ART IS THE CURE

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Interessant, wenn man im konditionierten Denken lebt, ist das zwar scheinbar sicherer, aber uninteressant. Menschen werden erst so richtig schön, wenn sie nicht mehr den nächsten Schritt wissen. Erst im Nichtwissen öffnet sich das Wesentliche …

Gerade diese Schranke bewacht das konditionierte Denken mit allen Mitteln, weil die scheinbare Sicherheit auf dem Spiel steht. Unsere Gesellschaft spiegelt dieses kollektive innere Verhalten in das Außen. Schmerz und Leid ist allgegenwärtig, überdeckt von Selfiefiltern …

Das, was uns antreibt die scheinbare Sicherheit zu wahren, dieselbe Triebkraft, die sich in unerbittlichem Selbsterhalt erschöpft, kann genauso gut beginnen zu singen, zu malen oder zu tanzen. Kunst ist die Medizin, die das Potenzial des Menschen in Schönheit wandelt …

Interesting, if one lives in conditioned thinking, this is apparently safer, but uninteresting. People only become really beautiful when they no longer know the next step. Only when they don’t know the essentials open up …

It is precisely this barrier that is guarded by conditioned thinking with all means, because apparent security is at stake. Our society reflects this collective inner behaviour in the outside world. Pain and suffering are omnipresent, covered by selfie filters …

That which drives us to maintain apparent security, the same pressure that is exhausted in inexorable self-preservation, can just as well begin to sing, paint or dance. Art is the medicine that transforms man’s potential into beauty …

 

HOME IS WHERE THE HEART IS

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Man baut sich eine Existenz auf, sorgt für die Kinder, erfüllt mehr oder weniger gut die Normen der Gesellschaft, erlebt seine Freuden und Leiden, gewinnt oder verliert manchmal und bemerkt bis zum letzten Atemzug nicht, dass man nicht frei war …

Unbemerkt hat man den Befehlen der Konditionierung bedingungslos gehorcht, sie nicht infrage gestellt – außer vielleicht mal in einer rebellischen Phase in der Jugend – und das Leben wie automatisch gesteuert verbracht …

Für diejenigen, denen das nicht genügt, die auch noch einen Auftrag ihrer Seele verspüren: Sobald man konsequent den alten Stimmen im Kopf den Rücken kehrt, weist das Gesicht bereits in die Freiheit. Geht man noch einen Schritt weiter und mag es, seinen*ihren Hauptwohnsitz im Herzen zu gründen – ohne Grund und ohne Zweck – lebt man bereits in Freiheit …

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One set up his*her business, take care of the children, meet the norms of society more or less, experience his*her joys and sorrows, win or lose sometimes and don’t realize until his*her last breath that he*she weren’t free …

Unnoticed, one has absolutely obeyed the commands of conditioning, not questioned them – except perhaps in a rebellious phase in youth – and spent life as automatically controlled …

For those for whom this is not enough, who also feel a mission of their soul: As soon as you consistently turn your back on the old voices in your head, your face already points to freedom. If you go one step further and like to establish your main residence in your heart – for no reason and no purpose – you already live in freedom …

inSPIRIT

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Als Künstler*in ist man ja meistens ein ganz normaler Typ, geprägt von Herkunft, Tradition, etc. Aber MANCHMAL passiert etwas Besonderes: die süße Lebendigkeit der Inspiration flutet einem innerlich …

Es ist, als gäbe es keine Erdenschwere mehr, keine Limits von wegen das könnte anstrengend werden. Die Wahrscheinlichkeit des Unmöglichen ist wie weggeblasen, kein Zweifel weit und breit …

Etwas kündigt sich an, etwas nähert sich voll von Verführungskünsten und flüstert in beide Ohren und diese krasse Möglichkeit des Sensationellen macht sich breit. Und diese*r an sich ganz normale Typ erlebt die Magie des Erschaffens …

As an artist you are usually a quite normal type, shaped by origin, tradition, etc. But SOMETIMES something special happens: the sweet liveliness of inspiration floods you internally …

