DER ALTE BAUCHLADENHÄNDLER / THE OLD BELLY SHOP SALESMAN

“Wisdom consists in doing the next thing you have to do, doing it with your whole heart, and finding delight in doing it.”
― Meister Eckhart

Man hat so viele Angebote frei zu sein. Ständig taucht von irgendwo her der alte Bauchladenverkäufer auf und hält einem die Freiheit direkt vor die Nase. Manchmal schnuppert man daran, ist verlockt von ihrem Duft …

Doch etwas geschieht ein Zurückziehen, als würde man irgendetwas Altes verraten, wenn man dem Duft folgt, als könnte man lieb gewordene Gewohnheiten nicht im Stich lassen. Der Vogelkäfig wurde zum zu Hause …

Freiheit bedeutet gar nicht so sehr von etwas wegzukommen, als ganz zu etwas hinzukommen. Freiheit ist nicht für die Halbherzigen. Es geht darum, sich in das Nächstbeste tief einzulassen. Wie ein Schneepflug die Piste von Unwesentlichen freizuräumen …

Als wäre man dem Schlaf entrissen, ganz nahe lauschend, am weißglühenden Grund, wo jedes Wollen das Licht verbirgt, ganz nahe, ganz drinnen in die Hausschuhe der Dinge schlüpfend …

You have so many offers to be free. Constantly, the old belly s⁷hop salesman appears from somewhere and holds freedom right in front of your nose. Sometimes you sniff at it, are tempted by its scent …

But something happens, a retreating, as if one would betray something old if one follows the scent, as if one could not abandon habits that had become dear. The birdcage became home …

Freedom is not so much getting away from something as getting completely to something. Freedom is not for the half-hearted. It’s about getting deeply involved in the next best thing. Like a snowplow, to clear the slope of non-essentials …

As if one were snatched from sleep, listening very close, at the white-hot bottom, where every wanting hides the light, very close, slipping inside into the mules of things …

THE CALLING 4

Wir kommen ja von der Weite und werden irgendwann wieder dahin zurückkehren. Üblicherweise deute ich gern auf die Dimension der Weite hin, noch während wir uns der Enge der psychologischen Person aufhalten. Zum einen, weil die Enge manchmal erdrückend werden kann. Zum anderen, damit wir weniger garstig zu uns selbst und unseren Mitgeschöpfen sind,  wenn wir unsere wahre Natur kennen …

Doch diesmal möchte ich über die umgekehrte Sehnsucht schreiben, über die Sehnsucht der Weite, das Menschsein zu kosten. Über dessen Genießen der Sinne. Über die einfachen Freuden, wie schmecken und Leidenschaft oder den hohen Vergnügen, wie etwas zu verwirklichen oder zu lieben.
Das Schwierige daran ist, dass man in der Person vergisst, wo man herkommt, man verstrickt sich so leicht in der Welt der 1000 Möglichkeiten …

Mit dem Erinnern an die Tatsache der Existenz flammt wieder die Gewissheit auf, dass man bereits zu Hause ist, sowohl in der Weite wie auch in der Form, an die das Leben heranbrandet in Wellen und an einem hochspringt wie ein Hund, der begrüßen möchte …

After all, we come from the vastness and will eventually return to it. Usually I like to point to the dimension of vastness while we are still in the confines of the psychological person. On the one hand, because the narrowness can sometimes become oppressive. On the other hand, so that we are less nasty to ourselves and to our fellow creatures when we know our true nature …

But this time I want to write about the opposite longing, about the longing of vastness, to taste being human. About its enjoyment of the senses. About the simple pleasures, like tasting and passion or the high pleasures, like realizing or loving something.
The difficult thing is that in the person you forget where you come from, you get so easily entangled in the world of 1000 possibilities …

With the remembrance of the fact of existence flares up again the certainty that one is already at home, both in the vastness and in the form to which life rushes in waves and jumps up at you like a dog that wants to greet …

Journey to Beauty

Beim Malen muss man ausprobieren. Man hat ja keine Ahnung, woher die eigene Sprache kommt, welches Gesicht sie hat. Man muss alles ausprobieren, die Verinnerlichungen der Natur, den Dämonen in der Ecke, einfach alles, was sich tief ins Herz gegraben hat, ohne Wenn und Aber und ohne warum …

Wie will man sonst sein*ihr Wesen kennenlernen? Die Wesen lieben es, sich auszudrücken, ihre Sprache zu finden. Malen ist intelligente Kommunikation mit dem Essentiellen. ES ist genauso an der Unterhaltung interessiert, lässt sich in die Karten blicken, zeigt ein bisschen Bein …

