Der sanfte Besucher / The gentle visitor

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In der zweiten Vollmondnachthälfte verhüllt der Berg Arunachala seinen Gipfel in einer Wolke, während hinter ihm ein Stern aufgeht und ein großer Nachtvogel auf die Jagd geht. Von unten treiben Chants, Flöten, Glocken und indisches Popgemisch an den Berg heran. Doch sie spülen ihn nur an, berühren ihn nicht wirklich. Arunachala ist hier in seiner Größe durch alle die Jahrtausende. Wohl auch deswegen war dieser Berg wohl seit jeher ein wichtiger Lehrer für viele. Er bleibt ganz sich selbst in seinem mondhellen Kleid.
Ab und zu halten die Zikaden mit ihrem Trrrrrrrrr … inne und es entsteht so ein absolut inniger, hoher Ton …

Das, was man gerade erlebt, ist wie eine Spiegelfläche. Von einer Seite wird es von der Persönlichkeit betrachtet, es wird bewertet und „zerlegt“ und polarisiert. Von der anderen Seite sieht der sanfte Besucher zu. Sein Sehen ist ganz anders, es beinhaltet keine Vergangenheit und keine Persönlichkeit und es ist auffallend, das er überhaupt nicht wertet, kein bisschen …

Der sanfte Besucher erlebt dasselbe Ereignis vollkommen anders als die Person, er durchmisst die Tore deiner Sinne mit freudigem Interesse, wie ein Fan. Genießt erstaunt dein Erleben in der Welt, egal was das gerade ist, denn allein die Tatsache, DASS er es erleben kann, ist so erfüllend. ES möchte applaudieren. Der sanfte Besucher erlebt die Welt so, wie du es dir wünscht, doch als Person kannst du das nicht so erleben, weil du Ereignisse und Begegnungen wertest und zerlegst …

Wenn du den sanften Besucher zu Gast haben möchtest, dann lade ihn ein. Schon allein die Einladung verändert alles, egal ob er nun kommt oder nicht. Sei bereit dem Besucher deine Welt zu zeigen, jeder Aspekt deines Menschseins ist ihm willkommen, egal welches Programm gerade läuft, egal was gerade zur Hand ist, zeige es ihm, es beinhaltet auch eine gewisse Süße: Die Delikatesse der Menschlichkeit. Du kannst dem sanften Besucher kein besseres Geschenk anbieten …

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During the second half of the full moon night Mount Arunachala covers himself with a cloud, while behind him a star rises and a large night bird starts hunting. Chants, flutes, bells and Indian pop mix drift up to the mountain from below. But they only rinse it, do not really touch it. Arunachala is in his full size through all the millennia. That is probably why this mountain has always been an important teacher for many. He stays completely himself in his moonlight dress.
From time to time the cicadas stop with their trrrrrrrrrrr … and this creates an absolutely intimate, high tone …

What you are experiencing is like a mirror surface. From one side it is considered by the personality, it is rated, „decomposed“ and polarized. From the other side, the gentle visitor watches. His vision is very different, it does not include a past or personality and it is striking that he does not value at all, not a bit. The gentle visitor experiences the same event completely different than the person, he strides across the gates of your senses with joyful interest, like a fan. He enjoys your experience in the world, no matter what that is, because just the fact that he can experience it, is so fulfilling. IT wants to applaud. The gentle visitor experiences the world as you would love to, but as a person, you can not experience it like this because of the way you value and disintegrate events and encounters …

If you want to welcome the gentle visitor, invite him. Just the invitation changes everything, no matter if he comes or not. Be ready to show your world to the visitor, every aspect of your humanity is welcome to him, no matter what program is currently running, no matter what is at hand, show it, it also contains a certain sweetness: the delicacy of humanity. You can not offer the visitor a better present …

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Vollmond / Full moon

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Die Amphibien in den mit Wasser gefüllten Steinbecken sehen irgendwie wie Spielzeugfrösche aus. Sie sind so klein und putzig, wenn sie schnell vom Rand ins Wasser springen, wenn jemand vorbeigeht und sie haben auch so ein eigenartiges hölzernes Schnattern. Wenn du barfuß auf die glatten, lang gezogenen Felsen gehst, fühlt sich das an, wie wenn du auf alte Schlangenhaut steigst.
Der lebhafte Wind wühlt die Baumkronen auf, in denen auch so manches schwere Tier mitschaukelt. Die helle Nacht besteht fast nur aus wogenden Geräuschen, jeder Baum rauscht in unterschiedlicher Pracht …

