THE JOURNEY OF THE KING*QUEEN

Die Reise des*der König*in geht durch das ganze Spektrum des Menschseins. Es ist kein abgehobener, überwertiger Zustand, sondern ist tief verwurzelt in der Natur der Dinge. Die Reise beginnt, wenn die eigene Natur – das eigene Wesen – erkennt, wie oft es unter der Knechtschaft des Ego schleicht …

Wenn es die Notwendigkeit erkennt,
den Machtinstrumenten des Egos zu misstrauen. Es verweigert sich konsequent der Sehnsucht nach Kontrolle und Sicherheit, lehnt es ab, nach bereits bekannten Richtlinien zu leben und folgt stattdessen dem Gesetz der Sterne …

Das eigene Wesen spürt zögernd zuerst doch immer klarer, die Unaufhaltsamkeit der Freiheit. Die eigene Natur hatte in der Knechtschaft ihren Wert vergessen und bekommt nun, wie blind segelnd, eine Krönung von den Windhänden des Lebens mit dem Auftrag, die eigene Majestät nicht mehr zu verleugnen …

The journey of the king*queen is through the whole spectrum of being human. It is not an aloof, superior state, but is deeply rooted in the nature of things. The journey begins when one’s nature recognizes one’s being, how often it creeps under the bondage of the ego …

When it recognizes the need
to distrust the ego’s instruments of power. When it consistently refuses the longing for control and security, refuses to live according to already known guidelines and instead follows the law of the stars …

The own nature feels hesitantly at first, but more and more clearly, the inexorability of freedom. One’s own nature had forgotten its value in slavery and now, sailing as if blind, receives a coronation from the wind hands of life with the order not to deny one’s own majesty anymore …

YOU CANNOT BRING YOUR WEAPONS INTO THE HOUSE OF SILENCE

Entweder verbringt man seine*ihre Zeit mit  Vorstellungen über das Leben oder man lebt es direkt. Entweder geht man mit dem Leben um, als wäre es verpackt und dürfe nicht geöffnet werden oder man taucht ein in die nackte Tatsache, dass man existiert …

Der Verlockung der offenen Tür folgend, die Entschuldigungen, warum es jetzt nicht möglich ist vergessend, losgelöst im immer Neuen landend. Freiheit ist Anwesenheit …

Wenn der Lärm der Welt im eigenen Kopf schwindet, gleicht man einem empfindsamen Gefäß, in welches von überall her Leben fließt, bis es keinen Unterschied mehr gibt zwischen innen und außen …

Egal, wie oft man sich in der Welt verstrickt und egal wie oft sich die eigenen Schiffe im Nebel verlieren, in der Tiefe der Stille wartet geduldig der Zauber das Seins wie Lichter an einem ewigen Hafen  …

Either you spend your time with ideas about life or you live it directly. Either one deals with life as if it were packed and must not be opened or one immerses oneself in the naked fact that one exists….

Following the temptation of the open door, forgetting the excuses, why it is not possible now, detached in the always new. Freedom is presence …

When the noise of the world in one’s own head fades away, one resembles a sensitive vessel into which life flows from everywhere, until there is no more difference between inside and outside …

No matter how often one gets entangled in the world and no matter how often one’s own ships get lost in the fog, in the depth of silence the magic of being waits patiently like lights at an eternal harbor …

LICHTUNG / CLEARING

Wenn Menschsein sich schwer anfühlt und ohne Hoffnung, neigen wir dazu, uns selbst zu verlassen. Wir durchforsten die Gedankenwälder nach Lichtungen, werden hier jedoch höchstens kurz erleichtert, weil da ja auch kein wirkliches Leben stattfindet …

Verlassen wir uns jedoch nicht, sondern beiben wie ein*e gute*r Freund*in sogar in der Schattenwelt, fließt sofort neue Kraft und echte Zuversicht ins Geschehen …

Die guten Geister warten förmlich auf den Moment, in dem ein Mensch beschließt, bei sich zu stehen, gerade wenn er*sie unfähig ist und nicht mehr weiß, wie er*sie mit den eigenen Möglichkeiten weitergehen soll …

When being human feels heavy and without hope, we tend to abandon ourselves. We search the thought forests for clearings, but are at most briefly relieved here, because there is no real life there anyway …

However, if we do not leave ourselves, but remain like a good friend even in the shadow world, new strength and real confidence immediately flows into the events …

The good spirits are literally waiting for the moment when a person decides to stand by oneself, just when one is incapable and no longer knows how to continue with ones own possibilities …

STANDartS 2

Es gibt mehr als eine Art sein*ihr Leben zu leben.

