FLOW

Kreatives Anteilhaben an der Schöpfung ist eine ganz andere Kiste als die funktionale Herangehensweise, welche von Nutzdenken geprägt ist. In einem kreativen Prozess bewegt man sich wie in einem Traum, trifft Entscheidungen wie ein Vogel im Flug. Das Erleben ist unabhängig, nicht an rationale Überlegungen und Konditionierungen gebunden …

Kreativität ist wie ein Fluss. Man kann sich dem Fluss anvertrauen und sehen, wohin er einem führt. Macht man das öfter, sieht man ein paar Gesetzmäßigkeiten: Nichts ist zufällig, Fehler spielen keine Rolle, alles ist miteinander verbunden, Interesse und Freude sind wie ein Kompass und eine innewohnende Intelligenz, die weit über den Verstand hinausgeht, führt einem entlang …

Das verrückteste Phänomen allerdings ist, dass Kreativität sozusagen von ganz allein funktioniert, es braucht MICH nicht, es braucht keine psychologische Persönlichkeit, die es lenkt, ja, es geht sogar besser vonstatten, wenn sich dieses Ego gar nicht einmischt, denn es hätte sowieso nur entweder Angst zu versagen oder übersteigerte Erfolgsfantasien …

Dort, wo der Wind beginnt, wird man niemand. Dort, wo die Jahreszeiten wechseln, löst man sich in allem auf. Dort, wo das ergraute Eichhörnchen seinen letzten Atemzug macht, bleibt das, was ist. Dort, am Anfang aller Dinge, taucht der Pinsel – jenseits von richtig und falsch – in die Quelle der Kreativität und zieht fraglos seine Bahn …

Creative participation in the universe is a completely different mode than the functional approach, which is characterized by profit thinking. In a creative process you move like in a dream, make decisions like a bird in flight. The experience is independent, not bound to rational considerations and conditioning …

Creativity is like a river. You can entrust yourself to the river and see where it takes you. If you do this more often, you will see a few laws: Nothing is random, mistakes don’t matter, everything is connected, interest and joy are like a compass and an inherent intelligence that goes far beyond the mind leads you along …

The craziest phenomenon, however, is that creativity works on its own, so to speak. It doesn’t need ME, it doesn’t need a psychological personality to guide it, yes, it works even better if this ego doesn’t interfere at all, because it would only have either fear of failure or exaggerated fantasies of success …

Where the wind begins, you become nobody. There, where the seasons change, you dissolve into everything. There, where the gray squirrel takes its last breath, remains what is. There, at the beginning of all things, the brush – beyond right and wrong – dips into the source of creativity and undoubtedly draws its course …

ON TOP OF THE WORLD

„Es gab einmal, als Frauen noch Vögel waren, das einfache Verständnis, dass in der Morgendämmerung zu singen und in der Abenddämmerung zu singen die Welt durch Freude heilte.
Die Vögel erinnern sich noch
was wir vergessen haben,
dass die Welt dazu bestimmt ist, gefeiert zu werden“.
Terry Tempest Williams

Man versucht, das Leben irgendwie hinzubekommen. Dazu macht man Pläne, in denen man meint, es besser zu wissen, hat jedoch meist eine sehr begrenzte Sicht auf die Dinge. In diesem bloßen Überlebensmodus bleibt keine Energie mehr für das Eigentliche. Es braucht eine klare Absicht und genügend Kraft, um das wirkliche Leben beim Namen zu rufen …

Die Spirits mischen sich erst ab einem gewissen Level an Präsenz ein und bringen frischen Wind ins Spiel. Der Unterschied zwischen einfach so dahin leben zum wirklichen Leben ist ungefähr so, als würde man sich in Malen nach Zahlen üben oder mit den Pinselstrichen jubelnd bis zum Rand des Möglichen vordringen …

Gipfelerlebnisse heben mit der barocken Wildheit eines Adlers von der Normalität ab, halten sich nicht an vorgezeichnete Pläne, atmen scharfe Luft, brennen glasklar im Wesentlichen und feiern reich bewirtet im Haus des späten Sommers …

“Once upon a time, when women were birds, there was the simple understanding that to sing at dawn and to sing at dusk was to heal the world through joy.
The birds still remember what we have forgotten, that the world is meant to be celebrated.”
Terry Tempest Williams

You try to get life right somehow. To do this, you make plans in which you think you know better, but usually have a very limited view of things. In this mere survival mode there is no energy left for the real thing. It needs a clear intention and enough strength to call real life by its name …

The Spirits will only interfere and bring a breath of fresh air into the game when a certain level of presence is reached. The difference between living just like that and real life is similar to the difference between practicing painting by numbers or reaching the edge of the possible with jubilant brush strokes …

