our true face, not even Darth Vader forgot it. And yet it blurs again and again. We think, we urgently need something that is not here and we can not feel our face anymore. We think we have to be someone we are not and lose it. We think we are not o.k., we think …

If we stop thinking, our face is clear again. It was always here, when we were kids, even before something blew us into the birth canal. Your true face is here now, in the center of the hurricane, in the middle of the noise of the world, it does not need any skills to discover it, no effort …

It has never got twisted a hair, it has never lost its innocence, there is no one in whose ground it does not sparkle. Your quiet face waits patiently for your attention, it does not judge you and is always ready to fall in love with you …

 

Festliche Stille / Festive silence

IMG_20170710_091635_622

 

Überlässt man sich der Stille, ist es, als würde man mit Wirklichkeit gefüllt. Ganz von selbst wurden die Händler aus dem Tempel vertrieben und frischer, unkonditionierter Raum ist allgegenwärtig …

Keine persönliche Geschichte mehr, kein Drama. Was dich jetzt ausfüllt, ist unberührt, wie eine weite Landschaft mit frisch gefallenem Schnee. Noch nie hatte das Füllhorn der Stille dieselben Inhalte wie in diesem Moment und war doch immer hier, bereit zu schenken …

Obwohl noch Reste von Anstrengung durch deinen inneren Raum wehen, wird das, woraus du wirklich bestehst, immer manifester. Wohin du auch schaust, Zweifel oder Probleme wirst du hier nicht finden. Der Stille wohnt die Glut der Freude inne. Ihr Festsaal ist hell und der silberne Wirt bringt seinen besten Wein. Du machst dich ein weiteres Mal auf sie zu kennen, ihr quellender Wind blüht auf deiner Haut und Jubel nährt deine Sinne …

IMG_20170710_065833_418
If you commit yourself to silence, it’s like being filled with realness. Quite naturally the merchants were expelled from the temple and fresh, unconditioned space is omnipresent …

No more personal story, no drama. What fills you in now, is untouched, like a wide landscape with freshly fallen snow. The cornucopia of silence has never had the same content as in this moment yet it has always been here, ready to give …

Although there are still some remains of effort blowing through your inner space, what you really are becomes more and more manifest. Wherever you look, you will not find doubt or problems here. The glow of joy dwells in silence. Her ballroom is bright and the silver host brings his best wine. You get to know her once more, her swelling wind blooms on your skin and jubilation nourishes your senses …

IMG_20170709_123438_495

 

 

Heilig Abend / Christmas Eve

P1030429 (2)

Trotz geschwollenem Knöchel, beleidigtem Magen und viel zu schweren Koffer lande ich am 24.12. abends gut in Wien. Noch immer trunken und selig von dem Kunstabenteuer in Marokko taumle ich am Heiligen Abend in die Arme meiner lieben Familie …

Weihnachten hat bei uns immer so einen leichten Irrenhausbeigeschmack. Die Hälfte der Teilnehmenden möchte nicht mehr leben, die einen wollen singen, die anderen nicht. Jemand wird plötzlich total müde und muss schnell nach Hause, vorher sollten aber noch die Geschenke verteilt werden, es sind aber noch gar nicht alle Gäste gekommen. Einer telefoniert die ganze Zeit am Balkon vor lauter Liebeskummer und die Königin des Familiensystems ist überfordert, weil sie einfach Weihnachten feiern möchte, zumindest halbwegs so, wie es sein sollte. Noch dazu haben wir über die Feiertage immer eine neue noch nicht eingeschulte 24- Stundenbetreuung für unsere Tochter …

Der Tochter geht es natürlich nicht gut in dem Chaos und sie beschwert sich lautstark. Sie hat kräftige Lungen und eine große Seele. Die Fähigkeiten, die Menschen scheinbar selbstverständlich im Heranwachsen entwickeln, konnte sie noch nicht lernen, auf ihrer nun schon 14-jährigen Erdenreise …

Die Königin des Familiensystems flieht in das Atelier, sie musste während meines einmonatigen Kunstabenteuers in Marokko alleine standhalten, und jetzt ist es genug.

Ich gehe mit der Tochter in ihr Zimmer, damit sie sich beruhigen kann. Die neue 24-Stundenbetreuung, eine fast nur ungarisch sprechende Dame, folgt uns. Sie versucht mir zu erklären, wie schwierig es sein muss, ein behindertes Kind zu haben und bricht dabei immer wieder in Tränen aus, während die Tochter immer noch am Schreien ist …

P1030435 (2)

Ich schlage der ungarischen, sehr herzlichen Dame vor, ein bisschen was für sich zu tun, ein kleiner Weihnachtsspaziergang vielleicht? Sie nimmt unter Zögern an und ich bin mit der Tochter allein. Es ist wunderbar still und sie beruhigt sich, rollt sich zusammen mit ihren superbiegsamen Gliedern, meine Hand ruht auf ihren Rücken. Und da ist wieder diese Verbindung: Es ist, als würden wir in eine parallele Landschaft sinken, die viel weiter, stiller und einfacher als die gewohnte Welt ist.

Hier ist sie völlig unversehrt, hier gibt es nichts, das nicht komplett wäre. Sie sieht mich nicht direkt an und dennoch fließen wir im selben Strom. Die Tochter hat mir diese stille Landschaft gezeigt, diesen Ort, an dem nichts fehlt und alles mehr als ganz ist. Da ist so viel Dankbarkeit. Heilig Abend.

P1030441 (2)

Despite a swollen ankle, an offended stomach and too heavy suitcases, I land well in the evening of 24.12. in Vienna. Still drunk and blessed by the art adventure in Morocco I stagger on Christmas Eve in the arms of my dear family …

Christmas always has a slight whimsical taste with us. Half of the participants do not want to live anymore, some want to sing, others do not. Someone suddenly gets really tired and has to go home quickly, but before that the gifts should be distributed, but not all the guests have arrived yet. On the balcony someone talks the whole time via cell phone to his beloved about his sheer heartache and the queen of the family system is overwhelmed because she just want to celebrate Christmas, at least halfway as it should be. In addition, we have over the holidays always a new, not yet trained, 24-hour care for our daughter …

The daughter of course does not feel well in the mess and she complains loudly. She has strong lungs and a big soul. On her 14-year earthly journey she has not yet been able to learn the skills that people seem to develop as a matter of course …

The queen of the family system flees to the studio, she had to stand alone during my month-long art adventure in Morocco, and now it’s enough.
I’m going with the daughter to her room so she can calm down. The new 24-hour care, a Hungarian-speaking lady, follows us and tries to explain how difficult it must be to have a disabled child, and starts crying every now and then while the daughter is still screaming …

P1030433 (2)

I suggest to the Hungarian, very cordial lady to do something for herself, a little Christmas walk perhaps? She accepts hesitantly and I’m alone with the daughter. It is wonderfully quiet and she calms down, rolls herself with her supple limbs, my hand resting on her back. And there’s that connection again: it’s like sinking into a parallel landscape that’s much farther, quieter, and simpler than the familiar world.
Here she is unbroken, there is nothing that would not be complete. She does not look at me directly and yet we are flowing in the same stream. The daughter has shown me this quiet landscape, this place where nothing is missing and everything is more than whole. There is so much gratitude. Christmas Eve …

P1030427 (2)