CORONA Diaries 32 / Real Beauty

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Ich weiß schon, wir bewerten gerne herausragende
Leistungen in Kunst und Wissenschaft, doch wirkliche Schönheit finden wir im ganz Normalen: im Mut aufzustehen und sich für einen neuen Tag zu öffnen. In den Schritten, in denen wir nicht bloß wissen, was gut für uns ist, sondern es auch tun. In der geheimen Jagd nach Lust und Erfüllung …

In der ungeheuren Stille, in der man ganz bei sich ist und doch auch jenseits davon. Wenn wir die innere Augenbinde abnehmen und den Wind sehen, der wie ein Geist in den Gebüschen stöbert.
Die wirkliche Schönheit, die entsteht, wenn man glaubt, etwas nicht zu können und es dennoch tut, mit klopfendem Herzen …

Der Moment, in dem die Stimme bricht, wenn man etwas Wichtiges sagt. Die Schönheit, zu sehen, wie uns der Schmerz aus der Beliebigkeit schält. Wenn wir einen Stift oder Pinsel zur Hand nehmen und ihm die Ehre erweisen …

Die Schönheit, wenn man sich völlig verliert, wie im Tanz. Wenn man sich voll ins Zeug legt, ohne auf ein Ergebnis zu schielen. In dem Augenblick, an dem man sich hinwendet anstatt wegzuschauen, wird klar, dass es nicht um das Gelingen geht, sondern um Schönheit …

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I know, we like to admire outstanding Achievements in art and science, but real beauty can be found in the ordinary: in the courage to get up in the morning and open up for a new day. In the steps where we not only know what is good for us, but also do it. In the secret hunt for lust and fulfilment…

In the immense silence in which we are completely with ourselves and yet also beyond. When we take off the inner blindfold and see the wind that rummages in the bushes like a ghost. The real beauty that arises when you think you can’t do something and still do it, with a beating heart …

The moment your voice breaks when you say something important. The beauty of seeing how pain peels us out of arbitrariness. When we pick up a pencil or a brush and pay our respects to pain and loss …

The beauty of losing yourself completely, like in dance. When you put your heart and soul into it without looking at the result. The moment you turn towards it instead of looking away, it becomes clear that it is not about success, but about beauty …

CORONA Diaries 31 / How to treat the New

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Wir haben deshalb so Schwierigkeiten das neue Welt/Menschenbild zu integrieren, weil wir es nicht adäquat zu behandeln wissen. Gehen wir mit dem Neuen so um, wie wir es mit dem Alten gewohnt sind, verscheuchen wir es …

Das Neue braucht von uns vor allem Offenheit, welche im Denken nicht zu finden ist. Der Verstand kennt nur Vergangenes und kann damit bloß ungewisse Möglichkeiten für die Zukunft ableiten …

So stark und schön das Neue auch sein mag, es braucht den physischen Akt, es auf die Bühne zu bitten.
Wenn wir im Tun sind und dabei offen und verfügbar bleiben, sind wir Werkzeuge des Lebens, welches durch uns das Neue zu Welt bringt. Im Tun vertrauend, bilden sich magische Augenblicke, in denen das Neue hervortritt, wie ein Tier aus dem Wald …

We have such difficulties in integrating the image of the new man or world because we do not know how to treat it adequately. If we deal with the new in the same way as we are used to the old, we scare it away …

The new needs from us above all openness, which cannot be found in thinking. The mind only knows the past and can only deduce uncertain possibilities for the future …

As strong and beautiful as the new may be, it needs the physical act of inviting it onto the stage. When we are in action and remain open and available, we are tools of life, which brings the new into the world through us. Trusting in doing, magic moments are formed in which the new emerges, like an animal out of the forest …

 

CORONA Diaries 30 / Nature Within

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Wenn durch eine globale Krise noch klarer wird, dass unsere Lebensweise des ‚Immer mehr‘, des Funktions- und Nutzdenkens den Lebensraum und uns selbst an die Wand fährt, stellt sich die Frage der Neuorientierung …

Fragt man – wie gewohnt – den rationalen, berechnenden Verstand, sind wir an der falschen Adresse. Denn der hat ja durch seine egomanische Unverbundenheit zu den Problemen geführt. Richtet man den Blick nach Innen, entwickeln sich die Antworten wie Blätter aus einem Zweig …

Wendet man sich der Kunst des Lauschens zu und erhöht dadurch die Sensibilität, werden die tiefen Quellen und ihre Verbindungen fast sichtbar. Immer deutlicher enthüllt sich die innere Natur. Gewissheiten wachsen in zarten Strömungen und Fragloses blüht im inneren Dickicht …

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When a global crisis makes it even clearer that our way of life of ‚more and more‘, of thinking in terms of profit and gain is driving our enviroment and ourselves up against the wall, the question of reorientation arises …

