Aufbrechen / Breaking open

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Foto: Reinhard Werner

Einst aus der Weite in die Form gebrochen.
Reingebrochen in die Sinne, in das Sein …

Nun ausbrechend aus der Vergangenheit. Hervorbrechend aus dem Gewohnten.
Durch die Gedankentrance in die Anwesenheit, in die Stille, brechend …

Hineinbrechend in die Öffnung.
Einbrechend in die Gegenwart. Aufbrechend aus der Form, ins Ungewisse, mit traumwandlerischer Sicherheit,
wissen wir nicht, wohin wir gehen …

StadtRecherchen_Seestadt_13-04-2018_18s

Once broken from the vastness into the form.
Broken into the senses, into being …

Now breaking out from the past,
out from habit.
Breaking through the thought-trance into awareness, into silence …

Breaking into the opening, into the present.
Breaking out of form, into the unknown, with dreamlike certainty,
we do not know where we are going …

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Virtual reality

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Fotos: Renée Kellner

Der konditionierte Verstand baut ständig neue Szenarien in die geistige Landschaft, als wäre man mit einer Virtual Reality Brille unterwegs. Die eigene Persönlichkeit als HauptdarstellerIn ist manchmal der Star, vor dem sich die Welt andächtig verneigen sollte (warum tut sie das bloß nicht???) und manchmal der größte Loser der Geschichte. Das Spiel besteht darin, den Star ständig zu etablieren, endlich die nötige Anerkennung zu bekommen und den Loser zu vermeiden. Menschen, von denen man nichts bekommen kann, muss man als potenzielle Feinde betrachten, denn sie könnten ja das Wenige nehmen, was man noch hat …

Verblassen die Themen und Gegenstände aus dem Denken, erlischt das schrille Spiel, bleibt der magische Raum zurück, aus dem alles entstanden ist. Die leere Bühne öffnet den Blick für ein gelöstes Spiel, bevölkert von dem, was ist …

Hier wird das Original gespielt, keine Interpretation davon. Auch der/die HauptdarstellerIn ist, was er/sie ist. Wesen, älter als die Zeit, tief verbunden mit dem Kreisen der Gestirne und dem frischen Strom des Seins, mit dem Sprießen und Flüstern, Welken und Melken, begegnen einander als Freunde, die sich zeigen, was zu sehen ist, damit das große Schiff in die neue Zeit ausläuft …

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The conditioned mind is constantly building new scenarios in the mental landscape, as if one would be traveling with Virtual Reality glasses. Your own personality as a leading actor is sometimes the star, to whom the world should worship devoutly (why does not she already???) and sometimes the biggest loser in history. The game demands to constantly establish the star, finally get the necessary recognition and avoid the loser. People from whom you can get nothing, you have to consider as potential enemies, because they could take even the little, what you still have …

If the themes and objects disappear from the mind , the shrill play fades away, leaving behind the magical space from which everything originated. The empty stage opens the view to a relaxed game, populated by what is …

Here the original is played, no interpretation of it. The main actor is also what he / she is, nothing else. Beings older than time, deeply connected with the circling of stars and the fresh stream of being, with sprouting and whispering, withering and milking, encounter each other as friends, showing themselves what can be seen to support the great ship sailing into the new time …

Geschenke / Presents

 

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Fotos: Renée Kellner

Du lehnst dich mit dem Gesicht in die Frühlingsluft und gibst der Familie der Dinge, die Ehre deiner Anwesenheit. Du verlässt die Welt deiner Gedanken und schenkst dich dem Wind und den Sternen. Du trittst heraus aus deinem Bunker und gehst ein paar Schritte in der Berührung …

Jemand hat deinen Käfig aufgesperrt. Alles, was du jetzt hast, ist das nackte Menschsein, wie vor Adam und vor Eva. Die Gegenwart bietet dir keine weiteren Fluchtmöglichkeiten, denn von ihr aus gesehen ist nichts anderes wirklich, weder die Welt deiner Gedanken, noch der Bunker noch der Käfig …

Es ist, als würden sich durch dich alle Gefühle in die Welt träumen. Die Keime, die das Leben einst in dich pflanzte, drängen nun als Geschenke zur Welt …

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You lean with your face into the spring air and give the honor of your presence to the family of things. You leave the world of your thoughts and give yourself to the wind and the stars. You step out of your bunker and take a few steps into the touch …

Someone has unlocked your cage. All you have now is naked humanity, as before Adam and before Eve. The present offers no further escape, because seen from her nothing else is real, neither the world of your thoughts, nor the bunker nor the cage …

It is as if all the feelings are dreaming themselves into the world through you. The germs that life once planted in you are now giving birth as gifts …

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