Peak experiences stand out from the norm with the baroque wildness of an eagle, do not stick to pre-determined plans, breathe sharp air, burn crystal clear essentially and celebrate richly feasted in the house of late summer …

GOLD UND SCHERBEN / GOLD AND SHARDS

Schatten überziehen langsam das Land, Dunkelheit braut sich zusammen, begleitet von einem inneren Jaulen. Leiden macht sich breit. Zuerst kommen unbewusste Vermeidungsstrategien, Wein trinken, was Süsses naschen, Filme schauen. Man versucht, irgendwelche Lustquellen anzuzapfen und weiß doch um deren Vergeblichkeit angesichts des drohenden Donners …

Sich dem Sog der Ablenkung entgegenzustellen, bedarf einer gewissen Überwindung. Wenn sich dazu noch etwas Abenteuergeist gesellt, geht es sich aus, in das Gesicht der Dunkelheit zu sehen. Hier passiert etwas Erstaunliches: Es braucht wahrlich nicht mehr als die Macht eines sanften Blickes …

Im Feld einer aufrichtigen Betrachtung zerbricht die sehr überzeugende Trance der Schatten wie ein schwarzer Spiegel. Ohne die Scherben sehen wir das Gold nicht, können wir all das Gute nicht hereinlassen, dann erreicht uns auch die Wärme auf der Haut nicht wirklich. Das Stillen der Sehnsucht bleibt uns verwehrt …

Shadows slowly cover the land, darkness is brewing, accompanied by an inner howl. Suffering is spreading. First come unconscious avoidance strategies, drinking wine, snacking on sweets, watching movies. One tries to tap any sources of pleasure and yet knows about their futility in the face of the threatening thunder …

To oppose the undertow of distraction requires a certain amount of overcoming. If a little spirit of adventure is added to this, it is enough to look into the face of darkness. Something astonishing happens here: it truly needs nothing more than the power of a gentle gaze …

In the field of sincere contemplation, the very convincing trance of shadows breaks like a black mirror. Without the shards we cannot see the gold, we cannot let in all the good, the warmth on the skin does not really reach us. We are denied the satisfaction of our longing …

DIE ANDERE ART WAHNSINN / THE OTHER KIND OF MADNESS

‚If it’s wet, drink it.
If it’s dry, smoke it.
If it moves, fuck it.
If it don’t moves, load it in a truck.‘
Manu Chao

Schon klar, Kunst und so ist eher ein Minderheitenprogramm. Die breite Masse hat andere Interessen – hat ihre eigene Art von Wahnsinn – da gehts um Überleben und Unterhaltung und das ist es dann eigentlich auch schon …

Und doch gibt es immer auch diese Minderheit, die einer anderen Art Wahnsinn angehört. Jene, die nichts mit dem Mainstream anfangen können, die oft unverstanden bleiben, an den Grenzen der Gesellschaft mäandern, die letzten im Ranking der ‚wichtigen‘ Dinge …

Die Kunst ist, sich selbst treu zu bleiben, sich nicht zu verkaufen. Weitermachen den Hügel rauf, bis einem etwas Ur-altes, vertrautes Stilles berührt, bis keine Auswege mehr bleiben, bis zum Ende des Sommers und darüber hinaus …

Sure, art and so is rather a minority program. The broad masses have other interests – they have their own kind of madness – it’s about survival and entertainment and that’s really it …

And yet there is always this minority that belongs to a different kind of madness. Those who don’t know what to do with the mainstream, who often remain misunderstood, who meander at the borders of society, the last in the ranking of the ‚important‘ things …

The art is to remain true to oneself, not to sell oneself. Continuing up the hill until something ancient, familiar and quiet touches you, until there are no more ways out, until the end of the summer and beyond …

SLAVE TO THE RYTHM

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‚Find what you love and let it kill you.‘
Charles Bukowski

Beim Malen ist man ständig am Verwerfen. So lernt man. Etwas entsteht im kreativen Prozess und man möchte es erhalten, man hat Angst, weiter zu machen, um das Entstandene nicht zu zerstören. Nur die Sehnsucht treibt einem weiter, ignoriert die scheinbaren Gewinne zugunsten der magischen Momente, in denen sich der Pinsel befreit ...

