THE PAINTING EXPERIENCE

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So erstaunlich es klingt, malen hat etwas damit zu tun, wirklich zu sein. Aus der Vorstellung heraus pinselt man wie blind an dem Bild herum, ist meist nicht zufrieden, weil es nicht mit der Realität des Seins verbunden ist …

Wen man viele Jahre damit zugebracht hat, malen zu lernen, dann kann man daraus schöpfen, die Vorstellung durch Können zu meistern. Das hat etwas gewisses Befriedigendes und wird auch vom breiten Publikum geschätzt …

Das Erfüllende passiert jedoch erst, wenn man aus der Vorstellung heraus in das Sein kommt. Man ist einfach ganz anwesend in dem machtvollen Abenteuer, den Moment zu gestalten. Sich selbst mit dem Pinsel die Dunkelheit zu zeigen und das Licht, die Farben und Formen. Hier gibt es keine Begrenzung nur vollkommenes Erleben …

As amazing as it sounds, painting has something to do with being real. From the imagination, one paints at the image like blindly, usually not satisfied, because it is not connected with the reality of being …

If you have spent many years learning to paint, then you can create from this to master the imagination through skill. There is something satisfying about this and it is also appreciated by the general public …

The fulfilling, however, only happens when one comes out of the imagination into being. One is simply completely present in the powerful adventure of creating the moment. To show yourself with the brush the darkness and the light, the colors and forms. There is no limit here, only perfect experience …

IT IS OK

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Irrtümlicherweise denkt man, persönliches wachsen, reifen und entwickeln würde sich gut anfühlen müssen. Man nimmt unbewusst an, dass etwas nicht stimmt bei Gefühlen, die man nicht mag. Doch Evolution passiert immer durch Herausforderung, Temperatur oder Druck …

Es ist also OK, wenn du solange an den Wänden des Zweifels kratzt, bis du eintrittst in das Lebewesen.
Es ist OK, wenn diese ungeheure Uhr dich durch die Mangel dreht, bis sie anhält und die Stille wie ein zeitloser Acker bereitliegt …

Und es ist OK, wenn das, was ist, so ist, wie es ist. Es ist komplett, egal ob es leer ist, oder voll, schlecht oder gut, beliebt oder unbeliebt.
Es ist OK, wenn dein Atem über dein Herz rollt ohne Grund und ohne Ziel, wie der Wind, der die Vögel und die Blätter treibt …

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People mistakenly think that personal growth, maturation and development should feel good. You unconsciously assume that something is wrong with feelings you don’t like. But evolution always happens through challenge, temperature or pressure…

So it’s OK if you keep scratching the walls of doubt until you enter the living being.
It’s OK if that this monstrous clock turns you through the wringer until it stops and silence reclines willing like a timeless field…

And it’s OK if what is is what it is. It is complete, whether it is empty or full, bad or good, popular or unpopular.
It’s OK if your breath rolls over your heart without reason and without purpose, like the wind that drives the birds and the leaves…

 

HOME IS WHERE THE HEART IS Part 3

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Im Herz zu sein ist deshalb so frei, weil das Sein an diesem Ort nicht an die psychologische Persönlichkeit gebunden ist, denn diese findet nur im Denken statt …

Im Herz zu wohnen ist deshalb so frei, weil man von hier aus erkennt, dass die psychologische Persönlichkeit, das Ego, schlichtweg gar nicht existiert. Im Herz ist überhaupt keine Persönlichkeit, nur Sein …

Im Herz zu sein ist deshalb so frei, weil sich hier das Sein als Mensch erhebt, sich berührbar und erlebbar macht …

 

To be in the heart is so free because being in this place is not bound to the psychological personality which happens only in thinking …

To dwell in the heart is so free because from here one realizes that the psychological personality, the ego, simply does not exist. In the heart there is no personality at all, only Being …

Being in the heart is so free because being rises as human here, makes itself touchable and experiencable in the human form …

 

DO YOUR ART!

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Im nicht fassbaren, dunklen Inneren des Menschen, regen sich Triebe, Drängen und Wollen im ewigen Wandel. Unbewusst treibt und zwingt Evolution ihr Wesen voran …

Auf seine unentspannte Art fasst der konditionierte Verstand diese unkontrollierbaren Bewegungen als Bedrohung auf und macht daraus blindes, egoistisches Überleben …

Strömen die Flüsse des Seins allerdings nicht in den Tand des Denkens mit seinem Ausverkauf und Machtstreben, sondern in das Herz, wandeln sie sich in Kunst, Abenteuer und Lebendigkeit …

In the inconceivable, dark interior of man, drives, urges and wills move in eternal change. Unconsciously evolution drives and forces its beings forward …

The conditioned mind perceives these uncontrollable movements as a threat and turns them into blind, egoistic survival …

