Stilles, bewusstes Sein / Silent, conscious being

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Fotos: Renee Kellner

Stilles Bewusstsein zu suchen ist, als ob man in einem Raum voll weißem Licht, weißes Licht sucht, oder eine Gurke in einer Gurke sucht. Es geht einfach nicht, weil es überall ist und auch man selbst daraus besteht …

Was funktioniert ist, selbst die Qualitäten zu verkörpern, die stilles bewusstes Sein ausmachen, wie Offenheit und Verfügbarkeit. Wenn einem dann Freundlichkeit und so eine Glut von Freude aus dem Sein entgegenwehen, ist das eine Art Bestätigung auf dem richtigen Dampfer zu sein …

Der Unterschied von Lebensqualität ist enorm: Entweder man hetzt durch die engen nervigen Gassen des unbewussten Denkens oder man schlendert durch breite malerische Boulevards. Entweder die Dinge knallen einem um die Ohren, oder sie schweben in genau dem richtigen, knusprigen Tempo heran …

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To seek silent consciousness is like looking for a white light in a room full of white light or looking for a cucumber in a cucumber. It’s just not possible, because it’s everywhere and you’re made of it …

What works is to embody the qualities that constitute silent conscious being, such as openness and availability. And then, when kindness and such a glow of joy accommodates you out of the blue, you can take it as a sign of confirmation …

The difference in quality of life is enormous: Either you walk through narrow, annoying alleys of unconscious thinking or you stroll through wide picturesque boulevards. Either things are banging around your ears, or they’re hovering at exactly the right crispy pace …

Der neue Mensch / The new human

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Reisende, ein stiller Fels wartet im Meer der Gedanken. Er taucht aus dem Nebel auf, wenn du eins und einfach bist, mit dem, was ist. Stiller Regen wäscht dir alle Bilder ab und das bereits Gewesene. Stiller Wind strömt in den nun leeren Raum und umspielt deine wesenhaften Züge …

Ein stiller Blick öffnet sich und sieht in elementare Welten, die – wie mit wesenhaftem Pinsel gemalt – keine bloßen Abbilder darstellen, sondern Essenz. Du siehst den neuen Menschen, konfrontiert mit dem, was ist …

Der neue Mensch ist nicht Opfer von Umständen oder isoliert in einer feindlichen Welt, er/sie ist Teil von kreativen Prozessen und betritt somit ein intelligentes Universum. Der neue Mensch ist blank, losgelöst und doch verbunden, nicht nur durch Ursache und Wirkung, sondern in Beziehung seiend, mit der Ordnung der Gestirne …

Wayfarer, a silent rock waits in the sea of thought. It emerges from the fog when you are one and simple, with what is. Silent rain washes away all images and the past. Quiet wind flows into the now empty space and plays around your essential facial features …

A silent gaze opens and looks into elemental worlds, which – as if painted with an intrinsic brush – do not merely represent images, but essence. You see the new human, confronted with what is …

The new human is not a victim of circumstances or isolated in a hostile world, he / she is part of creative processes and thus enters an intelligent universe. The new man is bare, naked, detached and yet connected, not only through cause and effect, but in relationship with the order of the stars …

Gezeiten / Tide

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Fotos: Renèe Kellner

Wir sind die jüngsten Blätter am Weltenbaum. Mal schreien und mal singen wir. Mal zieht es uns zusammen, immer dichter, bis zum Welken und mal dehnen wir uns in jede Zelle bis zum Bersten. Mal erscheint alles völlig sinnlos, nichts als Verlust weit und breit, das Leben verschwört sich selbst in Kleinigkeiten gegen uns. Mal glänzen wir in der Sonne wie bei einem Kindergartenausflug im Mai …

Wenn es gerade gar nicht läuft, denken wir, dass etwas falsch ist, die Lebensumstände verkehrt sind oder die Welt uns zeigt, dass wir nicht o.k. sind. Unsere aufgescheuchten Gedanken und Gefühle wickeln uns ein. Wir reagieren willkürlich auf das Unwohlsein. Wenn es gerade voll gut läuft, denken wir, dass wir etwas richtig gemacht haben, wir haben es voll drauf …

Was, wenn das unbewusste Gefangensein in der Dualität uns ans Kreuz nagelt? Was, wenn es in Wahrheit gar nichts Persönliches bedeutet, wenn wir einfach bloß mit den Gezeiten atmen? Was, wenn unsere Leben wie Ziehharmonikas funktionieren, zusammenziehen, ausdehnen. Was, wenn wir uns im ausgeatmet werden verlieren und im eingeatmet werden finden? Was, wenn daran nichts verkehrt ist?