Es braucht die Bereitschaft, alles falsch zu machen, die Ausdauer beim offenen Schauen zu bleiben und das Mögen im Tun, um im neuen Bild anzukommen. Die Angst vor Fehlern würde uns lähmen, die fehlende Ausdauer ließe uns im nebligen Sumpf zurück und im mangelnden Genuss erstickten die Farben …

Diese Freiheit, wenn man weiß, dass man nichts falsch machen kann! Diese Ruhe, wenn klar ist, dass man ewig geht für das, was wirklich zählt. Diese Freude, wenn einem der Sommerabendwind erfasst, wenn man sich ein Marmeladebrot im Mondlicht streicht …

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‚Find what you love and let it kill you.‘
Charles Bukowski

When you paint, you are constantly discarding. That is how one learns. Something appears in the creative process and one want to preserve it, one is afraid to continue, so as not to destroy what has been created. Only longing drives you on, ignoring the apparent gains in favor of the magic moments when the brush frees itself …

It needs the willingness to do everything wrong, the perseverance to keep looking openly and the liking in doing, in order to arrive at the new painting. The fear of making mistakes would paralyze us, the lack of endurance would leave us in a foggy swamp and the missing of pleasure would suffocate the colors …

This freedom, when you know that you cannot do anything wrong! This calmness, when it is clear that you are going forever for what really counts. This joy, when the summer evening breeze takes hold of you, when you spread a jam sandwich in the moonlight …

DIE KLEIDER DER SEELE / THE CLOTHES OF THE SOUL

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Wenn die Kleider des Denkens fallen, blicken sich nackte Augen um. Die Seele bewegt sich wie ein Spiegelbild, getragen von des Atems Flügel. Wenn man das eigene Leben – von Anbeginn an – schnell vorspult, würde man zwischen den Erinnerungsbildern das Echte, das Eigenste, die Seele erkennen …

Wenn das Denken wieder in die Kleider der Seele schlüpft, übernimmt es die Kontrolle, wie der Lärm des Tages die Geräusche der Nacht übertönt. Es ist ein einsames Leben, wenn man sich selbst nicht mehr erreicht. Was bleibt, ist zu funktionieren, es recht zu machen, es zu etwas bringen, die Aufträge der Konditionierung zu erfüllen und sich als Belohnung abzulenken …

Es ist etwas ganz anderes, wenn Lebendigkeit aufflammt! Der Vorteil von Kreativität? Die Seele, die deine Kleider so oft im Schatten trägt, tritt in das Licht. Dort steht sie frei von allen Bezügen – frei von Raum und Zeit – und lodert in das Geschehen …

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When the clothes of thought fall, naked eyes look around. The soul moves like a mirror image, carried by the wings of breath. If you fast forward your own life – from the very beginning – you would recognize the real, the most unique, the soul between the memory images …

When thinking slips back into the clothes of the soul, it takes control, as the noise of the day drowns out the sounds of the night. It is a lonely life when one can no longer reach oneself. What remains is to function, to make it right, to make it work, to fulfill the orders of conditioning and to distract oneself as a reward …

It is something completely different when liveliness flares up! The advantage of creativity? The soul that so often wears your clothes in the shadows steps into the light. There it stands free from all references – free from space and time – and blazes into the event …

 

DIE REVOLUTION DES ALLTAGS / REVOLUTION OF EVERYDAY LIFE

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Alltag. Routine. Zähneputzen. Einkaufen. Abarbeiten der Aufgaben. Familie. Sexualität. Ablenkung. Begegnungen auf der Straße. Etwas fehlt. Als würden wir – bei all dem, womit wir täglich zu tun haben – nur den Schein aufrecht erhalten, nur die Verpackung unseres Lebens auf Instagram posten und der Inhalt fehlt …

Die Revolution des Alltags würde bedeuten, sich mitten in den Routineabläufen auf die Suche zu begeben. Kleine Funken Freude, zu entdecken. Geht man durch die Straßen als Mittel zum Zweck, um irgendwohin zu gelangen, oder genießt man den Wind im Haar und das Gefühl der Bewegung in den Beinen?

Die Revolution braucht keine Riesenschritte, keine Demonstrationen und Propaganda. Sie geschieht in den kleinen Dingen des Alltags, in denen Menschen sich nach und nach so verhalten, wie sie es für wahrer halten …

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Everyday life. Routine. Brushing your teeth. Shopping. Working off the tasks. Family. Sexuality. Distraction. Encounters on the street. Something is missing. As if – with all the things we have to deal with every day – we only keep up appearances, only post the packaging of our life on Instagram and the content is missing …

The revolution of everyday life would mean to search in the middle of the routine processes. To discover little sparks of joy. Do you walk through the streets as a means to an end to get somewhere, or do you enjoy the wind in your hair and the feeling of movement in your legs?