If, however, the streams of being do not flow into the trumpery of thinking with its sale and striving for power, but into the heart, they turn into art, adventure and liveliness …

HOME IS WHERE THE HEART IS Part 2

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Jenseits aller verträumten, romantischen Dinge, die dem Herzen zugedichtet werden, ist es vor allem ein physischer Ort, wie eine Art Exil. Als würde man in eine klapprige Holzhütte ziehen, obwohl der konditionierte Verstand das Blaue vom Himmel verspricht, schimpft und droht …

Am Anfang fühlt es sich seltsam an, im Herzen zu sein. Man ist wie am Sprung, als würde man etwas Wesentliches verpassen, dass gerade im Gedankenradio läuft und kann sich kaum sinken lassen …

Doch je mehr man sich zu Hause fühlt, je mehr man es mag hier zu sein, ohne Zweck und ohne Ziel, ist der Lärm der Gedanken nur wie eine ferne Erinnerung, ihr Bann ist gebrochen und die Holzhütte wandelt sich und mit ihr die gesamte Erlebniswelt: Alles in dir und um dich herum, ist ein perfektes Set-up, um zu heilen …

Beyond all the dreamy, romantic things that are referred to the heart, it is above all a physical space, like a kind of exile. As if one were moving into a rickety wooden hut, although the conditioned mind promises the pie in the sky, scolds or threatens …

In the beginning it feels strange to be in the heart. You feel as if you’re always on the go, as if you’re missing something essential that’s on thought radio right now and can hardly let yourself sink …

But the more you feel at home, the more you like it to be here, without purpose and without goal, the noise of thoughts is just like a distant memory, its spell is broken, the wooden hut changes and with it the whole world of experience: Everything in you and around you is a perfect set-up to heal …

ART IS THE CURE

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Interessant, wenn man im konditionierten Denken lebt, ist das zwar scheinbar sicherer, aber uninteressant. Menschen werden erst so richtig schön, wenn sie nicht mehr den nächsten Schritt wissen. Erst im Nichtwissen öffnet sich das Wesentliche …

Gerade diese Schranke bewacht das konditionierte Denken mit allen Mitteln, weil die scheinbare Sicherheit auf dem Spiel steht. Unsere Gesellschaft spiegelt dieses kollektive innere Verhalten in das Außen. Schmerz und Leid ist allgegenwärtig, überdeckt von Selfiefiltern …

Das, was uns antreibt die scheinbare Sicherheit zu wahren, dieselbe Triebkraft, die sich in unerbittlichem Selbsterhalt erschöpft, kann genauso gut beginnen zu singen, zu malen oder zu tanzen. Kunst ist die Medizin, die das Potenzial des Menschen in Schönheit wandelt …

Interesting, if one lives in conditioned thinking, this is apparently safer, but uninteresting. People only become really beautiful when they no longer know the next step. Only when they don’t know the essentials open up …

It is precisely this barrier that is guarded by conditioned thinking with all means, because apparent security is at stake. Our society reflects this collective inner behaviour in the outside world. Pain and suffering are omnipresent, covered by selfie filters …

That which drives us to maintain apparent security, the same pressure that is exhausted in inexorable self-preservation, can just as well begin to sing, paint or dance. Art is the medicine that transforms man’s potential into beauty …

 

HOME IS WHERE THE HEART IS

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Man baut sich eine Existenz auf, sorgt für die Kinder, erfüllt mehr oder weniger gut die Normen der Gesellschaft, erlebt seine Freuden und Leiden, gewinnt oder verliert manchmal und bemerkt bis zum letzten Atemzug nicht, dass man nicht frei war …

Unbemerkt hat man den Befehlen der Konditionierung bedingungslos gehorcht, sie nicht infrage gestellt – außer vielleicht mal in einer rebellischen Phase in der Jugend – und das Leben wie automatisch gesteuert verbracht …

Für diejenigen, denen das nicht genügt, die auch noch einen Auftrag ihrer Seele verspüren: Sobald man konsequent den alten Stimmen im Kopf den Rücken kehrt, weist das Gesicht bereits in die Freiheit. Geht man noch einen Schritt weiter und mag es, seinen*ihren Hauptwohnsitz im Herzen zu gründen – ohne Grund und ohne Zweck – lebt man bereits in Freiheit …

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One set up his*her business, take care of the children, meet the norms of society more or less, experience his*her joys and sorrows, win or lose sometimes and don’t realize until his*her last breath that he*she weren’t free …

Unnoticed, one has absolutely obeyed the commands of conditioning, not questioned them – except perhaps in a rebellious phase in youth – and spent life as automatically controlled …