Vorwiegend in der westlichen Welt haben sich Standards entwickelt, die einem, wenn man als Begünstigte*r darin lebt, kaum auffallen. Sie beschreiben die Normalität, die man sich von einem*r ordentlichen Bürger*in wünscht. Wie fleißig ein Individuum sein sollte, welche Voraussetzungen er*sie haben sollte, um von Gesundheitswesen und sozialen Errungenschaften zu profitieren, bis hin zu angepassten Geschlechterrollenverhalten und alles dazwischen …

Die Standards bieten gewisse Sicherheiten und Vergünstigungen für diejenigen, die ihr entsprechen. Doch die Normalität ist zu eng und ausschließlich geworden. Man bekommt das zu spüren, wenn die eigene Natur anders tickt, wenn man das eigene Leben anders leben möchte, wenn man ein*e Eingeborene*r ist, dem fahrenden Volk oder einer anderen Minderheit zugehörig ist …

Man passt sich an oder fällt sehr schnell aus der Normalität und wird nicht mehr unterstützt, sondern angefeindet. Einfach, weil die Hautfarbe, der gesellschaftliche Status oder sonst irgendetwas anders ist. Die Standards fallen erst auf, wenn man nicht oder nicht mehr dazugehört. Für manche Menschen ist es klar, dass  der Preis dafür zu hoch ist, um die eigene Natur und Lebensweise zu opfern …

Die Entwicklung der Menschlichkeit gebietet es, in Betracht zu ziehen, dass Individuen das Recht haben, ihr Leben nach ihrer eigenen Natur zu leben. Es gibt mehr als nur eine ‚richtige‘ Art sein*ihr Leben zu leben. Wenn wir aus den Herausforderungen wie Covid, Klimawandel etc. lernen wollen, brauchen wir die Randgruppen. Die neue Welt integriert an den Rand gedrängte Kulturen, denn sie hüten die Schätze, die wir vermissen …

There is more than one way to live your life.

Mainly in the Western world, standards have developed that are hardly noticeable when you live in them as a beneficiary. They describe the normality that one wants from a proper citizen. How industrious an individual should be, what conditions he*she should have to benefit from health care and social achievements, to adjusted gender role behavior and everything in between …

The standards provide certain securities and benefits for those who conform to it. But normalcy has become too narrow and exclusive. You feel this when your nature is different, when you want to live your life differently, when you are a native, a travelling people or a minority …

One adapts or falls very quickly out of normality and is no longer supported, but is opposed. Simply because the skin color, social status or anything else is different. The standards are only noticed when one does not belong or no longer belongs. For some people it is clear that the price is too high to sacrifice their own nature and way of life …

The development of humanity demands to consider that individuals have the right to live their lives according to their own nature. There is more than one ‚right‘ way to live his*her life. If we are to learn from challenges such as covid, climate change, etc., we need the marginalized. The new world integrates marginalized cultures, because they guard the treasures we miss …

TRAUMA UND DAS ERBLÜHEN DER STILLE / TRAUMA AND THE FLOWERING OF SILENCE

‚Es gibt kein Erwachen ohne Schmerz.‘
C.G. Jung

Die Wunde treibt uns aus der Form in das Formlose. Ihr heftiger Ruf erinnert daran, unsere wirkliche Heimat zu finden. Erlauben wir die Wunde, streifen die Gewänder und Schutzpanzer der Welt ab, betreten wir den Raum der Stille …