Jedes Mal sich tanzend zu verlieren, erobern wir uns selbst zurück, ein Stück weit reifer, kühner. Jedes Mal sich zu finden, schwächt die Matrix, bricht den Bann der psychologischen Persönlichkeit. Jedes Mal, im bewussten Erlauben des ein- und ausgeatmet Werdens, gleiten wir tiefer in die familiären Bezüge des Soseins der Welt …

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We are the youngest leaves on the world tree. Sometimes we scream and sometimes we sing. Sometimes we contract, more and more dense, until we fade and sometimes we stretch into each cell until we nearly burst. Sometimes everything seems completely pointless, nothing but loss far and wide, life conspires against us even in trifles. Sometimes we shine in the sun like a kindergarten trip in May …

If things are not going well right now, we think something is wrong, the circumstances are wrong or the world shows us that we are not o.k. Our shooed thoughts and feelings wrap us up. We react arbitrarily to the malaise.
When things are going well, we think we did something right, we are the greatest …

What if unconscious imprisonment in duality nails us on the cross? What if it means nothing personal, just breathing with the tides? What if our lives work like accordions of the great musician, contracting expanding? What if we loose ourselves in the exhale and find ourselves in the inhale? What if there is nothing wrong with that?

Each time we lose ourselves dancing, we conquer ourselves and grow a bit more mature, bolder. Each time we find oneself weakens the matrix, breaks the spell of the psychological personality. Each time, we consciously allow breathing in and out, we slide deeper into the familiarity and the suchness of the world …

Heim für arme Häferl und Teller und für alle, die einen Sprung in der Schüssel und nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. / Home for poor mugs and plates and for those who are cracked and do not have all cups in the closet anymore.

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„Es ist Zeit, die Konsensrealität zu missachten.“

Charles Eisenstein

Es reicht nicht hier und dort Verbesserungen zu machen, Stücke zu reparieren und Teilbereiche wieder herzustellen, sei es im Gesundheitssystem, in der Umweltpolitik, der Wirtschaft, der Kunst und all den anderen Bereichen des menschlichen Lebens. Solange sich Menschen als Individuen erleben, die in einer feindlichen Welt um ihr eigenes Überleben kämpfen, generieren sich die Probleme immer neu, die wir im Stückwerk lösen wollen …

Zum Glück vollzieht sich bereits eine umfassende Wandlung. Leben erneuert sich ständig, Bewusstsein verändert sich, wir leben jetzt in anderen Erfahrungen zur Welt, als es z.B. den alten Griechen möglich war, wir stehen jetzt in anderen Bezügen, als wir es als Kind taten. Da reift etwas heran, etwas, das wir nicht tun müssen, das jedoch durch uns zur Welt kommt. Es hat einen Grund, warum wir uns von bestimmten Dingen angezogen fühlen. Auch wenn sie die Konsensrealität verlassen …

Die Installation Schrägstrich Performance „Heim für arme Häferl und Teller und für alle, die einen Sprung in der Schüssel und nicht mehr alle Tassen im Schrank haben“ weicht gehörig von der Konsensrealität ab. Die Radikalität einer – nicht von Expertentum gedeckten – Ahnung zu folgen, mit Ausdauer und Konsequenz, bloß weil man sehen mag, wohin das führt, erobert die Räume der Zukunft. Räume, deren Architektur aus Impulsen besteht, die sich gut anfühlen. Räume, die nicht fertig sind, die wir gebraucht hätten, als wir jung waren, die uns ermöglichen, die Welt anders zu sehen …