It’s as if there were no more earthly heaviness, no thoughts that this could be exhausting. The probability of the impossible is blown away, no doubt far and wide …

Something announces itself, something approaches full of seductive arts and whispers in both ears and this blatant possibility of the sensational spreads. And this normal type experiences the magic of creation …

Dein Mysterium / Your Mystery

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Wir alle machen so viel wertvolle Arbeit, die nicht von der Leistungsgesellschaft honoriert wird. Wir antworten auf unsere Träume, wir folgen unserer Sehnsucht, entscheiden uns so oft für das Richtige. Immer wieder folgen wir unserem Herzen, auch wenn wir es kaum verstehen,
auch wenn uns die Vernunft noch so warnend an den Knöcheln packt …

Die Einladung besteht, nicht aufzugeben, sondern egal in welchen Umständen aufzuwachen und das Licht einzuschalten. Denn alles, was die Welt uns zuruft, was durch uns zur Welt kommen möchte, würde nicht kommen, ohne unsere Antwort auf den Ruf …

Dein Mysterium ist das, wovon du immer wusstest, aber nie ganz fassen konntest. Es taucht im Lärm der Welt als leiseste Stimme auf, wächst immer wieder wie eine Blume zwischen dem Getrampel der Eifrigen, verschenkt sich in deiner Zuwendung, öffnet die Wüste des Nutzdenkens, ins Magische …

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We all do so much valuable work that is not rewarded by the effort oriented society. We respond to our dreams, we follow our call, we so often decide for the right thing. Again and again we follow our heart, even if we hardly understand it,
even if reason grabs our ankles so warningly …

The invitation is not to give up, but to wake up in whatever circumstances and switch on the light. Because everything that the world calls out to us, everything that wants to come into the world through us, would not come without our response to the call …

Your mystery is what you always knew about, but never quite grasped. It appears in the noise of the world as the quietest voice, grows again and again like a flower between the trampling of the zealous, gives itself to your listening for no reason, opens the desert of profit and gain into magic …

 

ON GOLDEN GROUND

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Ständig fallen mir neue Varianten von dem Motiv mit meinen beiden Lieblingsmodellen ein. Bernhard und Katharina hatten eine Performance gemacht: mit verbundenen Augen durch eine Bachlandschaft zu gehen …

Weiss gar nicht, was sie damit ausdrücken wollten, für mich gehts erst mal um die Entwicklung des Tafelbildes. Bevor die Zentralperspektive erfunden wurde, waren die Figuren in einem Goldgrund verankert. Man war sozusagen eins mit dem Hintergrund …

Und dann lernten sie zwischen gut und böse, richtig und falsch zu unterscheiden und traten somit raus aus der Verbindung. Ist gar nichts verkehrt daran, so läuft Menschheitsentwicklung nun mal …

In den Bildern jetzt sind die Figuren durch ihre Augenbinden getrennt vom Eigentlichen. Das unpackbare der menschlichen Reise: Trotz des Handicaps, trotz des verlorenen Paradieses, trotz der offensichtlichen Arschkarte, machen wir was wir nur irgendwie können und gerade das ist schöner als alles Ideale. Dafür haben wir uns alle einen gehörigen Applaus verdient …

Witziges Detail: würden die Protagonisten ihre Augenbinden abnehmen, würden sie erkennen, dass sie bereits da sind, wo sie hinwollen …

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I constantly think of new variants of the theme with my two favourite models. Bernhard and Katharina had done a performance: to walk with blindfolded eyes through a creek landscape …

I don’t know what they wanted to express, for me it’s all about the development of the panel painting. Before the central perspective was founded, the figures were anchored in a gold ground. They were, so to speak, one with the background …

And then they learned to distinguish between good and evil, right and wrong and thus stepped out of the connection. There’s nothing wrong with it, it is just what development of mankind works …

In these paintings now the figures are separated from the actual by their blindfolds. The amazing thing about the human journey: Despite the handicap, despite the lost paradise, despite that we got the shit end of the stick, we do what we can and that is more beautiful than anything ideal. We all deserve a lot of applause for that …

