DEM HIMMEL SO NAH 4/ SO CLOSE TO HEAVEN 4

Manchmal fühlt es sich an, als würde man durch einen Shitstorm waten, als würden gezielt Steine auf einem geworfen, aus schierer Boshaftigkeit, als hätte sich alles gegen einen verschworen. Man könnte sich ja geschlagen geben, aber man kann sich genauso gut auch fluchend und drohend dem Sturm stellen …

Manchmal gibt es kaum etwas Erfüllenderes als zu sein, wie man ist, auch wenn das so gar nicht korrekt ist. Die planende Vorstellung davon, wer und wie man sein soll, trifft auf die ko(s)mische Performance der eigenen Natur und ist vom Glanz dessen imperfekter Perfektion augenblicklich entwaffnet …

Jenseits von richtig oder falsch ist die Wirklichkeit zu finden und nichts außer ihr kann einen jemals erfüllen. Jenseits von gut und böse rotiert ein etwas angeschlagener Planet auf seiner Bahn. Jenseits von Licht und Dunkel geht man auf dem Strom von Gehölz, alten Blättern, Nadeln und Farben auf feuchtem Herbstwegen, als würde man mit alten Freunden wandern …

Sometimes it feels as if you’re wading through a shitstorm, as if stones are being thrown at you deliberately, out of sheer spite, as if everything has conspired against you. You could admit defeat, but you might as well face the storm cursing and threatening….

Sometimes there is hardly anything more fulfilling than to be as one is, even if that is not at all correct. The planning idea of who and how one should be meets the co(s)mical performance of one’s own nature and is instantly disarmed by the glamor of its imperfect perfection …

Beyond right or wrong, reality is to be found and nothing but it can ever fulfill one. Beyond good and evil, a somewhat battered planet rotates in its orbit. Beyond light and dark, one walks on the stream of copse, old leaves, needles and colors on wet autumn paths as if hiking with old friends …

HEart-CULTURE

Wenn das Leben überwiegend vom Verstand her organisiert wird, kann man von einer Gesellschaft sprechen. Die Gesellschaft ist von Angst geprägt. Wenn man ihre Natur verstehen will, fragt man besser nicht die Menschen, die von ihr gefördert werden, sondern diejenigen, die von ihr unterdrückt werden …

Die Gesellschaft fürchtet Authentizität. Und doch gibt es kaum etwas Kraftvolleres, als seine wahre Natur zu leben. Es gibt viele Arten und Weisen sein*ihr Leben zu leben. Auf dem Weg zur eigenen Authentizität braucht es oft Widerstand zur allgemeingültigen Norm einer Gesellschaft …

Doch dieser Widerstand muss sich nicht im Kampf äußern. Freundlichkeit und Freude sind der überzeugendste Weg, zu sich zu stehen. Es entsteht eine neue Art von Sicherheit, wenn so gelebt wird. Eine Sicherheit, die nicht aus Angst, sondern aus Freude besteht. Wenn viele nicht nur vom Verstand, sondern auch vom Herzen her leben, kann man von einer Kultur sprechen …

When life is organized predominantly from the mind, we can speak of a society. Society is characterized by fear. If you want to understand its nature, it is better not to ask the people who are promoted by it, but those who are oppressed by it …

Society fears authenticity. And yet there is hardly anything more powerful than living one’s true nature. There are many ways to live your life. On the way to one’s own authenticity it often needs resistance to the generally accepted norm of a society …

But this resistance does not have to express itself in a fight. Kindness and joy are the most convincing way to stand by oneself. A new kind of safety emerges when people live in this way. A safety that is not made of fear, but of joy. When many live not only from the mind but also from the heart, one can speak of a culture …

VERSCHWÖRUNGSTHEORIE / CONSPIRACY THEORY

Sollte es einem nicht stutzig machen, warum IMMER Gedanken da sind? Warum darf da keine Lücke entstehen? Selbst wenn man schon sehr erschöpft ist, kommentiert der Verstand irgendetwas, selbst die Tatsache, dass diese Kommentare nervig und anstrengend sind, wird verschleiert …