Viele weise Menschen haben die Höhlen vom Arunachala, einem der wichtigsten Orte der indischen Mythologie, zeitweise bewohnt. Wir übernachten in der Höhle in der Poonjaji gelebt hat, ein versteckter Ort, kaum bekannt und äußerst bezaubernd …

Zu den beiden Vollmondnächten ist hier wirklich was los. Wenn der Mond das erste Mal hinter dem Arunachala auftaucht, setzen sich zwischen einer halben Million und 10 Millionen Menschen (so die unterschiedlichen Schätzungen der Einheimischen) in Bewegung und umrunden zu Fuß den Berg. Die Hauptstraße ist jeden Monat für 24 Stunden gesperrt …

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Während das Treiben seinen Gang nimmt, versuchen wir in der Höhle – relativ windgeschützt – die Nacht durchzuwachen. Man muss sich doch alles Anziehen, was nur irgendwie mit dabei ist, winziger Haken: meine spärliche Kopfbehaarung. Da pfeift der Wind ordentlich drüber und mit Hut schläft man bekanntlich nicht sehr gut. Aber ich habe noch eine Reserveunterhose mit und flugs eine Technik entwickelt, wie ich mir die als Haube nützlich machen kann. Durch die Bauchöffnung kann man nicht schlüpfen, zu groß, aber durch eine Beinöffnung geht, drüberziehen, fertig!
Um nicht einzuschlafen wird gezeichnet, schnell mit dem patzenden Kugelschreiber übers Blatt gesaust, so schnell wie die Ströme der Nacht, so ziehend wie die zirpenden Klangteppiche im Dunkel, so hell wie der Regen aus Mondlicht …

Künstlerisches Werken ist eine unpraktische Tätigkeit, daher eignet es sich gut für rituelles Tun, in dem man alles spürt und gleichzeitig etwas macht, wie aktive Meditation. Und bald übernimmt etwas die Regie. Etwas möchte sich hier als Künstler erleben. Ich wetteifere mit dem Berg in Punkto Realität, wer von uns echter ist und muss mich bald kläglich geschlagen geben. Gegen ihn bin ich ein flüchtiges Realitätszwergerl mit einer Unterhose am Kopf. Lässig erstrecken sich die Felsrücken rund um mich und ich kann diesen Berg nur anhimmeln bis in die frühen Morgenstunden.

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The amphibians in the stone basins filled with water somehow look like toy frogs. They are so small and cute when they jump quickly from the edge into the water when someone passes by and they also have such a weird wooden chatter. If you walk barefoot on the smooth, long-drawn rocks, it feels like climbing on old snakeskin.
The lively wind stir up the treetops, in which many a heavy animal swings along. The bright night consists almost only of billowing noises, every tree rushes in different splendor …

Many wise people have temporarily inhabited the caves of Arunachala, one of the most important places in Indian mythology. We stay in the cave where Poonjaji lived, a hidden place, little known and extremely enchanting.

The two full moon nights are a big show around here. When the moon appears for the first time behind the Arunachala, between half a million and 10 million people (according to the different estimates of the locals) set in motion and walk around the mountain on foot. The main road is closed for 24 hours every month …

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While the hustle and bustle takes its course, we try in the cave – relatively sheltered – to stay awake all night. its starting to get chilly so you have to wear everything, which is avaliable, and there is a tiny snatch: my sparse head hair. The wind blows fiercly  over it and with a hat on you cannot lay down very well. But I still have a spare underpants and quickly developed a technique that makes it useful as a hood. Through the abdominal opening you can not slip through, too big, but go through a leg opening, pull over, done!
In order not to fall asleep sketching works perfectly fine, swiftly moving over the sheet of paper with the spilting ballpoint pen, as fast as the streams of the night, as dragging as the chirping sound carpets in the dark, as bright as the rain of moonlight …

Artistic work is an impractical activity, so it is well suited for ritualistic activity where you feel everything and at the same time do something, like active meditation. And soon something takes over. Something would like to experience itself here as an artist. I am competing with the mountain in terms of reality, who is more genuine of us and I am soon be pitifully conquered. Compaired to him I am a fleeting reality dwarf with a pair of underpants on my head. The rocky ridges extend casually around me and I can only adore this mountain until the early morning hours.