The revolution does not need huge steps, demonstrations and propaganda. It happens in the small things of everyday life, in which people gradually behave as they think it is more true …

 

DER SPIEGEL / THE MIRROR

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Wie ein Traum, an dem man sich kaum erinnern kann, wie eine Ahnung, die sich unmöglich in Worte fassen lässt. Als würde man in die Tiefen des Vergessens tasten und den Quellcode entziffern. Als könnte man etwas Wesentliches in den Gesichtern lesen, die in den Anfängen der Kunst gebildet wurden …

Als würde sich endlich das Geheimnis enthüllen, das zwei Körper miteinander teilen.
Als wäre etwas verborgen in der Kühle der Haut, die am Nachtlager blüht. Als würden gleich – aus der anschwellenden Stille – die entscheidenden Worte hervorbrechen …

Als wären Spiegel Portale. Als zeigten sich all die Ahnen und Wesen des Ungesehenen im Wind, der durch Blätter streift. Als würde einem das Versprechen einfallen, dass man einst in die Bahn der Sonne schrieb. Als würden die Teile endlich ineinandergreifen …

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Like a dream that is hard to remember, like a premonition that is impossible to put into words. It is like groping into the depths of oblivion and deciphering the source code. As if one could read something essential in the faces formed in the early days of art…

As if the secret shared by two bodies was finally revealed.
As if something was hidden in the coolness of the skin that blooms at night’s lodging. As if the decisive words were about to burst forth from the swelling silence…

As if mirrors are portals. As if all the ancestors and beings of the unseen were revealed in the wind that roams through leaves. As if the promise that one once wrote into the path of the sun would be remembered. As if the separated pieces finally engage …

 

WOLLEN UND SEIN

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‚Möge das, was ich tue, wie ein Fluss aus mir herausfließen, ohne Zwang und ohne Zurückhaltung, so wie es bei Kindern ist.‘
Rainer Maria Rilke

Ego ist Wollen. Es will immer etwas, dass nicht hier ist, will aus jedem Moment einen anderen Moment machen. ‚Sein‘ ist eine ganz andere Kiste: Es will nichts, muss nirgendwo hin, braucht keinen Grund und keine Bestätigung, es IST und was könnte besser sein?

Der Mensch hat die Wahl, er*sie kann mit dem Wollen gehen und alles Mögliche vollbringen und er*sie kann sich auflösen im Sein, gar nichts und alles sein: das Zirpen der Grillen, der Raum um den vollen Sommermond …

Manchmal ist das Wollen anziehender und manchmal möchte alles in das Sein fließen. Wir sind so ein altes Wesen, das sich – seit Anbeginn der Zeit die Körper wechselnd – immer neu erlebt …

‚May what I do flow from me like a river, no forcing and no holding back, the way it is with children.‘

Rilke – Book of Hours

Ego is wanting. It always wants something that is not here, wants to make every moment a different moment. Being‘ is a completely different box: It doesn’t want anything, doesn’t have to go anywhere, needs no reason and no confirmation, it IS and what could be better?

Man has the choice, one can go with the will and accomplish all kinds of things and one can dissolve in being, be nothing and everything: the chirping of crickets, the space around the full summer moon …

Sometimes wanting is more attractive and sometimes everything wants to flow into being. We are such an old being, which – since the beginning of time, changing bodies – always experiences itself anew …

 

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„Gerade im Schwierigen müssen wir unsere Freuden, unser Glück, unsere Träume haben: Dort in der Tiefe dieses Hintergrunds fallen sie auf, dort sehen wir zum ersten Mal, wie schön sie sind.“
Rainer Maria Rilke

Menschsein durchläuft Höhen und Tiefen. Wir klammern uns gern an das High, doch ab und an wird das Wasser in den Zellen schwarz, alles zieht sich zusammen und trübe Gedanken spielen auf …

Hier gilt es ins Atelier zu gehen oder auf die Tanzfläche. Nicht um den Blues loszuwerden oder irgendetwas anders zu machen, sondern einfach nur um aufzustampfen, sich nicht geschlagen zu geben und die Einladung zum Tanz anzunehmen …

Mit Farben die Räume des Schmerzes auszumalen. Nicht um ihn zu besiegen, sondern einfach so, ohne Grund. Mit der Kraft der Verzweiflung gestalten, gemeinsam mit der Hilflosigkeit in den Abendhimmel schauen, der Angst einen Schluck Wasser geben …

Langsam aber sicher setzt die Alchemie ein: die Ausgestoßenen, die Würdelosen und all die ungeliebten Gesellen versammeln sich um die Feuer der Menschlichkeit und feiern einander mit klarem Blick …

“Right in the difficult we must have our joys, our happiness, our dreams: there against the depth of this background, they stand out, there for the first time we see how beautiful they are.”
― Rainer Maria Rilke

Being human goes through ups and downs. We like to cling to the high, but every now and then the water in the cells turns black, everything contracts and cloudy thoughts play on …

Here it’s time to go to the studio or onto the dance floor. Not to get rid of the blues or to change anything, but simply to stamp one’s foot, to not abandon the field and accept the invitation to dance …

To paint with colours the spaces of pain. Not to defeat it, but just to do it, for no reason. To create with the power of desperation, to look into the evening sky together with helplessness, to give a sip of water to fear …

Slowly but surely alchemy sets in: the outcasts, the unworthy and all the unloved companions gather around the fires of humanity and celebrate each other with a clear view …