Alte Stimmen und neue Ordnungen / Old voices and new orders

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Zuerst sind es nur ein paar Schritte, die man gehen kann, ohne Kommentator im Kopf. Dann wird allmählich klar, dass der/die KommentatorIn bloß eine alte Stimme ist, die einem das Leben versauert und man ihr nicht folgen muss …

Weitergehend, die alten Stimmen ignorierend, wächst die Gewissheit, dass die Herausforderungen, die den Planeten und alle Individuen zu plagen scheinen, den Transformationswehen der Puppe gleichen, während der Schmetterling schlüpft …

Es ist immer dasselbe: die alte Ordnung überlebt sich und das Individuum wie das Kollektiv müssen durch die nötige Phase der Unordnung – obwohl man sich noch so wehrt und zetert – um der neuen Ordnung zu weichen. Evolution entfaltet sich, wie der Schmetterling, immer weiter …

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First, there are only a few steps you can go without a commentator in your head. Then it gradually becomes clear that the commentator is just an old voice that fucks you up and you do not have to follow it …

Going further, ignoring the old voices, the certainty grows that the challenges that seem to plague the planet and all individuals are like the cocoon’s transformational contractions as the butterfly unfolds …

It is always the same: the old order has outlived its purpose and the individual and the collective have to go through the necessary phase of disorder – even though they resist and curse – in order to give way to the new order. Evolution, like the butterfly, unfolds …

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Ramana im Februar in Wien / Streams of being

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Das bloße Sein wird immer manifester, seine Strömungen lebendiger, sein Zauber berührender. Gleichzeitig verliert das scheinbar solide Leben als Person an Wichtigkeit …

Als psychologisch konditionierte Persönlichkeit in unserer Gesellschaft ist man an das Tun, an das Funktionieren geknechtet, unser Selbstwert definiert sich darüber, so wie unser scheinbares Glück. Die Sehnsucht ist in die Ferne gerichtet, irgendwo weit entfernt, gibt es wohl einen Ort von Wahrheit, wo wir uns verbunden fühlen und wo wirkliche Freude existiert.
So haben wir uns eingerichtet und bemerken zunehmend dringender, dass die Glücksmomente, die wir in dieser Art Leben erfahren, einfach nicht wirklich dauerhaft erfüllend sind …

Dabei sind wir die ganze Zeit vom Sein getragen, werden so subtil davon genährt, dass wir sein tiefes Walten übersehen. Obwohl das Sein nur in flüchtigen Momenten zwischen den soliden Blöcken unserer Welt aufzutauchen scheint, wohnt doch in ihm alles Wesentliche, alles, wonach wir uns sehnen in Fülle. Mitsamt der Einladung es nicht nur zu besuchen, nicht nur Gast sein zu dürfen, sondern dauerhaft darin zu wohnen, das Sein zu sein …

Die Türen des Seins sind immer offen, wir wenden uns nur immer Dingen zu, die scheinbar wichtiger, dringender unsere Aufmerksamkeit einfordern. Das machen wir so lange, bis etwas in uns einfach wirklich genug davon hat, bis das Leid davon so offensichtlich wird, das alle Ablenkungen es nicht mehr überdecken können …

Das ist der Moment, in dem wir reif sind, in das Sein zu fallen und zu bemerken, dass seine sanften Strömungen uns auffangen. Dass es wirklicher ist, als alles, was wir bisher gekannt haben, dass es nichts will, aber alles hat. Geben wir ihm die Aufmerksamkeit, dann wird DAS wirklicher, so manifest, wie eine goldene Statue die bestehen bleibt, auch wenn alle Zungen der Angst an ihr lecken. Das stille Gewebe in dir, das, woraus du gemacht bist, wird lebendig und entfaltet seine Natur. Der Schmetterling entschlüpft dem Menschenmaterial …

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The mere being becomes more and more manifest, his streams more lively, his magic more touching. At the same time, the seemingly dense life as a person loses importance …

As a psychologically conditioned personality in our society, one is enslaved to doing, functioning, self-esteem is defined by it, as well as our apparent happiness. And there is longing to a distant space somewhere, where there is truth, where we feel connected and where there is real joy.
So we have settled in and are increasingly realizing that the moments of happiness we experience in this kind of life are simply not really lasting …

In doing so, we are carried by being all the time, so subtly nourished by it that we overlook its profound ruling. Although being seems to emerge only at fleeting moments between the solid blocks of our world, in it lives all that is essential, everything we crave dwells in it in abundance. Along with the invitation not only to visit, not just to be a guest, but to live permanently in being, to be the being …

The doors of being are always open, but we always turn to things that seem to be more important, demanfing urgently our attention. We do that until something inside of us just gets really tired of it until the suffering of it becomes so obvious that all the distractions can not cover it anymore …

It is the moment when we are ready to fall into being and notice that its gentle currents absorb us. That it is more real than anything we have known so far, that it does not want anything, but has everything. Let’s give him the attention, then IT is becoming real, as manifest, like a golden statue that persists, even if all the tongues of fear lick at her. The silent fabric within you, that which you are made of, becomes alive and unfolds its nature. The butterfly eslips from the human material …

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