Stilles Spiel / Silent game

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Durch den Kopf ziehen flüchtige Welten, wie Fahnen, denen wir hinterherjagen und sie doch niemals ganz erwischen. Fantastische Funktionen, Abenteuer, Feuer und Visionen …

Und noch ein tolles Tool ist verfügbar: Bewusstsein, etwas, das alles erkennt, sogar sich selbst. Etwas, das weiß, das es ist. Und doch geht es noch weiter:

Tief innerlich, überpersönlich, formlos, intelligent, unfähig zu werten, glänzend vor Freude ist man selbst. Die Fülle des Seins wartet nur darauf, vom „Ich“ bespielt zu werden. Leben liebt einfach nur so sehr zu sein und sich zu erleben in all seinen Formen …

Fleeting worlds fly through our minds, like flags we chase after and never quite catch. Fantastic features, adventure, fire and vision …

And another great tool is available: consciousness, something that recognizes everything, even itself. Something that knows it is. And yet it goes on:

Deep inwardly, overpersonal, formless, intelligent, unable to judge, shining with joy is oneself. The fullness of being only waits to be played by the „I“. Life just loves being so much and experiencing itself in all its forms …

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Magische Wüste / Magical desert

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Das Sein fühlt sich an wie eine Wüste inmitten der Betriebsamkeit der Welt. Man geht lieber 1000 Schritte in der Welt, als einen Fuß in die Wüste zu setzen. Tut man es dennoch, betritt man das verlorene Paradies …

Die Liebe am Leben macht den Unterschied, jede Kleinigkeit so richtig von Herzen zu mögen. Wie neu hinein geboren zu sein. Das, wonach man sich immer gesehnt hat, ist in der vermeintlichen Wüste, die man um jeden Preis vermeidet …

Doch betritt man das Sein, um etwas zu bekommen, würde man nur den Marktplatz in das Paradies tragen wollen. Man kann es versuchen, sieht dann aber weit und breit nur eine Wüste …

Being feels like a desert in the midst of the bustle of the world. One rather takes 1000 steps in the world than to set on foot into the desert. If you do it anyway, you enter the lost paradise …

Love for life makes the difference, to really love every little thing from the heart. Like being born new into this. That which one has always longed for is in the supposed desert, which one avoids at all costs …

But if one enters being to get something, one would only want to carry the market place into paradise. You can try it, but then you will see only a desert far and wide …

Brachliegende Felder / Fallow fields

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Das Leben im konditionierten Gedankenstrom nimmt einen großen Teil unserer Welt ein. Doch da sind noch jede Menge brachliegender Felder, in denen wir uns aufhalten können:

In dem Teil von einem, wo man nicht mehr sucht, sondern schon gefunden hat.
In dem Teil von einem, wo der Krieg bereits beendet ist.
In dem Teil von einem, der bereits in Freiheit ist.
In dem Teil von einem, er ohne Zweifel ist.
In dem Teil von einem, der massiv im Sein gegründet ist …

In dem Teil von einem, der bereits losgelassen hat.
In dem Teil von einem, der schon offen und verfügbar ist.
In dem Teil von einem, der tief drinnen ganz genau weiß, was wahr ist.
In dem Teil von einem, der bereits alles hat, was er braucht.
In dem Teil von einem, der bereits angekommen ist …

Life in the conditioned stream of thinking occupies a large part of our world. But there are still plenty of fallow fields in which we can stay:

In the part of oneself, where one no longer seeks, but has already found.
In the part of oneself, where the war is already over.
In the part of oneself, where one is already free.
In the part of oneself, where one is without doubt.
In the part of oneself, where one is massively grounded in being …

In the part of oneself where one already had let go.
In the part of oneself, where one is already open and available.
In the part of oneself, where one knows deep inside what is true.
In the part of oneself, where one already has everything he needs.
In the part of oneself, where one has already arrived …

Home is where the heart is

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Im dicht gewebten Teppich der Gedanken findet sich gerade mal so viel Leben wie in einem hohlen Geisterzahn. Löst sich das Gewebe, öffnet sich die darunterliegende Dimension der Stille wie frisch gefallener Schnee …

Der verfilzte Mantel der Vergangenheit gleitet zu Boden. Nicht mehr die Persönlichkeit erlebt den Raum, sondern das ihr innewohnende Sein. Es genießt die Tore der Sinne. Staunen und Applaus des Seins machen die Welt brandneu. Es ist nichts zu tun, das Herz schlägt bereits in Freiheit …

Das blosse Wissen reicht nicht aus, um die Klammer der alten Matrix zu lösen. Erst im Eintauchen in das Meer der Stille wandeln sich die kargen Winkel und Lebendigkeit gerät aus den Fugen, hält sich nicht mehr an die Normen. Die Ströme des Seins sind fremd und gleichzeitig tieferes zuhause. Nur die erste Welle des „Ich bin“ erreicht den Menschen und keine Trennung ist weit und breit …

In the densely woven carpet of thoughts is just as much life as in a hollow ghost tooth. When the fabric loosens, the underlying dimension of silence opens like freshly fallen snow …

The matted coat of the past slides to the ground. No longer the personality experiences the space, but the inherent being. It enjoys the gates of the senses. The being’s amazement and applause makes the world brand new. There is nothing to do, the heart is already beating freely …