Und selbst wenn man mal zufällig still wird, wirft der Verstand ein Stöckchen in die Büsche und es geht wieder los und fühlt sich sehr wichtig an. Was wird denn da um jeden Preis verhindert? Fällt es noch immer nicht auf, warum man immer zu kurz denkt und dann sehr bald unsicher oder gar ängstlich wird? Der Verstand denkt Sachen niemals wirklich zu Ende, denn auch das würde enttarnen …

Und warum sind wir so bemüht, alles richtig zu machen, was würde passieren, wenn wir es falsch machen? Was wird da gehütet? Ist das alles Zufall? Ich denke nicht! Gedankenkontrolle? Sind das Programmierungen einer höher entwickelten Spezies? Vom Planeten Zorg? Illuminati? Oder wirken die Mikrochips von Bill Gates bereits? Oder vielleicht müssen wir einfach nur unsere Unschuld erkennen, die darin besteht, dass wir uns die Gedanken nicht aussuchen können …

Shouldn’t it make you wonder why there are ALWAYS thoughts? Why can’t there be a gap? Even if one is already very exhausted, the mind doesn’t stop commenting, even the fact that these comments are annoying and exhausting is veiled …

And even if you happen to get quiet, the mind throws a stick in the bushes and it starts again and feels very important. What is prevented there at any price? Is it still not noticeable why one always thinks too briefly and then becomes uncertain very soon or even anxious? The mind never really thinks things through to the end, because that would also unmask …

And why are we so anxious to do everything right, what would happen if we did it wrong? What is being guarded? Is it all by chance? I think not! Mind control? Is this programming from a more advanced species? From the planet Zorg? Illuminati? Or do the microchips of Bill Gates already work? Or maybe we just need to realize our innocence, which is that we can’t choose our thoughts

VON MINOTAUREN UND GEDANKENWASSER / OF MINOTAURS AND THE WATER OF THOUGHTS

Der Verstand weiß nichts von Freiheit, er stampft wie ein blinder Minotaurus im Labyrinth, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht. Er versteht nichts von der Liebesgeschichte zwischen kleinem und großen Ich …

Es ist schon ein schräger Moment, wenn man als Künstler entdeckt, dass das ja alles von selbst läuft. Man braucht sich keine Sorgen machen, es kann gar nicht schiefgehen, wo sollte es denn auch hingehen?

Einfach auftauchen, aus dem Gedankenwasser und einfach da sein. Es gibt nichts Besseres und nichts Wichtigeres zu tun. Wirklich nichts, niemals …

The mind knows nothing of freedom, it stomps like a blind minotaur in the labyrinth when it comes to the really important things. It doesn’t understand anything about the love story between the small and the big I …

It’s a weird moment when you discover as an artist that it’s all going on by itself. You don’t have to worry, it can’t go wrong at all, where could it go?

Just emerge, out of the water of thoughts and just be there. There is nothing better and nothing more important to do. Really nothing, never …

DEM HIMMEL SO NAH 3 / SO CLOSE TO HEAVEN 3

Bei kreativen Prozessen geht es einfach darum anzufangen, denn der Weg entsteht beim Gehen. Man kann davon ausgehen, dass es unmöglich ist, dabei etwas falsch machen zu können. Es genügt eine kleine Idee oder ein Impuls und ausreichend Sehnsucht nach dem Raum der Gestaltung …

Und da verbringt der*die Künstler*in viele Stunden meist allein an der Quelle und folgt den Eingebungen, verwirft und beginnt erneut. Er*sie berührt die Haut des Unmöglichen und findet – mit der Gunst der Musen – etwas, dass bis in andere Dimensionen leuchtet, etwas Seelisches, etwas, dass sich bisher noch nicht zu zeigen gewagt hat …

Die alten Schleier weggewischt und darunter die neue Wirklichkeit ausgepackt. Nicht ganz neu, eigentlich mehr eine Erinnerung und doch ganz neu, weil sich noch niemand so daran erinnern konnte. Zum Beispiel sehen wir in echt gar nicht so aus, wie es uns Spiegel weismachen wollen, sondern eher so  wie Modigliani uns gemalt hätte …

