Stiller Morgen / Silent morning

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Seiner/ihrer Intuition zu folgen, ist manchmal ein hartes Brot. Die menschliche Gesellschaft wird wohl noch eine Weile ihre angstvollen Werte grimmig verteidigen. Intuition, Bewusstsein und Synchronizität stehen wohl noch lange nicht auf ihren Fahnen …

Voll beschämend, wie wir mit Tieren umgehen. Unglaublich, wie unsere Zivilisation an ihren primitivsten Gesetzen festhält. Sie glaubt immer noch an den alten Wahnsinn: Ich und die Anderen …

Doch die neue Kultur ist nicht aufzuhalten. Die Evolution setzt schon zum neuen Sprung an. Das Feinste, das bereits in uns gegoren wird – dessen Stimme noch kaum wahrnehmbar ist – wird seinen Weg aus den Herzen in die Münder und Hände finden …

Following ones intuition is sometimes a tough thing. For quiet a while, human society will grimly defend its fearful values. Intuition, consciousness and synchronicity are far from being on their flags …

It is completely shameful how we deal with animals. Unbelievable how our civilization adheres to its most primitive laws. She still believes in the old madness: me and the others …

But the new culture is unstoppable. Evolution is already preparing her new jump. The finest, which is already fermenting in us – whose voice is barely perceptible – will find its way from the hearts into the mouths and hands …

Stille Motivation / Silent Motivation

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Bewusstsein kann sich in Freiheit befinden, in der Weite der Sonne wohnend, oder es fällt in die Tunnel der Konditionierungen, in das Labyrinth der Glaubenssätze und Programmierungen, die festlegen, wie man zu sein hat …

Ich schreibe hier nicht von Erleuchtung, nicht einmal von Erwachen, sondern schlicht davon sein/ihr rechtmäßiges Erbe anzutreten. In die ursprüngliche Leidenschaft der Existenz einzuziehen, auf dem Thron des „Ich bin“ Platz zu nehmen …

Man erkennt die Aspekte des Lebens daran, welche Atmosphäre sie kreieren. Wenn die Motivation unserer Handlungen Angst oder Mangel ist, dann produzieren sie eine Atmosphäre von Enge, Druck und Hilflosigkeit. Sind unsere Motivationen von Schönheit getragen, von Inspiration oder Freude, öffnen sich automatisch die Tore der Konditionierung und die Welt breitet sich vor uns aus …

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Consciousness can be in freedom, living in the vastness of the sun, or it falls into the tunnels of conditioning, the labyrinth of beliefs and programming that determines how to be … 

I do not talk about enlightenment, not even of awakening, but simply of claiming his / her rightful inheritance. To enter into the original passion of existence, to take a seat on the throne of the „I am“ … 

One recognizes the aspects of life by which atmosphere they create. If the motivation of our actions is fear or lack, then they produce an atmosphere of tightness, pressure and helplessness. Are our motivations borne by beauty, inspiration or joy, the gates of conditioning automatically open and the world unfolds before us …

 

Stilles Gesicht / Silent face

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Die Gesichter werden im Alltag ständig verzerrt. Die politische Situation malt Abscheu und Revolution auf ihre Züge. Angesichts des Zustandes unserer Gesellschaft, in der lebendige Werte zunehmend getilgt werden, verhärten sie sich. Und der Druck, den wir uns selbst auferledigen – es doch schaffen zu müssen – verkrampft die Gesichter noch zusätzlich und lässt Ausdrücke von Schuld und Angst zurück …

Unsere ursprünglichen Gesichter sind verschwunden, Gesichter, die nicht nur diese verzerrenden Emotionen widerspiegeln, sondern profunde Gefühle der Anwesenheit, der Verbundenheit und des Staunens …

Wie ist das erste Gesicht, mit dem wir der Welt begegnet sind? Mit welchem Ausdruck haben wir das erste Mal auf ein anderes Wesen reagiert? Wie sieht unser erstes Gesicht aus, an das wir uns erinnern können? Kann es auch jetzt hier sein?

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Faces are constantly distorted in everyday life. The political situation paints disgust and revolution on its features. Given the state of our society, in which living values ​​are increasingly eradicated, faces harden. And the pressure that we take on ourselves to make it, cramps our faces even further and leave expressions of guilt and fear …

Our original faces are gone, faces that reflect not only these distorting emotions, but profound feelings of presence, connectedness and amazement …

What was the first face with which we encountered the world? Which expression was there when we first time saw another being? How does our first face look like that we can remember? Can it be here now?