Doch verwechseln wir die Abwesenheit der Welt und unserer persönlichen Anliegen nicht mit nichts, denn die Stille ist bei genauerer Betrachtung voll Leben. Erst wenn die Knospe sich öffnet, verströmt der Duft …

Die Stille ist nicht nichts, sie ist dein Herz, dein Innerstes, das, was du wirklich bist. Um den Raum der Stille – deinen Raum – zu betreten, braucht es keine Voraussetzungen, es muss nichts anders sein, du kannst jederzeit hinein, wo und wie auch immer du gerade bist …

‚There is no coming to consciousness without pain.‘
C.G. Jung

The wound drives us out of form into the formless. Its fierce call reminds us to find our real home. If we allow the wound, strip off the robes and protective armor of the world, we enter the space of silence …

But let us not confuse the absence of the world and our personal concerns with nothing, for silence, on closer inspection, is full of life. It is only when the bud opens that the fragrance emanates …

Silence is not nothing, it is your heart, your innermost being, what you really are. To enter the space of silence – your space – you don’t need any preconditions, nothing needs to be different, you can enter at any time, wherever and however you are …

DIE REISEN DER SEELE UND DIE REISEN DES MENSCHEN / THE JOURNEYS OF THE SOUL AND THE JOURNEYS OF MAN

Es sieht so aus, als würde in einem Körper zwei Reisen stattfinden, die der Seele und die des Menschen. Und es sieht auch so aus, als würden sich die beiden Lebensreisen gar nicht mal so oft begegnen, sondern unterschiedliche Wege gehen …

Die Wege des Menschen sind offensichtlich, es geht um Überleben für sich und den Clan und etwas zu erreichen oder etwas zu verteidigen. Um die Wege der Seele zu erkennen, braucht es sanfte Augen, damit man ihre lodernden Spuren im eigenen Inneren erkennt …

Wenn etwas sich so absolut richtig anfühlt, ohne dass man sich erklären kann oder man ohne ersichtlichen Grund zu leiden beginnt, dann kreuzen sich die Wege des Menschen und die der Seele …

Mit sanften Augen betrachtet ist alles, was geschieht ein perfektes Set-up für die Begegnung der beiden. In dieser Begegnung findet Ankommen statt und Heilung …

It looks as if in one body two journeys take place, that of the soul and that of the human being. And it also looks as if the two journeys of life do not even meet that often, but go different ways …

The ways of the human are obvious, it is about survival for oneself and the clan and to achieve something or defend something. To discern the ways of the soul, it takes gentle eyes to recognize its blazing traces within oneself …

When something feels so absolutely right, without being able to explain it, or one begins to suffer for no apparent reason, then the paths of man and those of the soul cross …

Seen with gentle eyes, everything that happens is a perfect set-up for the meeting of the two. In this encounter, arrival takes place and healing …

TRAUMA AND THE DANCE

Es gibt Aspekte von einem selbst, die man nicht mag. Kaum jemand möchte weinerlich rumheulen wie ein trotziges Kleinkind oder voll Neid und Eifersucht sein. Und niemand möchte zutiefst verletzt sein, dennoch ist all das Teil des Tanzes …

Schiebt man das Herbe des Lebens weg, verhärtet man sich, die inneren Bewegungen hören auf, mit dem Ganzen zu schwingen. Wenn jedoch auch die ungeliebten Facetten von einem selbst Aufmerksamkeit bekommen, werden sie Teil des Ganzen …

Das größte Geschenk, dass man sich selbst machen kann, ist nicht sein*ihr Leben auf die Reihe kriegen oder es endlich richtig zu machen. Das größte Geschenk sind die kleinen Momente, in denen die eigene Anwesenheit dem Sog des Unbewussten widersteht und der Kampf zum Tanz wird …

There are aspects of yourself that you don’t like. Hardly anyone wants to whine like a defiant toddler or be full of envy and jealousy. And no one wants to be deeply hurt, yet all that is part of the dance …

If one pushes away the harsh of life, one hardens, the inner movements cease to vibrate with the whole. However, if the unloved facets of oneself also get attention, they become part of the whole …