Creative processes are simply about getting started, because the path is created as you go. One can assume that it is impossible to do anything wrong in the process. All it takes is a small idea or an impulse and enough desire for the space of creation …

And there the artist spends many hours mostly alone at the source and follows the inspirations, discards and begins again. He*she touches the skin of the impossible and finds – with the favor of the muses – something that shines into other dimensions, something soulful, something that has not yet dared to show itself …

The old veils are wiped away and under them the new reality is unpacked. Not quite new, actually more a memory and yet quite new, because no one could remember it like that before. For example, in real life we don’t look at all like mirrors would have us believe, but rather like Modigliani would have painted us …

A STAR IS BORN

‚Im Leben geht es vor allem darum, dass man bei Windstärke eins nicht gleich umfällt. Um viel mehr geht es nicht.‘
Janosch

Wir sind dazu gemacht, um zu blühen. Die äußeren Umstände scheinen sich jedoch immer wieder dagegen zu entscheiden. Wir werden immer wieder ignoriert, angefeindet oder sonst irgendwie vom Leben ausgebremst …

Von klein auf haben wir Wege gelernt, wie wir damit umgehen. Manche kämpfen, andere stellen sich tot oder fliehen. Voll spannend ist allerdings eine neue Variante, die die automatisierten Reaktionsmuster verlässt und einen bewussten Weg einschlägt …

Bleibt man anwesend und erlaubt sanft und freundlich was gerade im Inneren abgeht, entdeckt man die Möglichkeit dennoch zu blühen. Der Mut, dem Wind standzuhalten, wird mit der Blüte belohnt, die sich trotz aller Umstände erfüllen will, koste es, was es wolle …

‚In life, the main thing is that you don’t fall over right away at wind force one. It’s not about much else.‘
Janosch

We are made to bloom. However, external circumstances always seem to decide against it. We are repeatedly ignored, antagonized, or otherwise thwarted by life …

From an early age, we have learned ways to deal with this. Some fight, others play dead or flee. Full of excitement, however, is a new variation that leaves the automated reaction patterns and takes a conscious path …

If you stay present and allow gently and kindly what is going on inside, you discover the possibility to bloom nevertheless. The courage to withstand the wind is rewarded with the blossom that wants to fulfill itself despite all circumstances, no matter what the cost …

WENN DER HUT BRENNT / WHEN THE HAT IS ON FIRE

Die menschliche Ausgangssituation ist ja schon vertrackt: Einst sahen wir die Möglichkeit, aus der Einheit in eine individuelle, unabhängige einzelne Persönlichkeit zu mutieren. Da war scheinbar etwas Besseres zu erwarten als das Gewohnte. Abenteuerlustig wie wir sind, haben wir das sofort in Anspruch genommen …

Nach einer Weile vergaßen wir sogar, woher wir kamen, obwohl sicher Einzelne bemerkten, dass sie den Weg zurück nicht mehr fanden und sich auf die Suche machten.
Diejenigen, die sich fast nicht mehr erinnerten, richteten sich ihr Leben in der abgetrennten Persönlichkeit so gemütlich ein, wie sie konnten, freilich für den Preis auch sich selbst verlassen zu haben …

Die Verflachung echten Erlebens, die große Abwesenheit, das Leid der vielen, die meinen nicht genug zu sein, treibt manche an, auf die Suche zu gehen. Dabei geht es gar nicht um ein verklärtes verlorenes Paradies, es geht  um den Schmerz der fehlenden Verbindung, nicht mehr erfrischt zu sein vom Wasser als einem lebendigen Wesen, die Stimme der Ahnen nicht mehr zu hören, in einer Welt zu leben zu müssen, die stumm und taub geschaltet wurde, um sie besser konsumieren zu können …

Also geht die individuelle Persönlichkeit weiter und weiß, sie muss schmelzen, zurück in die Arme der Gestirne, aus der Wunde in die Würde schmelzen. Schmelzen wie das Eis in den Herzen …