Outside the box

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Jedes Mal, wenn man damit aufhört, seine Welt zu bauen, mit automatischen Kommentaren und Wünschen im Kopf, um irgendwo hinzugelangen, öffnet sich eine neue Goldmine …

Jedes Mal, wenn wir unsere Zelte unter dem inneren Firmament aufschlagen und als Nomaden durch das Formlose reisen, erkennen wir unsere wirkliche Heimat wieder …

Im Raum zwischen 2 Atemzügen sagte der Kosmos, aus dem alles begann, „Ich“ und gebar sich damit in eine neue Dimension, in millionen Teilen, die alle „Ich“ sagen und das Glühen der wirbelnden Sterne in sich tragen …

Every time you stop building your world, with automatic comments and wishes in your mind to get somewhere, a new gold mine opens …

Every time we set up our tents under the inner firmament and travel as nomads through the formless, we recognize our real home again …

In the space between 2 breaths, the cosmos that started it all saying „I,“ giving birth to a new dimension, in millions, that all say „I“ and carry within the glow of the swirling stars …

Stille Herausforderungen / Silent challenges

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Was, wenn die Dinge im Leben, die man endlich erledigt haben muss, bevor man glücklich sein kann, gerade die Dinge sind, die für das bisherige Glück verantwortlich waren?

Was, wenn die Umstände, die man endlich los werden will, um es besser zu haben, vielleicht das größte Geschenk sind?

Wenn man endlich Sicherheit hätte! Doch was, wenn gerade die Unsicherheit uns frisch hält und die Sicherheit uns in Schlaf hüllen würde?

Wenn man endlich die nötige Anerkennung bekommen würde!
Doch was, wenn gerade die Anonymität ein einzigartiges Klima darstellt, in dem wir leichter das Echte finden und Anerkennung nur das Ego stärken würde?

Wenn ich nur endlich Ruhe hätte und diese Herausforderungen aufhören würden!
Doch was, wenn gerade sie für den idealen Druck und die richtige Temperatur sorgen, damit etwas ganz Feines in uns gekocht wird?

Wenn man die Unbequemlichkeit aushält, die Felder des Unwohlseins überquert, die Mauern des Zweifels hinter sich lässt, mit Angst und Unzulänglichkeit Frieden schließt, sieht man, das nichts fehlt und kann dem, was ist, in Dankbarkeit begegnen …

What if the things in life that you finally have to manage before you can be happy are just the things that were responsible for your happiness so far?

What if the circumstances that you finally want to get rid of to do better are perhaps the greatest gift?

If you finally had security! But what if just the uncertainty keeps us fresh and the security would wrap us in sleep?

If you finally got the necessary recognition!
But what if anonymity is a unique climate in which we find the real thing easier and recognition would only strengthen the ego?

If only peace had finally come and these challenges would stop!
But what if they provide the ideal pressure and temperature to cook something very fine in us?

When you endure discomfort, cross the fields of inconvenience, leave behind the walls of doubt, make peace with fear and inadequacy, you see that nothing is missing and you atgratefully acknowledge what is …

Stiller Dialog / Silent dialogue

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Ich glaub ja, das Spiel zwischen Männer und Frauen wurde nur deshalb erfunden, weil das Leben immer wieder so gern Liebeslieder hört. Leben liebt Dialog …

Unser Erleben ist üblicherweise verwischt, irgendwie neblig, unvollkommen, weil wir meist nur einen Teil von uns leben, der den anderen Teil sucht. Vertrieben aus dem Paradies müssen wir irgendwie klarkommen …

Öffnet sich der Mensch für seine innewohnende Dimension, wie auch immer man sie nennen mag und beide finden zueinander, wird das Erleben komplett. Man erkennt es, an der Wohltat, die entsteht, wenn nichts mehr fehlt. Das, was ist, bildet einen Raum, der in sich erfüllend ist, wie ein Liebeslied …

I believe the game between men and women was invented only because life loves to hear love songs again and again. Life loves dialogue …

Our experience is usually blurred, somehow foggy, imperfect, because we mostly live only one part of us which is looking for the other part. Thrown out of paradise we have to get along somehow …

If man opens up to his inherent dimension, however one may call it, and the both find each other, experience becomes complete. One is able to tell it by the benefit that arises when nothing is missing. That which is, forms a space that is in itself fulfilling, like a love song …