If one asks – as usual – the rational, calculating mind, we are at the wrong address. For it is this mind that has led to the problems through its egomaniacal disconnectedness. If you look inwards, the answers develope like leaves from a branch …

If one evolves the art of listening and thereby increases sensitivity, the deep sources and their connections become almost visible. The inner nature reveals itself ever more clearly. Certainties grow in gentle currents and the unquestionable blossoms in the inner thicket …

CORONA Diaries 29 / Being Available

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Wir waren gerade bei einer Privatführung in Arik Brauers Kunstsammlung, ist übrigens sehr zu empfehlen!
Was mir dabei aufgefallen ist: Künstler*innen haben diese innere Notwendigkeit zu malen, schreiben, tanzen, etc. und dann färben die jeweiligen Lebenserfahrungen dieses Wollen zur Kunst …

Bei Arik Brauer waren es Antisemitismus, Vertreibung und Holocaust, die er durchgelitten und mittels Kunst zu Katharsis führte.
In einer Biografie über Jackson Pollock wurde klar, dass dieser hingegen eher den heftigen Künstlertypus verkörpert hat, Existenzschmerz, Sucht, Selbstzweifel und Genialität …

Ich möchte mich da kunstgeschichtlich gar nicht dazu einreihen, mir ist nur aufgefallen, dass meine Kunst durch andere Lebensumstände geprägt ist. Sie hat sich breit aufgefächert in Zeichnung, Malerei, Bildhauerei, Performance, Schriftstellerei, Kunsttherapie und nicht zuletzt Gestaltung des eigenen Lebens. Was braucht es für ein schönes Leben?

Sein*ihr Leben in Freude und Schönheit zu verbringen, ist ein gesellschaftlich revolutionärer Akt. Es führt uns aus der Sklaverei von Funktion und Nutzdenken in die Freiheit des Seins. Kunst ist brauchbar, sie stiftet Sinn und sichert unser geistiges Überleben, sie gehört direkt ins Leben, mitten unter die Menschen …

Meine Lebensumstände haben mich zu kunsttherapeutischen Hausbesuchen geführt, wie zu künstlerische Auftragsarbeiten, Ausstellungen und Vorträgen und für was auch immer da noch entstehen mag, eins ist gewiss, es hat alles mit Kunst zu tun und ich bin ur-gerne verfügbar …

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We have just been on a private tour of Arik Brauer’s art collection, which is highly recommended! What I noticed: Artists* have this inner necessity to paint, write, dance, etc. and then the respective life experiences colour this desire for art …

With Arik Brauer it was anti-Semitism, expulsion and the Holocaust that he suffered from and led to catharsis through art. In a biography of Jackson Pollock, it became clear that he embodied this intense type of artist: pain of existence, addiction, self-doubt and genius …

I don’t want to join in with this from an art-historical point of view, I’ve just noticed that my art is influenced by other life circumstances. It has diversified widely in drawing, painting, sculpture, performance, writing, art therapy and last but not least in shaping my own life. What does it take for a beautiful life?

To spend one’s life in joy and beauty is a socially revolutionary act. It leads us out of the slavery of function and materialistic thinking and into the freedom of being. Art is useful, it provides meaning and ensures our spiritual survival, it belongs directly into life, among the people …

My life circumstances have led me to art-therapeutic home visits, as well as to artistic commissions, exhibitions and lectures, and for whatever else may arise, one thing is certain, it has everything to do with art and I like so much being available …

CORONA Diaries 28 / Black Lives Matter

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Wenn uns die Welt Grausamkeit vor Augen führt, sei es durch Rassismus, Ausbeutung von Lebensraum oder das gegenseitige Misshandeln und Verletzen, sind wir aufgerufen, den Schmerz zu fühlen …

Nicht, um sich selbstgerecht darin zu baden und auch nicht um Schuldige zu verdammen, sondern weil uns der Schmerz in den Raum führt, in dem völlig klar ist, dass diese Verhaltensweisen unakzeptabel sind …

Manchmal, schon als Kind, sieht man über den Tischrand des Alltags hinaus ins Unendliche. Als öffne sich der Raum und von überall her stürzt das Geheimnis herbei. Diese Gegenwart macht Grausamkeit unmöglich, sie entwaffnet uns …

Esther 3 Detail 2

When the world shows us cruelty, be it through racism, exploitation of living space or mutual mistreatment and injury, we are called to feel the pain …

Not to bathe in it in a self-righteous manner, nor to condemn the guilty, but because the pain leads us into a space where it is perfectly clear that such behaviour is unacceptable …

Sometimes, even as a child, you look beyond the edge of the table of everyday life into infinity. It is as if the space opens up and from everywhere the mystery comes crashing down. This presence makes cruelty impossible, it disarms us…