The human starting situation is already tricky: Once we saw the possibility to mutate from the unity into an individual, independent single personality. Apparently, something better than the usual was to be expected. Adventurous as we are, we immediately claimed it …

After a while, we even forgot where we came from, although certainly individuals noticed that they could not find their way back and started searching.
Those who almost didn’t remember, arranged their life in the separated personality as comfortably as they could, admittedly for the price of having also left themselves …

The flattening of real experience, the great absence, the suffering of the many who think they are not enough, drives some to go in search. It is not at all about a transfigured lost paradise, it is about the pain of the missing connection, of no longer being refreshed by the water as a living being, of no longer hearing the voice of the ancestors, of having to live in a world that has been muted and deafened in order to better consume it …

So the individual personality goes on knowing it must melt, back into the arms of the stars, melting from the wound into dignity. Melt like the ice in the hearts …

DURCHBRUCH / BREAK THROUGH

Der menschliche Körper ist schon ein Phänomen. Allein das autonome Nervensystem! Meistens bemerkt man es gar nicht, all die Kommunikation und Balance, die da ständig aufrecht erhalten wird. Ganz von selbst. Nur wenn wir nervös werden, merken wir es dann vibrieren all die kleinen Enden. Oder gar, wenn eine Bedrohung auftaucht! Dann sind sie regelrecht alarmiert und nicht mehr zu übersehen …

Wenn das Nervensystem die Bedrohung wittert, stellt es die Haare auf und langsam wird es auch für die Persönlichkeit ungemütlich. Man greift auf gewisse ablenkende oder betäubende Maßnahmen zurück, während das Nervensystem die Weichen für Angriffs, Flucht oder Immobilitätsmechanismen stellt …

Der Verstand versucht die Lage zu stabilisieren und zu kontrollieren, durchforstet die Datenbank nach vergangenen Strategien – die nur leider kein Leben mehr haben – was alles noch anstrengender macht und insgeheim weiß man auch, dass man sich darauf nicht verlassen kann. Auch das passiert von selbst wie ein seit langen eingespieltes Getriebe …

Erst wenn die Persönlichkeit erwacht und sieht, was geschieht, gerät der Vorgang ins Stocken. Entscheidet sich die Persönlichkeit dafür trotz Bedrohung nicht mehr die alten Muster zu bedienen, passiert das Unerwartete, die Persönlichkeit bricht aus und muss nichts mehr kontrollieren, sondern agiert wie von selbst in Verbundenheit …

Solange man in der Komfortzone bleibt, wird zwar das Nervensystem nicht gefordert und somit das Unangenehme vermieden, doch die moderaten, automatischen Abläufe machen mit der Zeit unlebendig. Kein Vergleich zu den frischen, fließenden, federnden Bewegungen nach dem Durchbruch …

The human body is a phenomenon. The autonomic nervous system alone! Most of the time you don’t even notice it, all the communication and balance that is constantly maintained there. All by itself. Only when we get nervous do we notice it, then all the little ends vibrate. Or even when a threat appears! Then they are downright alarmed and can no longer be overlooked …

When the nervous system smells the threat, it becomes uncomfortable even for the personality. One resorts to certain distracting or numbing measures while the nervous system sets the course for attack, flight or immobility mechanisms …

The mind tries to stabilize and control the situation, searches the database for past strategies – which unfortunately have no life anymore – which makes everything even more exhausting and secretly you also know that you can’t rely on it. This also happens on its own like a long-rehearsed gearing mechanism …

Only when the personality awakes and sees what is happening, the process comes to a standstill. If the personality decides to no longer use the old patterns despite the threat, the unexpected happens, the personality breaks out and no longer has to control anything, but acts in connectedness by itself …

As long as one remains in the comfort zone, the nervous system is not challenged and thus the unpleasant is avoided, but the moderate, automatic processes make one unalive over time. No comparison to the fresh, flowing, springy movements after the breakthrough …

DEM HIMMEL SO NAH / SO CLOSE TO HEAVEN

‚… die Linie ist dem Geistigen am nächsten, als das immateriellste Medium überhaupt.‘ Werner Busch