Stille Abenteuer / Silent adventures

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Kunst ist das perfekte Medium, um zu erforschen, wonach auch immer einem der Sinn steht.
Zuerst öffnet Inspiration ein Möglichkeitsfenster und dann braucht es jemanden, der/die hineingeht, mit der Absicht dieses neue unbekannte Land kennenzulernen. Auch wenn man sich mit seinen gewohnt konditionierten Universum nicht vorstellen kann, wie und ob das gehen soll …

Die Kunst ist, es dennoch zu wagen. Dabei macht es auch gar nichts, wenn man scheitert. Scheitern ist Teil der Erfahrung, es gehört dazu wie alte Freunde und es trübt nicht im Mindesten das Abenteuer. Scheitern entsteht überhaupt nur, wenn man etwas erwarten würde. Und etwas zu erwarten, würde sowieso nur die Sicht in dem neuen Land behindern …

Man weiß nicht, worauf man trifft. Offenheit ist dein Zentrum. Offenheit ist das Wichtigste, sie zieht alles an, was nötig ist. Es braucht Offenheit und die Fähigkeit durch dieses intrinsische Wetter zu spazieren, mit dem Vertrauen, dass das Unmögliche nach und nach möglich wird …

Art is the perfect medium to explore whatever you feel drawn to.
First, inspiration opens up a window of possibility and then someone needs to through with the intention of realizing this new terrain. Even if you can not imagine with your accustomed conditioned universe how and if that should work …

The art is to dare it anyway. It does not matter if you fail. Failure is part of the experience like old friends and it does not spoil the adventure in the least. Failure arises only when one would expect something. And expecting something, would only obstruct the view in the new country anyway …

You do not know what you’re meeting. Openness is your center. Openness is the most important thing, it attracts everything you need. It takes openness and the ability to walk through this intrinsic weather, with the confidence that the impossible by and by becomes possible …

Spuren der Freude / Traces of joy

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Wenn man nicht genau schaut, bemerkt man die Spuren der Freude gar nicht. Man würde irgendetwas denken wie: „Puh, die Proben auf der Silvesterbühne hier in der Seestadt sind ganz schön laut und die Musik eher dürftig. Man versucht nach besten Kräften, die Massen zum Feiern zu bringen. Obwohl es bei dieser Kurzsichtigen Regierung eigentlich wenig zu feiern gibt, weil zu viele – sowieso schon Benachteiligte – zu Kurz kommen.“
Aber im Denken findet man die Freude nicht, sie weht gerade mit dem sonnigen Wind übers Wintergras in das deine Füsse sinken und das schon jetzt das Versprechen des Frühlings in sich trägt ..

Wenn man nicht aufmerksam ist, spürt man die sanfte Glut der Freude gar nicht, die ohne Grund strahlt und wärmt. Man würde gerade irgendetwas tun wie, den Impuls unterdrücken, den Menschen im Bus die Kronen Zeitung aus der Hand zu nehmen. Darin würde man die Freude aber nicht finden, die ist in der Mitte eines Gesprächs, in dem man ungebremst sein darf, wie man ist …

Wenn man nicht achtgibt, würde man die feinen Vorboten der Begeisterung gar nicht wahrnehmen, die sich rasch ausbreiten und Taten hervorlocken.
Man würde mit etwas beschäftigt sein und etwas sagen wie: „Warum haben wir es nach so vielen Jahrtausenden Menschheitsentwicklung nur dahin gebracht, bei allem an Kostendeckung zu denken und nicht an Schönheit?“ Aber auch darin liegt keine Freude, sie ist direkt in der frischen Fährte ihrer Spur …

If you do not look carefully, you will not notice the traces of joy. One would think something like, „Phew, rehearsals on the New Year’s Eve stage are quite loud and the music rather poor. They try their best to bring the masses to party.“
But in thinking one does not find joy, it waves straight with the sunny wind over the winter grass into which your feet sink and which already carries the promise of spring in itself …

If you are not attentive, you will not feel the gentle glow of joy radiating and warming for no reason. One would just do something like suppress the impulse to take the idiotic boulevard papers out of the hands of people on the bus. But you would not find the joy in it, it is in the middle of a conversation in which you can be unrestrained, how you are …

If you do not pay attention, you would not notice the subtle harbingers of enthusiasm, who spread quickly and elicit action.
One would be busy and say something like, „Why have we, after so many millennia of human evolution, been driven to think of cost recovery rather than beauty?“ But even there is no joy, she is right there in her fresh track …