CORONA Diaries 27 / Bewunderung

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Verstandesbetonte Menschen stellen sich gerne sehr nüchtern und realistisch dar. Aufgeklärt lehnen sie ab, was man nicht sehen oder verstehen kann. Bei genauerer Betrachtung allerdings ist der Verstand voll Aberglauben …

Hier ist die Heimat von Wunschdenken (was wäre wenn …), Idealen (etwas sollte bereits besser, weiter, anders sein, als es ist), Schuldzuweisungen (Etwas oder jemand hat meine gegenwärtige Situation verschuldet), Vergleichen (jemand ist besser/schlechter als ich) oder unbestimmten Erwartungen (Gott, das Universum oder ‚Die da oben‘ sollen endlich etwas ändern, damit es mir besser geht). All das ist nicht real, ist Hokuspokus …

Herzzentrierte Menschen gehen mit dem um, was ist, mit der bloßen lebendigen Anwesenheit der Wesen und Dinge. Direkt, ohne Hintertürchen oder verborgenen Ebenen.
Sie bleiben offen für das Ankommende, auch wenn es nicht den Erwartungen entspricht. Sie stellen sich dem Unendlichen, nicht als Pflichtübung oder um sich abzusichern, sondern aufgrund ihrer aufrichtigen Bewunderung …

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People with a strong intellect like to present themselves very sober and realistically. Enlightened, they reject what you cannot see or understand. On closer inspection, however, the mind is full of superstition …

This is the home of wishful thinking (what if …), ideals (something should already be better, further, different than it is), blame (something or someone is to blame for my current situation), comparison (someone is better/worse than me) or vague expectations (God, the universe or ‚them up there‘ should finally change something to make me feel better). None of this is real, it’s hocus-pocus…

Heart-centered people deal with what is, with the mere living presence of beings and things. Directly, without backdoors or hidden layers. They remain open to what is coming, even if it doesn’t meet their expectations. They face the Infinite, not as a compulsory exercise or to secure themselves, but because of their sincere admiration …

 

CORONA Diaries 26 Beauty and Terror

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„Let everything happen to you
Beauty and terror
Just keep going
No feeling is final“
R. M. Rilke

Solange man sich in das Spiel der Dualität fangen lässt, schwankt man zwischen Schönheit und Schrecken, nimmt das Jeweilige persönlich und identifiziert sich damit. Nach einer Weile beginnt das zu nerven …

Der Weg aus diesem Spiel führt nicht in die Abstraktion des Verstandes, sondern mitten durch das Menschsein, durch den Körper. Durch das direkte Erleben der Dualität, das Erkennen des Phänomens, die Tatsache, dass es existiert …

Wie in einem alchemistischen Prozess erwächst aus der Reibungsenergie der Dualität etwas Neues, Feineres. Wie der Geist der erscheint, wenn man an der Lampe reibt. Etwas Nicht-Materielles erhebt sich aus der Materie, etwas – in der Sekunde – Überzeugendes, tief Vertrautes, Unabhängiges, mit klarem Blick …

Die ermatteten Grashalme der Normalität und Gewohnheit beginnen sich aufzurichten. Dein Menschsein, ungetrübt von Vergangenheit und
Konditionierung macht die ersten Schritte. Wenn vorher nur das Reagieren auf die Dualität möglich war, gibt es jetzt die Möglichkeit zu Präsenz, Spiel, Tanz und es MUSS erst mal gar nichts …

As long as one allows oneself to be caught up in the game of duality, one wavers between beauty and terror, takes the respective thing personally and identifies with it. After a while that starts to suck …

The way out of this game does not lead into the abstraction of the mind, but through the middle of being human, through the body. Through the direct experience of duality, the recognition of the phenomenon, the fact that it exists …

As in an alchemical process, something new and finer emerges from the frictional energy of duality. Like the spirit that appears when you rub the lamp. Something non-material arises from matter, something – in the second – convincing, deeply familiar, independent, with a clear view …

The weary blades of grass of normality and habit begin to straighten up. Your humanity, unclouded by the past and conditioning makes the first steps. If before only reacting to duality was possible, now there is the possibility of presence, play, dance and there MUST be nothing at all …

 

CORONA Diaries 25 / Pregnant Chair

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… und wieder wird ein armes Objekt von dem brutalen Nutzdenken unserer Zeit gerettet. Jetzt als Kunstwerk geht es ihm voolll gut! Da ist Wandlung, da sind Möglichkeiten …

Jetzt, wo er beachtet wird, erzählt der Sessel seine Geschichte: Als das Gewohnte fremd wurde. Als das alte Spiel des Entstehens und Vergehens der Formen enthüllt wurde.
Als das Alte brechen musste, als die Welt in Scherben lag. Als ihm eine scharfe, spitze Haut wuchs – aus den Trümmern der Zeit – die inneren Prozesse schützend …