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Die Einladung / The invitation

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Da ist Körper, dessen Materie gärt so vor sich hin, manchmal ist es an einer Stelle dichter, da ist mehr Energie, als woanders, dann zwickt es wieder wo …
Plötzlich entflammt das und Begeisterung ist zu Gast. Ein anderes Mal kommt Bewusstsein ins Spiel und es wird hell, manchmal dringt so etwas wie Segen ins Fleisch und in die Knochen und natürlich sind da alle möglichen Gefühlsvariationen, angenehme und unangenehme. Im Fluss der Erfahrungen ist die ganze Bandbreite des Menschseins spürbar. Heißen wir all diese Erfahrungen willkommen, erlauben wir unser Menschsein. Zuerst bei uns und dann bei anderen, das ist der Beginn unserer Menschlichkeit …

Mit der Menschlichkeit kommt die Einladung tiefer zu gehen: Du brauchst nicht länger vor der Tür zu warten. Etwas in dir ist sehr bereit. Du bist lange genug durch die Schatten geirrt. Dein Leid hat dich an die Schwelle geführt …

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Offenheit, Verfügbarsein, Sanftheit, Stille und Humor helfen dir in die innere Welt. Hier merkst du: Das sind nicht nur Eigenschaften von dir, das BIST du. Und danach hast du dich gesehnt: du selbst zu sein. In der inneren Welt ist kein Platz für deine Persönlichkeit, kein Platz für deine Wünsche. All das ist hier zu viel. Hier ist Raum für das, was du wirklich bist. Aus dem Körper – diesem lebendigen Stein – taucht dein namenloses Gesicht auf …

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There is body, whose matter is doing all sorts of things, at some places it is denser, there is more energy than elsewhere, then it pinches at an other part …
Than suddenly it kindles and enthusiasm is guest. Another time consciousness comes into play and it gets light, sometimes there is something like blessing and of course all sorts of emotional variations, pleasant and unpleasant. In the flow of experiences the whole range of being human is palpable. Welcoming all these experiences, allows us to be human. First with us and then with others, that is the beginning of our humaness …

With humaness comes the invitation to go deeper: you no longer have to wait outside the door. Something in you is very ready. You’ve been walking along the shadows long enough. Your suffering has led you to the threshold …

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Openness, availability, gentleness, silence and humor help you into the inner world. Here you realize: These are not just attributes of you, that IS you. Tats is what you were lo ging for: to be yourself. There is no room for your personality in the inner world, no room for your wishes. All this is too much there. Here’s space for what you really are. From the body – this living stone – your nameless face appears …

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Das Perlhuhn am Blechdach / The guinea fowl on the tin roof

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In Indien brauchst du nur auf dein Fahrrad steigen und losfahren. Da laufen ständig Filme und Szenen ab, soviele Details und Stimmungen. Als würde sich das ständig selbst inszenieren, immer neu, auf einer unkontrollierbaren Bühne. Bäume dürfen riesig werden, Tiere sind allgegenwärtig und selbstverständliche Akteure im Gesamtbild. Die Heiligen und die Dorfnarren sind voll mit dabei, genauso wie Verfall und Blüten, abenteurlichste Geruchskompositionen und viel Bezug der Wesenheiten untereinander …

Alles darf da sein und alles hat richtig viel Platz, der Tag wie die Nacht und du segelst da durch mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Tempel …

Zuerst fährst du durchs Außen, dann kehrst du ins Innere ein. So wie wir gelernt haben im Außen zu agieren, brauchen wir auch bestimmte Fähigkeiten, um in der inneren Welt zu navigieren …