Stille Veränderung / Silent shift

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„You cannot do great things, but little things with great love.“ Mother Teresa

Die Frage ist nicht, warum sind wir nicht frei? Die Frage ist, warum fühlen wir uns mitten in aller Freiheit gefangen und vom Überfluss ausgegrenzt? Ohne es zu wissen, stehen wir unter dem Bann der Konditionierungen. Unbewusst akzeptieren wir Schuld, Scham, Angst, Mangel und Wertlosigkeit als gottgegebene Gefängnisse, als hätten wir es nicht anders verdient …

Die Frage ist auch, was bricht dieses feste Weltgefüge der Unfreiheit? Es gibt in der Tat einiges, dass den diktatorischen Teil der Konditionierung ordentlich den Hintern versohlt: jedes Mal, wenn wir uns unvollkommen und verletzbar zeigen. Jedes Mal, wenn wir furchtlos etwas Großherziges tun, erschüttert das die Stabilität des Kerkers …

Jedes Mal, wenn wir unser Geschenk an die Welt leben – ohne Besitzansprüche oder Erwartungen – bricht ein Teil des Schutzbunkers weg.
Jedes Mal, wenn wir genau hinsehen, und erkennen, was uns hält – ohne, das wir etwas daran verändern müssten – bekommt die Welt außerhalb des Gefängnisses mehr Konturen. Jedes Mal, wenn wir dem folgen, wovon wir tief im inneren wissen, dass es wahr ist, wird das Eigentliche – ewig Neue – ein Stück mehr gelebte Realität …

„You cannot do great things, but little things with great love.“ Mother Teresa

The question is not, why are we not free? The question is, why do we feel trapped in the midst of freedom and marginalized in total abundance? Without knowing it, we are under the spell of conditioning. Unconsciously, we accept guilt, shame, fear, scarcity and worthlessness as God-given prisons, as if we do not deserve it better …

The question is also, what is breaking this fixed world structure of bondage? There is, in fact, a lot to do in spanking the dictatorial part of conditioning: every time we show ourselves imperfect and vulnerable. Every time we fearlessly do something generous it shakes the stability of the dungeon …

Every time we give our gift to the world – without ownership or expectations – part of the shelter bunker breaks away.
Every time we look closely and realize what holds us – without us having to change anything – the world outside the prison gets more contours. Every time we follow what we know deep inside is true, the real – eternally new – becomes a little more lived reality …

Schöne Sache / Beautiful affair

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Wenn die Welt eine Abfolge von Herausforderungen ist, dann ist Schönheit ein Portal in das Herz der Welt. Wenn du mühsam von einem Tal ins nächste gehst, halte Ausschau nach etwas Schönem. Und wenn du es siehst, bleib stehen, erkunde es und lass dich reinfallen, die mühsamen Täler werden schon nicht weglaufen …

Schönheit findet sich immer exakt hier im Augenblick, je mehr sich der Blick dafür öffnet, desto mehr finden wir sie überall. Wenn wir sie nicht sehen können, dann liegt das daran, dass wir von unserem konditionierten Verstand aus sehen. Der Verstand sieht immer nur die mühsamen Täler, Probleme und Vollidioten …

Es gibt natürlich auch die mühsamen Täler, Herausforderungen und auch genügend Menschen, die sich als komplette Ding-Dongs zur Verfügung stellen, manche davon sind sogar Präsidenten oder Vizekanzler. Doch wenn unser Blick weiter wird, über den Verstand hinaus geht, bis an die Grenzen des Todes, sehen wir die atemberaubende Schönheit in allem, können darin versinken, auftanken und dann den Ding-Dongs sagen, sie sollen zu Hause bleiben …

If the world is a succession of challenges, then beauty is a portal to the heart of the world. If you go exhausting from one valley to the next, look for something beautiful. And when you see it, stop, explore it and let yourself fall in, the laborious valleys will not run away …

Beauty is always exactly here right now, the more the view opens up, the more we find it everywhere. If we can not see it, it’s because we look from our conditioned mind. The mind always sees only the exhausting valleys, problems and idiots …

There are, of course, the laborious valleys, challenges, and enough people to provide themselves as complete ding-dongs, some of which are even presidents or vice-chancellors. But as our gaze continues to go beyond the mind, to the very limits of death, we see the breathtaking beauty in everything, sinking into it, refueling and then telling the ding-dongs to stay home …