Virtual reality

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In der Virtual Reality soap opera unserer Zeit geht der/die SpielerIn durch ausgemergelte Gegenden – projiziert vom psychologischen Verstand – als EinzelkämpferIn durch ein Königreich in dem immer Mangel herrscht, begleitet von ständigem Geschnatter der KommentatorInnen. Die einzige Lösung aus dem Ungenügen scheint darin zu bestehen, sich dauernd verbessern zu müssen, dem instabilen Ego Anerkennung, Bedeutung und damit Sicherheit zu verschaffen …

Den Projektionen des Verstandes, wie wunderbar sie auch sind, liegt jedoch ein noch außerordentlicheres Prinzip zugrunde: die Tatsache unserer Existenz. Hier geht der/die SpielerIn über die Weiden des Herzens, durch Schönheit und Reichtum ohne Ende. Dort wächst ständig alles nach, man braucht nichts davon zu behalten, man weiß gar nicht, wohin damit …

Solange wir nicht den grundlegenden Irrtum begehen und glauben wir seien, was unsere Gedanken projizieren, sind wir schon frei. Erst wenn wir uns damit identifizieren, beginnt die Knechtschaft. Das Gewicht der Existenz rastet in uns. Das, was uns hierher gebracht hat, atmet gleichmäßig ein und aus. Es treibt im Körper, wie ein Geist in der Flasche, es ist, was wir sind …

In the virtual reality soap opera of our time, the gamer walks through emaciated areas – projected from the psychological mind – as a lone fighter through a kingdom in which there is always lack, accompanied by constant chatter of commentators. The only solution to the insufficiency seems to be to constantly improve, to give the unstable ego recognition, meaning, and thus security …

The projections of the mind, however marvelous they are, are based on an even more extraordinary principle: the fact of our existence. Here the gamer walks over meadows of heart, through beauty and wealth without end. Everything is constantly growing here, you do not have to keep anything, you do not even know where to save it …

Unless we make the basic mistake and believe we are what our thoughts project, we are already free. Only when we identify with it does bondage begin. The weight of existence is resting in us. What brought us here breathes in and out even. It’s floating in the body, like a ghost in the bottle, it’s what we are …

Die Wurzel der Menschlichkeit / The root of humaness

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Stille bietet Raum für Begegnung mit sich selbst. Die persönlichen Aktivitäten verschwinden wie die Händler aus dem Tempel. Es ist die Zeit, jemand ganz Besonderen zu treffen …

Aus dem Inneren erhebt sich das Sein wie eine ganz vertraute Person. Man hat schon immer durch ihre Augen geschaut und schon immer ihre Stimme benutzt. Man ist sie so gewohnt, hat sie vergessen und für Tand und Anerkennung verkauft …

Jetzt ist die Zeit ihr neu zu begegnen und ihr die Regie zu überlassen. Es ist eine Begegnung mit sich selbst und doch kennt man sich nicht mehr. Man kennt sich als Person, aber nicht als Sein. Sein erkennt sich selbst und möchte spielen …

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Silence offers space for encounter with oneself. The personal activities disappear like the merchants from the temple. It’s time to meet someone special …

From the inside, being rises like a very familiar person. One has always looked through its eyes and always used its voice. One is so used to being, has forgotten it and sold it for trumpery and recognition …

Now is the time to meet it again and let it talke the reins. It is an encounter with oneself and yet one does not know one another anymore. One knows oneself as a person, but not as being. Being recognizes itself in the person and wants to play …

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Das Singen der Stille / The singing of silence

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Stille ist die Abwesenheit der Dinge.
In der äußeren Welt versuchen wir, unsere Sachen auf die Reihe zu kriegen. In der inneren Welt geht es um Sein und darum, sich zu erkennen …

Im Äußeren geht es ums Tun, die Welt ist schon krank vor lauter Tun. Aus dem Inneren kommt das nährende Sein. Das sich Wiederfinden in der Stille. Jedes Mal, wenn man sich sucht, findet man sich, jedes Mal. Immer wieder.