Die Linie ist direktes Ausdrucksmittel des Seins. Eine Art Sprache, die auf nichts darüber hinaus verweist, sondern selbst direkter Ausdruck bleibt, sich traumhaft an Gegenständliches erinnert, doch hauptsächlich den Moment feiert …

Wenn der*die Maler*in sich der Illusion verweigert, malt sich die Linie selbst und betrachtet sich in dessen Augen wie in einem Spiegel. Der*die Maler*in ist der Raum, in dem das Dargestellte von ihm*ihr gesehen werden will …

Zu Beginn ist diese Begegnung vielleicht scheu, weil sie sehr wirklich ist – wie direktes Erleben – als würde man unter lauter Masken mit seinem wahren Gesicht erscheinen. Doch schon bald übernimmt die Begeisterung, die Hüllen fallen und es geht zur Sache …

‚… the line is closest to the spiritual, as the most immaterial medium of all.‘ Werner Busch

The line is a direct expression of being. A kind of language that refers to nothing beyond, but remains direct expression, dreamlike reminiscent of the representational, but mainly celebrates the moment …

When the painter refuses the illusion, the line paints itself and sees itself in the eyes of the painter as in a mirror. The painter is the space in which the represented wants to be seen …

At the beginning, this encounter is perhaps shy, because it is very real – like direct experience – as if one would appear under lots of masks with his true face. But already the enthusiasm takes over, the covers fall and it goes to the point …

MODUS OPERANDI

Menschen verfügen hauptsächlich über zwei verschiedene Handlungsweisen, entweder die Steuerung geht vom Verstand aus oder von der Lebendigkeit des gesamten Systems. Früher waren diese beiden Modi Operandi wohl in Wechselwirkung tätig, jetzt sieht es so aus, als hätte der Verstand weitgehend die Nase vorn …

Man sieht es bereits am Gangbild. Geht die Steuerung vom Verstand aus, ist eine gewisse Anspannung und Unruhe bemerkbar, die sich vor allem im Kiefer und Nackenbereich bemerkbar macht, jedoch auch den ganzen Körper irgendwie panzert. Wechselt man in den Modus der Lebendigkeit, weitet sich der Raum, weil diese auch über den persönlichen Körper hinausgeht …

Warum die Steuerung aus dem Verstand in unserer Gesellschaft so dominant erscheint, ist eigentlich ein Missverständnis. Man nimmt unbewusst an, die eigene Identität wäre das Produkt der konditionierten Gedankentätigkeit, und erst wenn einem das auffällt, beginnt man zu begreifen, dass man eigentlich das ist, dem es auffällt …

Die Intelligenz des Lebens ist allgegenwärtig und doch verborgen in offener Sicht. Kaum etwas ist so nahe und gleichzeitig so fern. Nichts wird so leicht übersehen wie der Raum der Mysterien. Doch manch Eine*r vernimmt den kaum wahrnehmbaren Duft von Jubel und Ekstase mit dem sich die Sterne unterhalten, lässt die Kontrolle gehen und überlässt sich dem Strömen der Lebendigkeit …

Humans have mainly two different modes of action, either the control comes from the mind or from the liveliness of the whole system. In former times these two modi operandi were probably active in interaction, now it looks as if the mind is largely ahead …

You can already see it in the gait pattern. If the control starts from the mind, a certain tension and restlessness is noticeable, which is especially noticeable in the jaw and neck area, but also somehow armors the whole body. If one changes to the mode of aliveness, the space widens, because this also goes beyond the personal body …

Why the control from the mind seems so dominant in our society is actually a misunderstanding. One unconsciously assumes that one’s identity is the product of conditioned thought activity, and it is only when one notices this that one begins to realize that one is actually the one who notices …

The intelligence of life is omnipresent and yet hidden in plain sight. Hardly anything is so near and at the same time so far. Nothing is so easily overlooked as the space of mysteries. But some people hear the barely perceptible scent of jubilation and ecstasy with which the stars converse, lets go of control and deliver oneself to the flow of liveliness …