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„It’s time to ignore the consensus reality.“

Charles Eisenstein

It is not enough to make improvements here and there, to repair pieces and to restore partial areas, be it in the health system, in environmental policy, the economy, the arts and all the other areas of human life. As long as people experience themselves as individuals who are fighting for their own survival in a hostile world, the problems that we want to solve piecemeal are generated again and again …

Fortunately, there is already a comprehensive Transformation going on. Life is constantly renewing itself, consciousness is changing, we are now living in other experiences, as it was possible e.g.  for the ancient Greeks, we are now in other references than we did as a child. Something is maturing, something that we do not have to do, but that is born through us. There is a reason why we are attracted to certain things. Even if they leave the consensus reality …

The installation slash performance „home for poor mugs and plates and for those who are cracked and not do not have all cups in the closet anymore.“ deviates well from the consensus reality. To radically follow a notion – which is not covered by expert opinion – with perseverance and consistency, just because one wants to see where that leads, conquers the spaces of the future. Spaces whose architecture consists of impulses that feel good. Spaces that are not finished, that we would have needed when we were young. Spaves that enable us to see the world completly differently …

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Planet der Gedanken / Planet of thoughts

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Fotos: Reinhard Werner

Interessanterweise zieht die Stille immer so eine Spur von Freude nach sich, als würde die Natur ihr ganzes Aufgebot erstellen. Während die Gedankenraserei – die nur alles erledigen und hinter sich bringen will – verbrannte Erde hinterlässt …

Das Denken spinnt ein geiles Dickicht so real und flächendeckend, man findet keine Lücke, hinein in die Stille. Sobald man eine Öffnung zu sehen vermag, werfen die Gedanken einen Stein in die Büsche und schon ist man zurück im Splatterdschungel …

Obwohl das Drängen des Denkens so mächtig erscheint, wird es doch auch wieder ganz leicht ausgebremst: Die Härte der Welt, geschmiedet von finsteren Gedankenzwergen, schwindet ganz leicht in der Sonne der Freundlichkeit. Wenn du sanft mit dir und der Welt umgehst, verliert das zwanghafte Denken seine Macht …

Sobald du von Herzen magst, was du gerade tust, wann immer du Schönheit entdeckst, wann auch immer ein Funke Bereitschaft in der ersteht – auch Angesichts Bedrohung – gewinnst du Raum. Und Stille hüllt dich ein, wie die Zweige, die dich einst als Kind verbargen …

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Interestingly enough, silence always brings with it a touch of joy, as if nature spreads its entire array. While the thought mania – which just wants to get over everything – leaves scorched earth behind …

Thinking spins a ruttish thicket so real and all-encompassing, you can not find a gap into the silence. As soon as you see an opening, your thoughts throw a stone into the bushes and you’re back in the splatter jungle …

Although the pressure of thought seems so powerful, it can be slowed down with ease: the hardness of the world, forged by dark minded dwarfs, easily disappears in the sun of kindness. When you deal gently with yourself and the world, compulsive thinking loses its grip …

As soon as you heartily like what you’re doing, whenever you discover beauty, as soon as a spark of willingness arises – even in the face of threat – you gain space. And silence envelops you, like the branches that once hid you as a child …

Die Perfektion des Nichtwissens / The perfection of not-knowing

auf zug springen

Fotos: Renée Kellner

„Warum sollten Sie Ihre Last tragen, wenn Sie in der Eisenbahn fahren? Sie befördert Sie und Ihre Last, ob Sie sie nun tragen oder ablegen. Sie erleichtern dem Zug nicht die Bürde, wenn Sie Ihre Last selbst tragen, aber Sie belasten sich unnötig damit. Entsprechend ist es mit dem Individuum, das sich für den Handelnden hält.“

Ramana Maharshi

Du streckst dich, du gähnst, du lachst, du weinst.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Dein Herz schlägt, dein Atem strömt, deine Lider wischen plötzlich sanft über die Augen.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Ein Impuls taucht auf, du hast plötzlich eine Idee, ein Gefühl stellt sich ein.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Musst du dein Leben machen oder ruhst du mit deiner Anwesenheit im glitzernden Lotus der Dinge?