Im Inneren müssen wir andere Knöpfe drücken; braucht es im Außen ein gesundes Ego, ist es im Inneren hinderlich. Ist in der einen Welt ein klarer Verstand von Bedeutung, wird die innere Welt vom Herzen regiert …

Im Inneren ist weniger besser, am allerbesten ist es, gleich ganz mit allem Tun aufzuhören. Du brauchst an die innere Welt nicht zu glauben, brauchst keine Religionen oder Methoden. Die bist wie ein Innenraumastronaut, richtest deine Aufmerksamkeit hinein und schaust einfach nach. Offen, verfügbar, sanft und still …

Dann zeigen sich die Straßen und Plätze deines Herzens, sie können deinem aufrichtigen Blick nicht widerstehen. Diese Orte sind weiter, als die der Aussenwelt, beleuchtet, frisch gefegt, ein paar Blüten gestreut, erwarten sie dein inneres Selbst …

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In India you just need to get on your bike and start driving. There are always movies and scenes, so many details and moods. As if it is constantly re-enacting itself, always new, on an uncontrollable stage. Trees are allowed to become huge, animals are omnipresent and natural actors in the overall picture. Saints and village fools are totally part of the show, as well as decay and flowers, most peculiar smell compositions and much relation between all entities …

Everything can be there and everything has a lot of space, the day as the night and you sail there by bike on the way to the temple …

First you drive through the outside, then you enter inside. As we have learned to act externally, we also need certain skills to navigate in the inner world …

Inside we have to press other buttons; If a healthy ego is needed in the outside, it is a hindrance inside. If a clear mind is important in one world, the inner world is ruled by the heart …

At the inside less is better, best of all is to stop doing everything right away. You do not have to believe in the inner world, you do not need religions or methods. You are like an interior astronaut, put your attention inside and just look. Open, available, gentle and quiet …

Then the streets and squares of your heart will show, they can not resist your wholehearted look. These places are wider than those of the outside world, illuminated, freshly swept, some flowers scattered, they await your inner self …

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Home is where the heart is

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Das Gedankengebäude ist wie ein Schloss aus Gummi, solange du nur so halb bewusst daran herumzerrst, rutscht es immer wieder an seinen Platz zurück. Erst wenn du es wahrhaftig anschaust, verschwindet es ohne eine Spur zu hinterlassen und ohne Anstrengung …

Immer wieder versperrt dir die Vergangenheit die Sicht. Immer wieder hüllen dich die Wolken des scheinbar mächtigen Schlafes ein und verschleppen dich in die Dunkelheit
und immer wieder kehrst du zurück und setzt dich an den Ort des Lichts.
Die alten Stimmen warnen dich: Du währest dort nur kurz geduldet. Doch du weißt, es ist dein Platz, so sehr, wie es der Ast für den Vogel ist, auf dem er den Abend begrüßt, oder wie für die Kuh auf den Straßen Indiens …

Du musst nicht durch die Welt Donald Trumpen, du musst nicht das Game of Thrones spielen, du kannst das alles wie Schuhe draußen vor dem Tempel lassen …

Die Vorhänge deines Körpers gleiten zur Seite, dein Hals streckt sich zur Sonne mit der innewohnenden Selbstverständlichkeit des weißen Reihers. Der Wind schreibt tausend Gedichte in einer längst vergessenen Sprache auf deine Haut. Du sitzt in der Mitte des subtilen Reiches. Der Moment ist bereit für dich, wie der Wassertropfen, der vom Blatt fällt.

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The building of thoughts is like a rubber castle, as long as you wrench it around with little determination, it keeps slipping back into place. Only when you really look at it, it disappears without leaving a trace and without effort …

Again and again the past obstructs your view. Again and again, the clouds of seemingly mighty sleep envelop you and drag you into the darkness
and again and again you return and sit down at the place of light.
The old voices warn you: you would only be tolerated here briefly. But you know, it is your place, as much as the branch is the place for the bird to cheerfully greet the evening, or as much as the streets of India are the right space for the holy cow …

You do not have to go through the world Donald Trumping, you do not have to play the Game of Thrones, you can leave it all like shoes outside the temple …

The curtains of your body glide aside, your neck streches to the sun with the inherent naturalness of the white egret. The wind writes a thousand poems in a long-forgotten language on your skin. You are sitting in the midst of the subtle realm. The moment is ready for you, like the drop of water falling from the leaf.