The sheer knowledge is not enough to loosen the old matrix’s brace. Only when immersed in the ocean of silence do the barren corners change and liveliness gets out of hand, no longer adhering to the norms. The streams of being are foreign and at the same time deeper home. Only the first wave of the „I am“ reaches the human and no separation far and wide …

Alte Stimmen und neue Ordnungen / Old voices and new orders

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Zuerst sind es nur ein paar Schritte, die man gehen kann, ohne Kommentator im Kopf. Dann wird allmählich klar, dass der/die KommentatorIn bloß eine alte Stimme ist, die einem das Leben versauert und man ihr nicht folgen muss …

Weitergehend, die alten Stimmen ignorierend, wächst die Gewissheit, dass die Herausforderungen, die den Planeten und alle Individuen zu plagen scheinen, den Transformationswehen der Puppe gleichen, während der Schmetterling schlüpft …

Es ist immer dasselbe: die alte Ordnung überlebt sich und das Individuum wie das Kollektiv müssen durch die nötige Phase der Unordnung – obwohl man sich noch so wehrt und zetert – um der neuen Ordnung zu weichen. Evolution entfaltet sich, wie der Schmetterling, immer weiter …

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First, there are only a few steps you can go without a commentator in your head. Then it gradually becomes clear that the commentator is just an old voice that fucks you up and you do not have to follow it …

Going further, ignoring the old voices, the certainty grows that the challenges that seem to plague the planet and all individuals are like the cocoon’s transformational contractions as the butterfly unfolds …

It is always the same: the old order has outlived its purpose and the individual and the collective have to go through the necessary phase of disorder – even though they resist and curse – in order to give way to the new order. Evolution, like the butterfly, unfolds …

Konzept vs. Sein / Concept vs. Being

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Wir leben wir in einer Welt, in der wir alle lebendigen Vorgänge mittels Sprache konzeptualisiert haben. Diese Konzepte sind allerdings abgeschmackt, sie beinhalten kein Leben mehr. Das Wort Liebe kann man kaum mehr aussprechen, es ist schal und manipulativ geworden, wohingegen das gelebte Phänomen Liebe einem immer noch die Birne wegbläst …

Das Heim der Konzepte ist der konditionierte Verstand, die Welt der wertenden Gedanken. Während das Sein in der epischen Stille wohnt, in der die Sterne kreisen. Es ist Zeit das angestrengte Haus der Gedanken zu verlassen, sich selbst und die Welt in ihrem Sein bedingungslos willkommen zu heißen …

Schon die Bereitschaft öffnet eine warme Vertrautheit wie in Kindertagen, als wäre die Welt von Sonnenstrahlen getragen. Auch wenn der Körper mal eine Träne rausdrückt und egal ob wir hinsehen wollen oder nicht: Wir sind nichts als blühender Sternenstaub …

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We live in a world in which we have conceptualized all living processes through language. However, these concepts are tasteless, they do not contain life anymore. The word love can barely be pronounced, it has become flat and manipulative, whereas the lived phenomenon of love still blows your head away  …

The home of concepts is the conditioned mind, the world of judgmental thoughts. While being dwells in the epic silence in which the stars circle. It’s time to leave the strained house of thoughts, to unconditionally welcome yourself and the world in its being …

Already the willingness opens a warm familiarity as in childhood, as if the world is carried by sunrays. Even if the body pushes out a tear and no matter whether we want to look at it or not, we are nothing but blooming stardust …

Das Meer bevor der Welt / The sea before the world

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Was war bevor Sprache und Verstehen? Was hat uns in den Geburtskanal geschubst? Was geht den Sinnen voraus? Was ist, noch bevor die Welt ihr illuminiertes Reich entfaltet? Was bleibt, wenn man mit allem aufhört?

Da ist es still, frei und wartet auf Entdeckung. Bevor man jedoch ganz in die lebendige Stille taucht, bietet die Welt noch mal ihre größten Verführungskünste. Davon konnte wohl jeder Prophet ein Liedchen singen. Sämtliche Ablenkungen fühlen sich an wie Weihnachten, der Mond heult und die Sirenen legen sich mächtig ins Zeug …

Doch bricht die Stille auf, verblassen die Ablenkungen. Der Geschmack der Fülle stellt sich ein. Leben möchte seine gewöhnliche Arbeit in der Welt tun, möchte sich selbst erleben, mit den Fähigkeiten des Menschen. Dann ist es unmöglich, irgend etwas an sich abzulehnen, nichts ist verkehrt. Man muss nicht jemand oder etwas Bestimmtes sein. Das Abenteuer besteht darin, ganz genau so zu sein, wie man ist. Jede Regung ist willkommen, trägt zum Ganzen bei und darf gefeiert werden …

What was before language and understanding? What has pushed us into the birth canal? What is ahead of the senses? What is before the world unfolds its illuminated kingdom? What happens if you stop everything?

It is silent, free and waits for discovery. However, before diving into the living silence, the world once again offers its greatest seduction skills. Of these, every prophet could sing a song. All the distractions feel like Christmas, the moon is howling and the sirens are giving their best …

But when silence breaks open, distractions fade. The taste of abundance comes. Life wants to do its ordinary work in the world, wants to experience itself, with the abilities of man. Then it is impossible to reject anything about oneself, nothing is wrong. One do not have to be someone or something specific. The adventure is to be exactly how one is. Every impulse is welcome, contributes to the whole and can be celebrated …