Funny detail: if the protagonists would take off their blindfolds, they would realize that they are already where they want to be …

 

Alice in Wonderland – or the Invisible Frontier

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Die Wurzel der Probleme unserer Zeit ist der Zustand der Trennung: ich und die Anderen, ich und die Welt. Etwas in einem, nimmt aus Gewohnheit unbewusst an, hier wäre eine unüberwindbare Grenze und verhält sich dementsprechend.
Diese Grenze zwischen Freiheit und in Trennung gefangen sein, funktioniert wie ein Spiegel. Fühlt man sich getrennt von allem, im trockenen Nutzdenken gefangen, genügt ein Blick in den Spiegel …

Der Spiegel zeigt uns auf süsse Art unsere Unzulänglichkeiten und zeigt uns, wo wir anhaften. Sind wir bereit, uns so zu sehen, wie wir wirklich sind – mit Freundlichkeit und Wärme – wird der Spiegel zum Fenster in die andere Welt, in das magische, immer frische Unbekannte …

Bleibt die Frage, was hat uns denn gebunden, uns freie Wesen? Wer hat die unsichtbare Grenze errichtet, Wer den Bann gesprochen?
Ein Gesicht kann so wunderschön werden, bevor es in das Unbekannte geht. Wenn man den Bereich dessen verlässt, was Körper und Konditionierung glauben machen wollen. Wenn man durch das Fenster hinaus in die abenteuerliche Nacht entflieht …

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The root of the problems of our time is the state of separation: me and the others, me and the world. Something in us unconsciously assumes out of habit that there is an insurmountable border and behaves accordingly.
This frontier between freedom and being trapped in separation functions like a mirror. If one feels separated from everything, trapped in dry compulsive thinking, a glance in the mirror is enough …

The mirror shows us our shortcomings in a sweet way and shows us where we are attached. If we are ready to see ourselves as we truelly are – with friendliness and warmth – the mirror becomes a window into the other world, into the magical, always fresh unknown …

The question remains, what has bound us, us free beings? Who erected the invisible border, who cast the spell?
A face can become so beautiful before it goes into the unknown. When one leaves the realm of what the body and conditioning want us to believe. When one escapes through the window into the adventurous night …

 

Radical Beauty

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In einer Welt, in der nur von Leistung und Funktion geträumt wird, braucht es den radikalen Gestaltungswillen Schönheit bedingungslos ins Zentrum zu rücken. Sich nicht – wie die Mehrheit – angstbesetzt selbst an den Nutzen zu versklaven, sondern provokant den Müßiggang vorzuziehen und im Schönen zu verweilen …

Die Erkenntnis, dass wir zu abgründigster Schrecklichkeit fähig sind, verhindert scheinbar, uns dem Schönen zuzuwenden. Wir empfinden es unbewusst als heuchlerisch oder denken es nicht zu verdienen. Es ist scheinbar nur möglich, Schönheit in einen Nichtraum zu verbannen – zusammen mit Ehrfurcht, Wahrheit und Majestät – den realistische Menschen nur belächeln können …

Für Menschen, die sich dennoch dem Schönen zuwenden, wäre es angebracht eigene Schönheitsoasen zu entwickeln und sich kompromisslos daran zu orientieren, weil die Gesellschaft mit aller Kraft in eine andere Richtung zieht.
Wir brauchen eine Kultur die aus der Schönheit kommt …

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In a world that dreams only of achievment and function, the radical creative will to beauty needs to be unconditionally placed at the centre. Not to anxiously enslave ourselves – like the majority does – to profit and gain, but provocatively prefer idleness and linger in beauty …

The realization that we are capable of the most abysmal horror seems to prevent us from turning to the beautiful. We unconsciously perceive it as hypocritical or think we don’t deserve it. It is apparently only possible to ban beauty to a nonspace – together with awe, truth and majesty – which realistic people can only smile at.

For people who nevertheless turn to beauty, it would be appropriate to develop their own beauty oases and to orient themselves uncompromisingly to them, because society is moving with all its strength in another direction.
We need a culture that comes from beauty …