The greatest gift you can give yourself is not to get your life together or to finally get it right. The greatest gift are the small moments when your presence resists the pull of the unconscious and the struggle becomes a dance …

STANDartS

Um als Individuum halbwegs aufrecht in unserer westlichen Gesellschaft leben zu können, ist es nötig, deren verborgene Gesetzmässigkeiten zu verstehen. Es haben sich über die Zeit gewisse Standards in fast allen Bereichen entwickelt, die nicht mehr hinterfragt werden dürfen …

Dazu gehören:
• Alte, weisse Männer haben die Macht
• Hetero Beziehungen
• Westliche Medizin und Pharmaindustrie
• Tiere als Ware
• Wissenschaftliche Dogmas
• Staatliches Schulsystem
• Lohnarbeitssystem
• Kapitalismus
• Religiöser Fundamentalismus
• Justiz und Polizeiauthorität
• Gesellschaftlicher Status`
• Kunstmarkt und Kurator*innen

Als Individuum ist die wohl größte Herausforderung dieses ‚Coming-out‘ mit dem, was wir wirklich sind, jenseits aller Masken. Und als wäre es nicht schon heftig genug, die inneren Auseinandersetzungen mit der eigenen Konditionierung zu meistern, müssen wir auch noch gegen die Mauern dieser kollektiven Standards laufen …

Es ist Zeit, für eine inklusive menschliche Gesellschaft einzutreten, die Welt füreinander so sicher zu machen, damit wir darin sein können, wer wir wirklich sind. Und wenn das bedeutet, die eingefleischte Hörigkeit diesen überheblichen Standards gegenüber infrage zu stellen, dann ist das eben so …

In order to live as an individual halfway upright in our western society, it is necessary to understand its hidden laws. Over time, certain standards have developed in almost all areas, which may no longer be questioned …

These include:

  • Old, white men have the power
  • Hetero relationships
  • Western medicine and pharmaceutical industry
  • Animals as commodities
  • Scientific dogmas
  • State school system
  • Wage labor system
  • Capitalism
  • Religious fundamentalism
  • Judiciary and police authority
  • Social Status
  • Art market and curators

As an individual, probably the greatest challenge is this ‚coming out‘ with who we really are, beyond all masks. And as if it wasn’t hard enough to cope with the inner struggles with our own conditioning, we also have to run against the walls of these collective standards …

It’s time to stand up for an inclusive human society, to make the world safe enough for each other so that we can be who we really are in it. And if that means challenging the ingrained bondage to these arrogant standards, so be it …

THE OTHER SIDE OF TRAUMA

‚Das abgetrennte Solo-Ich ist die Lüge, die uns traumatisiert.‘
Dan Siegel

Öffnet sich der Blick für Trauma, sieht man es überall in den Gesichtern, in den Körpersprachen, an der Supermarktkassa, im Restaurant, in der Kirche, im Krankenhaus, im Parlament, es bestimmt den Lauf der Gesellschaft aus dem Verborgenen …

Ein interessantes Phänomen, welches dabei entsteht, ist Mitgefühl; man wird nicht mehr so leicht in das Spiel von Bewertung gezogen, steigt nicht mehr so leicht in reaktives Verhalten ein und kann sich selbst und die anderen beim besten Willen nicht mehr so einfach verurteilen …

Hört man zum ersten Mal von Trauma, denkt man gleich an etwas Unangenehmes. Eigentlich will man da nicht so gerne hinsehen. Man hat schließlich ein Leben lang daran gearbeitet, die Wunde auszublenden. Sieht man dennoch hin, wartet eins der größten Abenteuer unserer Zeit: die Transzendenz der Wunde …

Seine*ihre Welt, um die Wunde zu bauen ist anstrengend, der Quell der Lebendigkeit versiegt, es ist nurmehr bloßes Überleben möglich. Während der Abenteuerreise zur anderen Seite des Traumas wird es vielleicht etwas ruppig, aber langsam langsam kommt die Magie zurück. Ein Einziehen in sich selbst, wie die Rückkehr aus dem Exil …