Als du ein Kind warst, allmählich deine Stimme brach und dein Geschlecht erblühte.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Wenn sich die Mauer des Denkens teilt und etwas in dir auf den inneren Wachturm klettert.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Wenn du im Gedankenwasser schwimmst, in Meinungen und Urteilen schwelgst und das plötzlich bemerkst.
Ist das etwas, das du tust oder etwas, das geschieht?
Musst du dein Leben denken oder kannst du dich von den Strömungen des Seins erfassen lassen?

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„Why should you carry your load when you ride the train? It carries you and your luggage, whether you hold or drop it. You do not lighten the load for the train when you carry your burden yourself, but you unnecessarily strain yourself with it. Accordingly, it is with the individual who considers himself the actor. „

Ramana Maharshi

You stretch, you yawn, you laugh, you cry.
Is that something you do or something that happens?
Your heart is beating, your breath is streaming, your eyelids are suddenly gently wiping your eyes.
Is that something you do or something that happens?
An impulse emerges, you suddenly have an idea, a certain feeling arises.
Is that something you do or something that happens?
Do you have to do your life or do you rest with your presence in the glittering lotus of things?

When you were a child, your voice gradually broke and your sex blossomed.
Is that something you do or something that happens?
When the wall of thought divides and something in you climbs the inner watchtower.
Is that something you do or something that happens?
When you swim in thought water, indulge in opinions and judgments and suddenly realize that.
Is that something you do or something that happens?
Do you have to think your life or are you able to let yourself being gathered by the currents of being?

Blues in Paradise

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Fotos: Renée Kellner

Immer wieder mal kommen DIESE Gefühle zu Besuch, hüllen einem in kratzige Filzdecken und trübe Wolken. Jaja, entzünden sich die alten Stimmen, irgendetwas läuft hier ganz falsch und man verdächtigt auch bereits jemanden sehr wohl schuld an dem ganzen Dilemma zu sein. Manchmal ist es jemand bestimmter, meistens ein enger Angehöriger oder das ganze Universum, manchmal man selber. Der Blues ist zu Gast und spielt seine Mundharmonika …

Für das Drama braucht man die passende mentale Geschichte, je fester man daran glaubt, je stärker die Überzeugung ist, recht zu haben, desto wirklicher wird das Ganze. Und das treibt dann in all seiner Ernsthaftigkeit umher, wie Rauch der sich bereitwillig in den Wind reibt …

Das Gesicht der Liebe versteckt sich hinter all dem Gedöns und grinst wie die Sonne hinter Wolken. Sie hat leicht lachen, aus einer gewissen Distanz betrachtet entbehrt es ja auch wirklich nicht eines gewissen Humors. Wie wir da in unseren Dramablasen hocken, ganz sicher recht haben, gegen Gott und die Welt wettern, weil wir einfach nicht bekommen, was wir wollen …

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Again and again, THESE feelings come to visit, wrap you in scratchy felt blankets and murky clouds. Yah yah, the old voices ignite, something is going quite wrong here and someone is already suspected guilty causing the whole dilemma. Sometimes it is someone particular, usually a close relative, or the whole universe, sometimes oneself. The Blues is a guest and plays his harmonica …

You need the right mental story for the drama, the harder you believe in it, the stronger the conviction is to be right, the more real the whole thing becomes. And that goes on in all its seriousness, like smoke rubbing willingly into the wind …

The face of love hides behind all the fuss and grins like the sun behind clouds. Its all very well for her to laugh, but from a certain distance it really does not lack a certain humor. How we are sitting there in our drama bubbles, certainly right, raging against God and the world, because we just do not get what we want …

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Ataraxia

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„Es ist Zeit die Konsensrealität zu missachten.“