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Durchbruch / Breakthrough

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„Der, der ohne Zweifel ist, ist das wirkliche Du. Finde heraus, wer dieses wirkliche Du ist und konzentriere dich darauf.“

Ramana Maharshi

Es hängt alles zusammen: dem zu vertrauen, was das Herz erleben will, dem Zweifel keinen Raum geben, dann bekommt das voll die Durchbruchenergie. Und da noch mal ganz reingehen, nicht vorsichtig sein, nicht abwägen, nicht aufschieben …

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Es braucht keinen Fähigkeiten durch die Öffnung zu gehen, es ist eher ein sehr sanfter, süßer Durchbruch. Es braucht dich in deiner Unschuld, deiner Schutzlosigkeit, dich zu bewegen in deiner Menschlichkeit, wie sie gerade ist.
Du gehst vielleicht etwas wackelig, wie ein gerade geschlüpftes Kalb auf den Bahnen der Planeten und du glaubst, die Wände der Welt stürzen jeden Augenblick auf dich ein und doch erwächst bereits aus dem ersten Schritt Kraft, Weite und Vertrauen …

Du blickst in den Wind des Unbekannten mit den Augen eines Kindes …

Und so gehen wir Schatzsucher weiter auf hellen Straßen und folgen dem Unbegreifbaren …

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„The one who is without doubt is the real you. Find out who this real you is and concentrate on it.“

Ramana Maharshi

It all depends on trusting what the heart wants to experience, leaving no room for doubt, and then it gets full of breakthrough energy. And then go in there completely, do not be careful, do not measure, do not delay …

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It does not take any skills to go through the opening, it’s more like a very gentle, sweet breakthrough. It takes you to be in your innocence, your defenselessness, to speak without control, to move in your humanity as it is.
You may be shaky, like a newly hatched calf walking on the orbits of planets and you believe the walls of the world collapse at any moment on you and yet already arises from the first step strength, width and confidence …

You look into the wind of the unknown with the eyes of a child …

And so we go on like treasure hunters continue on bright roads and follow the incomprehensible …

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Om Namah Shivaja

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Mit dem drahtigen Inder und seiner roten Steinschleuder ist nicht zu spaßen. Er ist wohl der Einzige vor dem die Affen bei der Tempelhöhle am Arunachala Respekt haben. Die alte Affenmama, deren Zitzen die stattliche Anzahl ihrer Kinder bezeugen, öffnet dir sogar den Rucksack, den du auf deinem Körper trägst …

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Die Geschichten, die wir uns immer wieder über uns selbst erzählen, beugen uns, halten uns in der Trance eine abgetrennte Persönlichkeit zu sein.
Shiva kehrt die alten Geschichten aus dem Tempel. Deswegen hat er wohl den Ruf eines Zerstörers erhalten. Er muss das machen, denn er möchte in dir wohnen. Der Berg Arunachala ist nicht ein Symbol Shivas, er IST Shiva und du, der/die auf ihm wandert, kann nicht getrennt bleiben. Du bist das Lieblingsspielzeug in der Hand des Lebens. Klar möchte er auch in dir sein. Er will als Tiger durch deinen stillen Wald streifen. Er möchte als Pfau durch deine hohen Hallen spazieren und an deiner Quelle kauern.

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With the wiry Indian and his red Slingshot is not to be trifled. He is probably the only one from whom the monkeys at the temple cave on Arunachala have respect. The old monkey mom, whose teats testify to the stately number of her children, even opens the backpack that you wear on your body …

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The stories we keep telling ourselves about ourselves bend us, keep us in the trance to be a separate personality.
Shiva sweeps the old stories out of the temple. That’s why he probably got the reputation of a destroyer. He has to do that because he wants to live in you. Mount Arunachala is not a symbol of Shiva, it IS Shiva and you who walk on it can not be separate. You are the favorite toy in the hand of life. Of course he wants to be in you too. He wants to roam as a tiger through your silent forest. He wants to walk as a peacock through your high halls and crouch at your source.

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