Das sich Wiederfinden in Worten, Bewegungen, Begegnungen und Situationen. Als wäre die Welt eine einzige Quelle des Begegnens und Erkennens. Jetzt, immer in diesem Augenblick, ist ein Blick in den Spiegel der Dinge möglich …

Silence is the absence of things.
In the outer world, we try to get things done. The inner world is about being and to see oneself …

In the outer it is all about doing, the world is already sick of doing. The nourishing being comes from the inner. Relocating in silence. Every time you look, you find yourself, every time. Again and again …

Relocating oneself in words, movements, encounters and situations. As if the world would be a unique source of encountering and knowing. Now, always at that moment, a glimpse into the mirror of things is possible …

Geisterkäfige / Ghost cages

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Da ist der Wunsch nach Freiheit, aber aus welchem Gefängnis denn? Die Käfige, in denen wir gehalten sind, kann man nicht sehen. Jedes Mal, wenn wir – meist unbewusst – glauben, frei zu sein wäre nicht möglich, bildet genau das den Käfig …

Da ist der Wunsch nach Freude, doch Freude ist unser Grundzustand, unser Name, unser Sein. Was zwischen uns und unserer Freude ist, lässt sich mit den Sinnen nicht erfahren. Jedes Mal, wenn wir – meist aus Gewohnheit – annehmen, wir hätten es ja nicht besser verdient, wird Freude verschleiert …

Die Trennung von dem, was wir wirklich wollen, sind unbewusste Annahmen. Unsichtbar, weil so gewohnt. Mächtig, weil nicht gesehen.
Bewusstsein ist kein Luxus, den man in Meditationen erlernt, um in andere Sphären zu gelangen. Es ist der Schlüssel, der die Geisterkäfige öffnet. Es begleitet unsere Schritte und hält die Öffnung aufrecht, in dem, was ist …

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There is the desire for freedom, but from what prison? One can not see the cages in which we are held. Every time we think – mostly unconsciously – that being free is not possible, that’s exactly what builds the cage …

There is the desire for joy, but joy is our ground state, our name, our being. What is between us and our joy can not be experienced with the senses. Every time we accept – mostly out of habit – that we did not deserve it better, joy is obscured …

The separation from what we really want Gold ist of unconscious assumptions. Invisible, because we are so used to. Powerful, because not seen.
Consciousness is not a luxury that one learns in meditations to reach other spheres. It is the key that opens the ghost cages. It accompanies our steps and maintains the opening to what is …

Bühne frei! Clear the desks!

Brautpaar

Als wir das Paradies an das Ego verkauften, haben wir auch uns selbst verloren. Wenn jedoch das Denken still wird und auch alles Wünschen und Hoffen schweigt, kehrt das Verlorene ganz von selbst zurück. Wenn alles Tun aufhört und die Anspannung loslässt, ist die Bühne frei für das, was immer übersehen wurde …

Was vorher keine Gestalt hatte, mischt sich nun munter in die Welt der Formen. Magie flüstert im Rascheln der Gräser. Die Feststofflichkeit erlöst sich. Das Grenzenlose tritt in den Vordergrund und trinkt Kaffee …

Seine Bestimmung zu leben meint wohl, sich nicht in der Gedankenferne zu verlieren, sondern ganz hier, endlich dafür zu gehen, was man schon seit jeher im Herzen weiß …

When we sold paradise to the ego, we also lost ourselves. However, when thinking becomes silent and all desires and hopes remain quiet, the lost paradise returns automatically. When all action stops and the tension releases, the stage is free for what has always been overlooked …

What does not have a form, mixes now merrily into the world of forms. Magic whispers in the rustling of the grasses. The solid unbans. The limitless comes to the foreground and drinks coffee …

To live ones purpose means probably not to lose oneself in the distance of thought, but being right here to finally go for what one has always known in the heart …

Wer aber von diesem Wasser trinkt … / Who drinks from this water …

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Wo sind wir da hingeraten, in dieses Pendel zwischen Geburt und Tod, zwischen Ohnmacht und Segen?

Stilles Bewusstsein ist immer gegenwärtig, immer verfügbar, in jedem Moment, unter allen Umständen. Im Angesicht des Todes, im totalen Versagen sowie in Sehnsucht und Erfolg …

Dieses Vertrauen – selbst wenn es uns beutelt und würgt – einfach reinzugehen, in die Offenheit der Stille, wie Hans im Glück …

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Where did we find ourselves, in this pendulum between birth and death, between helplessness and blessing?

Silent consciousness is always present, always available, in every moment, under all circumstances. In the face of death, in total failure and in longing and success …

This confidence – even when it puffs and chokes us – to just go in, into the openness of silence, like Hans in luck …