Als klar wurde, dass keine Form nur für sich steht und im Tanz der scharfen Atome die Verwobenheit der Dinge, Szenen und Zeiten sichtbar wurde. Als das Alltagsobjekt das Mystische berührt, als sich seine Form zu verändern begann, fast als würde sie sich an mancher Stelle verpuppen, als er Sinnbild wurde, für die Möglichkeit der Transformation bis hin zu etwas bisher Unvorstellbaren …

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…and again a poor object is saved from the brutal utilitarianism of our time. Now as a work of art it is doing reeaally well! There is transformation, there are possibilities …

Now that it is noticed, the chair tells its story: When the familiar became alien. When the old game of the emergence and decay of forms was revealed …

When the old had to break, when the world lay in ruins. When a sharp, pointed skin grew out of the ruins of time, protecting the inner processes …

When it became clear that no form stands alone and that in the dance of the sharp atoms the interweaving of things, scenes and times became visible. When the everyday object touches the mystical, when its form begins to change, almost as if it would pupate at some places, when it becomes a symbol for the possibility of transformation up to something previously unimagined …

CORONA Diaries 24 / The Revolution with closed Eyes

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Ego ist Wollen. Es ist wie ein Geist, der in den alten Gemäuern der Konditionierung wohnt. In diesen Gemäuern wandelnd, reagiert man auf Geschehnisse aus seinen*ihren alten Mustern heraus …

Die Landschaft, die das Gemäuer umgibt, ist weit, ja grenzenlos, voll Möglichkeiten. Hier ist dein immer neues Land. Hier siehst du wirklich hin, antwortest aus deiner Kraft und Schönheit und die Geschehnisse entspannen sich in die Weite …

Wollen, recht haben wollen, treibt uns in die alten Gemäuer.
Ego ist im Verstand, das neue Land im Herzen. Du erkennst es daran, weil du erkennst, das Licht ist an, selbst bei geschlossenen Augen. Wobei es nicht darum geht, etwas aufrechtzuerhalten, oder hinzubekommen, sondern um das Mögen und Genießen der Reise, dann gelingt es ganz von selbst. Es liegt an uns, wohin wir uns wenden, wo wir zu Hause sein möchten, an jedem neuen Tag …

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Ego is wanting. It is like a ghost dwelling within the ancient walls of conditioning. Walking within these walls, you react to events out of your old patterns …

The landscape that surrounds the walls is wide, even boundless, full of possibilities. Here is your ever new land. Here you really look, respond with your power and beauty and the events relax into the vastness …

Wanting, wanting to be right, drives us into the old walls. Ego is in the mind, the new country in the heart. You recognize it because you recognize. The light is on, even with closed eyes. It’s not a matter of maintaining or achieving something, but of liking and enjoying the journey, then it will succeed all by itself. It is up to us where we turn, where we want to be at home, on each new day …

 

CORONA Diaries 23 / Weltbilder und Social Media

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„We all are just walking each other home“
Ram Dass

Da der denkende Verstand eine Art Bio-Computer ist, erkennt er die Welt über bisher angesammelte Daten, die das Überleben sichern sollen und berechnet: Wie kommt man am besten von A nach B? Welche Konzepte sind am effizientesten? Dieses mechanische Weltbild, das hauptsächlich auf Konkurrenz basiert, hat sich überlebt …

Wir stehen an der Schwelle eines neuen Weltbildes, in dem man die Dinge weniger materiell sieht, sondern phänomenologisch. Man begegnet der wunderbaren Idee, die der materiellen Welt innewohnt …

Das neue Weltbild gleicht mehr einem Miteinander, einem kooperativen Tanz, in dem Kreativität, Erkennen und das konstante Auftauchen von Neuem zentral sind, davon ausgehend, dass alles miteinander in Beziehung steht. Jedes Atom in unserem Körper war zuerst Teil unserer Planetenheimat. Menschliche Gene und Neurotransmitter findet man fast identisch in allen möglichen Lebensformen. Wir sind ein Phänomen, Teil eines 4 Billionen Jahre alten lebendigen Wesens, das gerade hier sitzt und Social Media schaut …

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„We all are just walking each other home“

Ram Dass

Since the thinking mind is a kind of bio-computer, it recognizes and calculates the world by means of previously accumulated data, which are supposed to ensure survival: What’s the best way to get from A to B? Which concepts are the most efficient? This mechanical world view, which is mainly based on competition, have become redundant …

We are on the threshold of a new world view in which things are seen less materially and more phenomenologically. You encounter the wonderful idea that is inherent in the material world…

The new world view is more like a togetherness, a cooperative dance, in which creativity, recognition and the constant emergence of something new are central, assuming that everything is interrelated. Every atom in our body was first part of our planetary home. Human genes and neurotransmitters are found almost identically in all possible life forms. We are a phenomenon, part of a 4 billion year old living being sitting here watching social media …