Diese Erleichterung, wenn der Schatten des Traumas dem Licht der eigenen, entspannten, aufmerksamen Anwesenheit weicht. Die Dankbarkeit auf der anderen Seite voll lebendig wieder ausgespuckt zu werden. Die natürliche Freude, welche gleich mal um die Ecke gebogen kommt und der ganze Saft, der endlich wieder aufsteigt, wie in einem trockenen Gehölz …

‚The seperate solo self is the lie that is traumatizing us.‘
Dan Siegel

If you open your eyes to trauma, you can see it everywhere in the faces, in the body language, at the supermarket checkout, in the restaurant, in the church, in the hospital, in the parliament, it determines the course of society from the shadows …

An interesting phenomenon that arises is compassion; one is no longer so easily drawn into the game of judging, enters no longer so easily into reactive behavior and can no longer, with the best will in the world, so easily condemn oneself and others …

When you hear about trauma for the first time, you immediately think of something unpleasant. Actually, you don’t want to look at it so much. After all, you have worked all your life to hide the wound. But if you do look, one of the greatest adventures of our time awaits you: the transcendence of the wound …

To build ones world around the wound is exhausting, the source of liveliness dries up, only mere survival is possible. During the adventure journey to the other side of the trauma, it may get a little rough, but slowly slowly the magic comes back. A move-in into oneself, like the return from exile ….

This relief when the shadow of the trauma gives way to the light of one’s own relaxed, attentive presence. The gratitude to be spat out fully alive again on the other side. The natural joy, which comes right around the corner and all the sap that finally rises again, like in a dry grove …

TRAUMA UND RELIGION / TRAUMA AND RELIGION

Wenn wir über Trauma sprechen, ist es fast unmöglich, nicht auch über Religionsgründer zu sprechen, deren zentrale Aufgabe es war, Menschen aus dem Leid zu führen.
Über den buddhistischen Weg habe ich schon in dem Blog ‚Trauma und Mitgefühl‘ geschrieben, doch auch die christliche Botschaft hat hier einiges zu bieten …

Der ‚Schmerzensmann‘ spiegelt uns so allgegenwärtig in Klassenzimmer und Wegkreuzungen das eigene Leid mit dem Hinweis auf Erlösung, dass wir das einfach übersehen, weil wir so daran gewohnt sind wie an unser Trauma selbst, das auch von den meisten nicht mehr wahrgenommen wird …

Und wir können die christliche Botschaft wohl auch nicht gut nehmen, weil diese im Lauf der Zeit bis ins Abscheulichste verfälscht wurde, was wohl bei den meisten Religionen der Fall ist. Wenn in einem Menschen das Bewusstsein für die eigene Wunde wächst und Selbstfürsorge beginnt, ist es, wie wenn man in einer dunklen Kirche das Licht aufdreht: Die düsteren Kreaturen, welche aus der Wunde entstanden sind, flüchten sich in die Schatten …

Und wenn wir neu hinsehen, hat Christus – meinem Verständnis nach – den neuen Menschen ausgerufen, der die Dornenkrone gegen eine wirkliche tauscht und der in Verbundenheit lebt. Er fragt: Wer bist du, wenn dein Leben nicht länger von Trauma diktiert wird?

When we talk about trauma, it is almost impossible not to talk about founders of religions whose central task was to lead people out of suffering.
I have already written about the Buddhist path in the blog ‚Trauma and Compassion‘, but the Christian message also has a lot to offer here …

The ‚Man of Sorrows‘ reflects to us so ubiquitously in classrooms and crossroads our own suffering with the hint of redemption that we simply overlook it, because we are so used to it as to our trauma itself, which is also no longer perceived by most …

And we probably can’t take the Christian message well either, because it has been distorted in the course of time to the most abominable, which is probably the case with most religions. When the awareness of one’s own wound grows in a person and self-care begins, it is like turning on the light in a dark church: the dark creatures which have arisen from the wound take refuge in the shadows …

And if we look anew, Christ – according to my understanding – has proclaimed the new man, who exchanges the crown of thorns for a real one and who lives in connectedness. He asks: Who are you when your life is no longer dictated by trauma?