Es ist, als ob man mit einem sprechenden Spiegel arbeitet. (Ist Leben nicht in jedem Fall wie ein sprechender Spiegel?) Man probiert aus und er sagt, jaaa, oder sorry, das war es nicht. Er verlangt schon etwas, will dein Bestes sehen, will an deiner Reise zur Schönheit teilhaben …

When painting you have to try out. You have no idea where your own language comes from, what face it has. You have to try everything, the internalizations of nature, the demon in the corner, simply everything that has dug deep into the heart, without ifs and buts and without why …

How else will you get to know your being? The beings love to express themselves, to find their language. Painting is intelligent communication with the essential. IT is just as interested in the conversation, wishes to show its hand, show a little leg …

It’s like working with a talking mirror. (Isn’t life like a talking mirror in every case?) You try out and it says, yeah, or sorry, that wasn’t it. It already demands something, wants to see your best, wants to participate in your journey to beauty …

HAPPY NEW YEAR!

4.35 31.12.2020 Vollmond in der letzten Nacht eines voll besonderen Jahres

Wenn man aus dem Denken aussteigt und in die direkte Erfahrung dessen wechselt, was ist, wenn man nichts mehr weiß und nichts will, dann ist man zeitlos und erlebt die Welt wie ein Indianer wie ein Eingeborener.
Das, was ist, rieselt durch einem – ohne Anstrengung – wie Regen …

Wenn das, was ist, ungestört seine Zelte aufschlagen kann und seine Feuer entzündet. Wenn man wie ein Wächter darauf achtet, dass sich dieses Wesentliche in Freiheit entwickeln darf. Wenn die Verstandespolizei nicht gegen das Zigeunerlager der Seele vorgeht, sondern es schützt …

Wenn sich die Nacht, die inneren Farben, der Atem, das Denken und alles mischen mit der Perfektion einer Glühbirne, die ihr Licht verteilt. Wenn man die Stille einfängt, als würde man Laub zusammenkehren. Wenn man geht, als würde man auf den im Beton verborgenen Diamanten laufen …

4.35 31.12.2020 Full moon on the last night of a fully special year

When one gets out of thinking and changes into the direct experience of what is, when one knows nothing more and wants nothing, then one is timeless and experiences the world like a native.
That which is trickles through one – without effort – like rain …

When that which is can pitch its tents undisturbed and light its fires. When one watches, like a guardian, that this essential is allowed to develop in freedom. When the mind police does not act against the gypsy camp of the soul, but protects it …

When the night, the inner colors, the breath, the thinking and everything mix with the perfection of a light bulb that spreads its light. When you catch the silence as if you were sweeping leaves. When you hike as if you were walking on the diamonds hidden in the concrete …

DIE OHNMACHT DER PERSÖNLICHKEIT / THE POWERLESSNESS OF PERSONALITY

Im Wesentlichen hat die Persönlichkeit – das Ego – keine Macht. Dinge geschehen einfach wie das Wetter, daran kann man nicht wirklich etwas verändern. Wenn man dieser Ohnmacht als schlechte Nachricht begreift, ist das ganz schön frustrierend …

Sobald man die gute Nachricht darin hört,  beginnt etwas in einem sich zu entspannen, rollt sich zusammen wie eine Katze vor dem Ofen: Der ewige Kampf mit der Welt hört auf,  wenn man zutiefst erkennt, dass die Ströme des Seins in einer spielerischen Perfektion wirken, außerhalb der Reichweite des Egos …

Natürlich kann man sein*ihr ganzes Potenzial nutzen, Träume verfolgen und sein*ihr Bestes tun. Doch der Kampf muss nicht sein. Erst im Loslassen dessen, was man unbedingt so haben will, öffnet sich kreative Lebensgestaltung, eine Kommunikation beginnt, lauschen und handeln. Wenn wir mit dem übereinstimmen, was ist, breitet sich Frieden aus und später Freude, als wären die Wege im Inneren freigeräumt …

In essence, the personality – the ego – has no power. Things just happen like the weather, you can’t really change that. When you understand this powerlessness as bad news, it’s quite frustrating …

As soon as you hear the good news in it, something in you starts to relax, curl up like a cat in front of the stove: the eternal struggle with the world stops, when you deeply realize that the streams of being work in a playful perfection, beyond the reach of the ego …

Of course, one can use his*her full potential, pursue dreams and do his*her best. But the struggle does not have to be. Only in letting go of what one absolutely wants to have so, creativity happens, communication begins, listening and acting. When we agree with what is, peace spreads and later joy, as if the paths inside were cleared …