Charles Eisenstein

Offenheit brennt dir Löcher in den Teppich deines Egos. In der Öffnung hältst du die Stange der Stille hoch inmitten der Schlachtfelder der Konditionierung, selbst wenn Furien nach dir schnappen. In jedem Moment von Offenheit atmest du mit den Gestirnen, auch wenn die alten Stimmen wie Sirenen schreien im trockenen Wald …

Egal welche Klammer dich hält und welche Stricke dich binden, in der Öffnung lösen sie sich. Egal welche Geschichten dir die ausgefuchsten Fischhändler, Priester und Politiker in die Ohren blasen, in jedem Augenblick von Stille wird dein Spiegel klarer …

Immer wenn du die Türen öffnest und den Wachposten der Stille betrittst, gewinnt das Abenteuer über die Knechtschaft. Egal wie erschöpft du bist und wie sehr du von quälenden Trugbildern verfolgt wirst, jedes Mal, in deiner offenen, stillen Präsenz bekommt das Unaussprechliche deinen ganz besonderen, frechen Blick …

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„It’s time to disregard consensus reality.“
Charles Eisenstein

Openness burns holes in your ego’s carpet. In the opening you hold the pole of silence high in the midst of battlefields of conditioning, even when furies snap at you. In every moment of openness you breathe with the stars, even if the old voices scream like sirens in the dry forest …

No matter which brackets hold you and which ropes bind you, they dissolve in the opening. No matter what stories the sleeky fishmongers, priests and politicians blow in your ears, in every moment of silence your mirror becomes clearer …

Whenever you open the doors and enter the Sentinel of Silence, adventure wins over bondage. No matter how exhausted you are and how much you are persecuted by tormenting illusions, every time, in your open, silent presence, the inexpressible gets your very special, cheeky look …

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Stille Wasser sind tief / Still waters run deep

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Fotos: Renée Kellner

Hinter den sieben Bergen in der Seestadt Aspern wohnte einmal ein Bildhauer. Im wahrsten Sinne des Wortes erhaute er sich seine Bilder mit dem Hammer, zerbrach Nützliches und beklebte praktische Dinge mit Scherben, um sie unbrauchbar zu machen. Ja, aus den Scherben entstanden zwar recht scharfe Skulpturen, aber wundert sich hier niemand, warum dort lauter Unsinn gemacht wird? Warum macht dieser Mann alles zunichte? Ist er verwunschen?

Zum besseren Verständnis: der Bildhauer wusste es selbst nicht, allein die Stille kennt den Grund. Der Bildhauer fischte in den Gewässern der Stille nicht nach Nützlichen, damit hatte man seine Welt sowieso schon überfrachtet. Er hoffte noch nicht mal darauf, seine Wünsche zu fangen. Nichts, dass er sich vorzustellen vermochte, machte ihn satt …

Bald hatte er alles zerschlagen, seine alte Welt zum Schweigen gebracht, um das zu sehen, was immer übersehen wurde. Wenn der intime Blick nicht mehr durch immer neue Dinge verstellt wird, erhebt sich das klare Leben, pure Lebendigkeit, aus den Scherbenhaufen und die Gestalten der Stille geben ihre Geheimnisse preis …

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Behind the seven mountains in the Seestadt Aspern lived once a sculptor. He smashed around with a hammer, broke up useful objects, and pasted shards all over practical things to make them useless. Yes, out of the broken pieces, some quite sharp sculptures arose, but is there no one wondering why he created such a lot of nonsense? Why does this man ruin everything? Is he haunted?

For a better understanding: the sculptor does not know it himself, only the silence knows the reason. The sculptor did not not fish for useful things in the waters of silence, his world was already overburdened by them anyway. He did not even hope to catch his wishes. Nothing that he could imagine made him full …

Soon he had smashed everything, silenced his old world to see what was always overlooked. When the intimate gaze is no longer obscured by ever new things, clear life, pure liveliness rises out of the heap of shards and the figures of silence reveal their secrets …

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Spiel der Gesichter / Game of faces