For those for whom this is not enough, who also feel a mission of their soul: As soon as you consistently turn your back on the old voices in your head, your face already points to freedom. If you go one step further and like to establish your main residence in your heart – for no reason and no purpose – you already live in freedom …

inSPIRIT

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Als Künstler*in ist man ja meistens ein ganz normaler Typ, geprägt von Herkunft, Tradition, etc. Aber MANCHMAL passiert etwas Besonderes: die süße Lebendigkeit der Inspiration flutet einem innerlich …

Es ist, als gäbe es keine Erdenschwere mehr, keine Limits von wegen das könnte anstrengend werden. Die Wahrscheinlichkeit des Unmöglichen ist wie weggeblasen, kein Zweifel weit und breit …

Etwas kündigt sich an, etwas nähert sich voll von Verführungskünsten und flüstert in beide Ohren und diese krasse Möglichkeit des Sensationellen macht sich breit. Und diese*r an sich ganz normale Typ erlebt die Magie des Erschaffens …

As an artist you are usually a quite normal type, shaped by origin, tradition, etc. But SOMETIMES something special happens: the sweet liveliness of inspiration floods you internally …

It’s as if there were no more earthly heaviness, no thoughts that this could be exhausting. The probability of the impossible is blown away, no doubt far and wide …

Something announces itself, something approaches full of seductive arts and whispers in both ears and this blatant possibility of the sensational spreads. And this normal type experiences the magic of creation …

Dein Mysterium / Your Mystery

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Wir alle machen so viel wertvolle Arbeit, die nicht von der Leistungsgesellschaft honoriert wird. Wir antworten auf unsere Träume, wir folgen unserer Sehnsucht, entscheiden uns so oft für das Richtige. Immer wieder folgen wir unserem Herzen, auch wenn wir es kaum verstehen,
auch wenn uns die Vernunft noch so warnend an den Knöcheln packt …

Die Einladung besteht, nicht aufzugeben, sondern egal in welchen Umständen aufzuwachen und das Licht einzuschalten. Denn alles, was die Welt uns zuruft, was durch uns zur Welt kommen möchte, würde nicht kommen, ohne unsere Antwort auf den Ruf …

Dein Mysterium ist das, wovon du immer wusstest, aber nie ganz fassen konntest. Es taucht im Lärm der Welt als leiseste Stimme auf, wächst immer wieder wie eine Blume zwischen dem Getrampel der Eifrigen, verschenkt sich in deiner Zuwendung, öffnet die Wüste des Nutzdenkens, ins Magische …

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We all do so much valuable work that is not rewarded by the effort oriented society. We respond to our dreams, we follow our call, we so often decide for the right thing. Again and again we follow our heart, even if we hardly understand it,
even if reason grabs our ankles so warningly …

The invitation is not to give up, but to wake up in whatever circumstances and switch on the light. Because everything that the world calls out to us, everything that wants to come into the world through us, would not come without our response to the call …

Your mystery is what you always knew about, but never quite grasped. It appears in the noise of the world as the quietest voice, grows again and again like a flower between the trampling of the zealous, gives itself to your listening for no reason, opens the desert of profit and gain into magic …

 

Radical Beauty

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In einer Welt, in der nur von Leistung und Funktion geträumt wird, braucht es den radikalen Gestaltungswillen Schönheit bedingungslos ins Zentrum zu rücken. Sich nicht – wie die Mehrheit – angstbesetzt selbst an den Nutzen zu versklaven, sondern provokant den Müßiggang vorzuziehen und im Schönen zu verweilen …

Die Erkenntnis, dass wir zu abgründigster Schrecklichkeit fähig sind, verhindert scheinbar, uns dem Schönen zuzuwenden. Wir empfinden es unbewusst als heuchlerisch oder denken es nicht zu verdienen. Es ist scheinbar nur möglich, Schönheit in einen Nichtraum zu verbannen – zusammen mit Ehrfurcht, Wahrheit und Majestät – den realistische Menschen nur belächeln können …

Für Menschen, die sich dennoch dem Schönen zuwenden, wäre es angebracht eigene Schönheitsoasen zu entwickeln und sich kompromisslos daran zu orientieren, weil die Gesellschaft mit aller Kraft in eine andere Richtung zieht.
Wir brauchen eine Kultur die aus der Schönheit kommt …

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In a world that dreams only of achievment and function, the radical creative will to beauty needs to be unconditionally placed at the centre. Not to anxiously enslave ourselves – like the majority does – to profit and gain, but provocatively prefer idleness and linger in beauty …

The realization that we are capable of the most abysmal horror seems to prevent us from turning to the beautiful. We unconsciously perceive it as hypocritical or think we don’t deserve it. It is apparently only possible to ban beauty to a nonspace – together with awe, truth and majesty – which realistic people can only smile at.

For people who nevertheless turn to beauty, it would be appropriate to develop their own beauty oases and to orient themselves uncompromisingly to them, because society is moving with all its strength in another direction.
We need a culture that comes from beauty …