THE CALLING 3

‚Niemand kann zwei Herren dienen.‘
Matthaeus 6:24

Im Spiel des Lebens hat sich ein anderes Spiel entwickelt. Leben an sich war zu heiß,  zu direkt, zu wenig kontrollierbar, zu unsicher, also haben sich mentale Schutzschilde zwischen dem Eigentlichen und dem Persönlichen gebildet. Von diesen abgeschirmt lebt man in einer konzeptuellen Welt. Man bewundert das direkte Erleben der Kinder und Eingeborenen, wähnt sich jedoch selbst lieber in einer Interpretation der Welt – vermeintlich sicher – auch für den Preis der Lebendigkeit …

Die zögernden Versuche des Verstandes, Leben zu imitieren, befriedigen gar nicht angesichts des Glanzes des Echten. Etwas in einem kennt zwar nicht die Lösung, aber doch die Wahrheit. Es gilt aus diesem unbewussten Spiel aufzutauchen und seine*ihre Position einzunehmen in der Sprache der Dinge, der Sterne und Farben …

Der eigene Weg ist eingeschrieben – wie mit Licht – in die Herzen aller Wesen und Dinge. Er wird durch die Verstrickungen der Welt verschüttet, verschwindet jedoch nie ganz. Es braucht die klare Absicht dem Spiel der Täuschungen zu entsagen und sich ganz dem inneren Kompass anzuvertrauen, um sich selbst zurück zu gewinnen …

‚No one can serve two masters.‘
Matthew 6:24

In the game of life, a different game has evolved. Life itself has been too hot, too direct, too uncontrollable, too uncertain, so mental shields have formed between the actual and the personal. Shielded, one lives in a conceptual world. One admires the direct experience of children and natives, but prefers to imagine oneself in an interpretation of the world – supposedly safe – even at the price of liveliness …

The hesitant attempts of the mind to imitate life do not satisfy at all in the face of the splendor of the real. Something in one does not know the solution, but nevertheless the truth. It is necessary to emerge from this unconscious game and to take one’s position in the language of things, stars and colors …

The own way is inscribed – as with light – in the hearts of all beings and things. It is buried by the entanglements of the world, but never disappears completely. It needs the clear intention to renounce the game of deceptions and to entrust oneself completely to the inner compass to win back oneself …

THE CALLING 2

Als Ego – als eine vom Ganzen abgetrennte Persönlichkeit- kann man nicht in die Einheit, egal wie man es anstellt. Wenn man jedoch zu dem wird, was allen Wesen gemeinsam ist, dieses ‚Ich bin‘ entsteht sofort Verbundenheit …

Ohne die ungeheure Anstrengung des Egos – welches mit allen Mitteln versucht, die Trennung aufrecht zu erhalten – würde die eigene Existenz ganz von selber der Anziehung in die Einheit folgen, es wäre einfach das natürlichste …

In jedem Moment ist also die Wahl, wohin die Reise geht: in das Spiel der Persönlichkeit mit all dem Wollen und Wünschen etwas zu sein oder in das Reich des ‚Ich bin‘, welches alles und nichts ist, zeitlos anwesend, jenseits der Sinne knisternd vor Potenzial an keine Form gebunden und doch allem zugrunde liegend …

As an ego – as a personality separated from the whole – one cannot enter into unity, no matter how one tries it. However, when one becomes that which is common to all beings, this ‚I am‘, connectedness immediately arises….

Without the enormous effort of the ego – which tries with all means to maintain the separation – one’s own existence would follow the attraction into oneness all by itself, it would simply be the most natural thing …

So in every moment there is the choice where the journey goes: into the play of personality with all the wanting and wishing to be something or into the realm of ‚I am‘, which is everything and nothing, timelessly present, beyond the senses crackling with potential not bound to any form and yet underlying everything …

DER KUNSTTHERAPEUTISCHE IMPFSTOFF / THE ART THERAPY VACCINE

Wir freuen uns, am Beginn 2021 den neuen kunsttherapeutischen Impfstoff KTI auf den Markt bringen zu können. Anders als die beiden auf RNA basierenden Impfstoffe muss KTI nicht auf die – etwas veraltete Methode – der Injektion in den Körper gebracht werden …

KTI überträgt sich mittels der Begeisterungswelle EW direkt in die Zelle, die die KTI-Information sofort dankbar kopiert und an benachbarte Zellen weiterleitet. Seit den Höhlenmalereien hat die Kunst ihre heilsame Wirkung durch alle Zeiten hindurch bewiesen, sie ist also wirklich ausreichend erprobt …

KTI hat den Vorteil, dass er durch jedes künstlerische Medium in den Körper eingebracht werden kann. Egal, ob sie ein Musikstück hören, ein Bild betrachten oder Zeuge eines wegweisenden Tanzes sind, sie spüren sofort selbst, wenn es ihnen unter die Haut geht und die BW ihre Zellen zum Applaudieren bringt …