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Da gab es diesen Erleuchteten, der sich schon wieder auf die nächste Inkarnation freute, wo er wieder Wege aus der Verstrickung hin zum Wesentlichen finden würde müssen. Und tatsächlich ist es ein unpackbar komplexes Spiel: Tief in uns ist eine Ahnung, eine verborgene Gewissheit dessen, was wir als wahr empfinden und in manchen Momenten bricht das von selbst hervor – egal in welchen Abschnitt unseres Lebens – bahnt sich seinen Weg durch unsere Trance und leuchtet wie ein frisch gestrichenes Schaukelpferd in den Augen eines Kindes. Wir – angestrahlt von der Wahrheit, wie von der Wintersonne – voll verliebt, schwören ewige Treue …

Doch die Trance, das Leben in der psychologischen Persönlichkeit, hat geniale Tricks wieder ihr unbewusstes Netz zu spinnen und ohne es zu bemerken, Zack! Verstrickt. Das Gewicht MEINES Lebens ist wieder da, ernst, wichtig und problematisch. Wie hat das Ego, das bloß wieder geschafft?! Es hat ein paar clevere Spielzüge: Zweifel, ich habe wohl etwas falsch gemacht, etwas an mir ist wohl immer noch nicht in Ordnung, vielleicht wenn ich dies oder jenes erreiche … oder Triumph, ich habe es richtig gemacht! Etwas an mir ist schon sehr genial … oder Gewohnheit, ich hab es mir in der Trance gemütlich gemacht und wiederhole die Vergangenheit …

Sobald wir das glauben, schließt sich das Netz der Identifikation als psychologische Persönlichkeit. Das Spiel braucht deine ganze Aufmerksamkeit, braucht dich in deiner Kraft. Das Spiel braucht DICH. Genau deine Einzigartigkeit. Du hast bereits alles, was nötig ist, um die Wege im Nebel zu finden. Die tausend Wege hin zu dir …

Mit Humor, Leichtigkeit, Integrität und Sanftmut löst du den Bann und sendest die Spielsteine des Egos wieder zurück nach Hause. Jedes Mal, wenn du etwas von Herzen magst, wie klein das auch immer ist, reichst du dem Wesentlichen die Hand und der Nebel lichtet sich. Gibst du dem Widerstand in dir nach, holt das Ego langsam wieder auf. Glaubst du gar nichts, weder deinen Erfolgen oder Misserfolgen aus der Vergangenheit, weder deinen Wünschen und schlauen Strategien in die Zukunft, sondern bist einfach hier – freundlich dem gegenüber, wie du gerade bist – offen und verfügbar, bist du frei, bist bereits am Ziel angelangt …

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There has been this enlightened one, who was already looking forward to his next incarnation, where he had to find again ways out of the entanglement back home. And indeed, it’s an unbelievable complex game: Deep within us is an inkling, a hidden certainty of what we know to be true, and in some moments that breaks through by itself – no matter in which part of our lives – it paves its way through our trance and shines like a freshly painted rocking horse in the eyes of a child. We – illuminated by the truth, as by the winter sun – totally in love, swear eternal fidelity …

But the trance, our life in the psychological personality, has ingenious tricks again to spin its unconscious web and without realizing it, Zack! Entangled. The weight of MY life is back, serious, important and problematic. How did the ego manage that?! It has a few clever moves: doubt, I probably did something wrong, something about me is still not o.k. maybe if I achieve this or that … or triumph, I did it right! Something about me is already very ingenious …  or habit, I have made myself comfortable in the trance and repeat the past now …

or habit, I made myself comfortable in the trance and repeat the past

As soon as we believe that, the web of identification closes us in a psychological personality. The game needs your full attention, needs you in your power. The game needs YOU. Exactly your uniqueness. You already have everything you need to find the paths in the fog. The thousand ways to you …

With humor, lightness, integrity and gentleness, you release the spell and send the counters of the ego back home. Every time you really like something, no matter how small, you reach out to the essential and the fog clears. If you give in to the resistance in you, the ego slowly recovers. If you dont believe anything, neither your successes or failures from the past, neither your desires and smart strategies into the future, but you are just here – friendly to the way you are right now – open and available, you are free, you already arrived at the goal …

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