Die so gestärkten Zellen lassen sich nun weder von Viren noch von möglichen Menschenrechtsverletzungen beeindrucken, sie bemalen den Zellkern und stellen sich tanzend der Bedrohung. KTI ist in Bild- oder Skulpturform ab sofort im Atelier Briant Rokyta zu beziehen oder auch einfach selbst herzustellen …

We are excited to launch the new art therapy vaccine, ATV, at the beginning of 2021. Unlike the two RNA-based vaccines, ATV does not need to be delivered to the body by the – somewhat outdated – method of injection …

ATV transmits itself by means of enthusiasm wave EW directly into the cells, which immediately gratefully copy the ATV information and pass it on to neighboring cells. Since the cave paintings, art has proven its healing effect through all times, so it is truly sufficiently tested …

ATV has the advantage that it can be brought into the body through any artistic medium. Whether you are listening to a piece of music, looking at a painting or witnessing a groundbreaking dance, you immediately feel for yourself when it gets under your skin and EW makes your cells applaud …

The thus strengthened cells are now neither impressed by viruses nor by possible human rights violations, they paint the cell nucleus and face the threat dancing. ATV is available now in painting or sculpture form at Atelier Briant Rokyta or also easy to create by yourself …

DER WEG NACH INNEN / THE WAY INSIDE

Im Außen ist die Welt der Dinge. Ein Ding nach dem anderen und kaum Raum dazwischen. Irgendwie scheint es sehr wichtig zu sein, eine gewisse Meisterschaft im Umgang mit den Dingen zu entwickeln und ja nichts davon zu verpassen, als könnte das Überleben davon abhängen …

Die Welt der Dinge beginnt im eigenen Kopf, dort ist der Sitz ihrer Fabrik. Man selbst ist die Schnittstelle zwischen außen und innen. Beim Weg nach innen gilt es zuerst einen gewissen Widerstand zu überwinden, als würde man in ein leer stehendes, altes Haus gehen, wo doch draußen der ganze Spielplatz tobt …

Nach ein paar Schritten jedoch transformiert das alte Haus Segen dringt durch die Spalten und Ritzen und umhüllt einem wie ein Feenmantel. Jedoch seltsamerweise erst, wenn man sich ganz und gar von Kopf bis Fuß mit Haut und Haar – ohne etwas zu wollen und selbst wenn man dabei verdorren würde – dem hohen Lied verschreibt …

Outside is the world of things. One thing after the other and hardly any space in between. Somehow it seems to be very important to develop a certain mastery in dealing with things and yes not to miss any of them, as if survival could depend on it …

The world of things begins in one’s own head, there is the seat of their factory. One is the interface between outside and inside. On the way in, you first have to overcome a certain resistance, as if you were going into an empty old house, when outside the whole playground is raging …

After a few steps, however, the old house transforms blessing penetrates through the cracks and crevices and envelops you like a fairy cloak. However, strangely enough, only when you completely dedicate yourself from head to toe with skin and hair – without wanting anything and even if you would wither in the process – to the high song …

ALTE UND NEUE STIMMEN / OLD AND NEW VOICES

Konditionierte Verhaltensmuster färben unser Erleben. Sie bemächtigen sich unseres Lebens und führen es in immer wiederkehrende Schleifen und Loops. Man wacht man auf und ist schon in einer gewissen – meist bereits bekannten – Stimmung …

Alte Stimmen flüstern von bedrohlichen Szenarien und warnen davor, nur ja die sicheren Bahnen nicht zu verlassen, sie erzählen von sinnlosen Tagen und mutlosen Nächten. Doch erst, wenn man sich damit identifiziert, schnappt die Falle zu. Sobald man sie bemerkt und ihnen zum Abschied winkt, haben sie keine Macht …

Wenn die innewohnende Natur gestaltet, wirken Hände wie Vögel, die ein Nest bauen. Entscheidungen werden getroffen, da etwas entfernt, dort etwas hinzugefügt. Dafür braucht es keine Überlegungen, es geht von selbst. Es ist so befreiend, wenn die mentalen Haltestricke fallen und die eigene Natur direkt erschafft. Sie ist die immer neue Stimme, die man als die eigene erkennt …

Conditioned behavior patterns color our experience. They take over our life and lead it into recurring loops. One wakes up and is already in a certain – mostly already known – mood …

Old voices whisper about threatening scenarios and warn you not to leave the safe paths, they tell about pointless days and despondent nights. But only when you identify with them, does the trap snap shut. As soon as you notice them and wave them goodbye, they have no power …

When the inherent nature shapes, hands act like birds building a nest. Decisions are made, something is removed here, something is added there. No need to think about it, it works by itself. It is so liberating when the mental tethers fall and one’s own nature creates directly. She is the always new voice that you recognize as your own …