Stille Synchronizität / Silent synchronicity

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“Es ist Zeit, der Konsensrealität zu misstrauen.”

Charles Eisenstein

Ein kreativer Akt hat etwas damit zu tun, dass man sich sichtbar macht, sich zeigt, in einem Moment der Offenheit, denn man weiß nicht, was auf einem zu kommt, man arbeitet an der Grenze, an der das Neue immigriert …

Hier ist die Chance ein Wow zu ernten groß, zu erleben, dass sich etwas fügt, etwas, dass man nicht getan hat, etwas, dass in einer Art Kommunikation geschieht, Synchronizität. Charles Eisenstein: “Synchronizität sagt uns, dass wir nicht alles tun müssen, sondern Teil einer größeren Intelligenz sind. Sie heilt uns von der Wunde der Trennung, von dem Misstrauen, das sagt, wir wären allein in einem blinden Universum und was wir nicht machen, wird nicht geschehen” …

Synchronizität ist der Antipode zu Zweifel. Sie erlaubt uns, nicht dauernd engagiert auf ein Ziel zu steuern, sondern auch mal langsam zu gehen, staunend über die Felder zu streunen. Vertrauen ermöglicht uns, den Kopf zu rasten, einfach zu sein und der Welt und sich selbst Raum zu schenken …

“Synchronicity tells us, that we do not have to do everything.”

Charles Eisenstein

A creative act has something to do with making oneself visible, showing oneself to the world, in a moment of openness, because one does not know what approaches, one works on the border where the new immigrates …

Here you have the fair chance to reap a wow, to experience something that fits, something that you have not done, something that happens in a kind of communication, synchronicity. Charles Eisenstein: “Synchronicity tells us that we do not have to do everything, but are part of a greater intelligence. It heals us from the wound of separation, from the mistrust that says we are alone in a blind universe and what we do not do will not happen” …

Synchronicity is the antipode to doubt. It allows us not to be constantly committed to a goal, but also to walk slowly, to stroll in amazement over the fields. Trust allows us to rest our head, to simply be and to give space to the world and yourself …

Outside the box

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Jedes Mal, wenn man damit aufhört, seine Welt zu bauen, mit automatischen Kommentaren und Wünschen im Kopf, um irgendwo hinzugelangen, öffnet sich eine neue Goldmine …

Jedes Mal, wenn wir unsere Zelte unter dem inneren Firmament aufschlagen und als Nomaden durch das Formlose reisen, erkennen wir unsere wirkliche Heimat wieder …

Im Raum zwischen 2 Atemzügen sagte der Kosmos, aus dem alles begann, “Ich” und gebar sich damit in eine neue Dimension, in millionen Teilen, die alle “Ich” sagen und das Glühen der wirbelnden Sterne in sich tragen …

Every time you stop building your world, with automatic comments and wishes in your mind to get somewhere, a new gold mine opens …

Every time we set up our tents under the inner firmament and travel as nomads through the formless, we recognize our real home again …

In the space between 2 breaths, the cosmos that started it all saying “I,” giving birth to a new dimension, in millions, that all say “I” and carry within the glow of the swirling stars …

Stille Herausforderungen / Silent challenges

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Was, wenn die Dinge im Leben, die man endlich erledigt haben muss, bevor man glücklich sein kann, gerade die Dinge sind, die für das bisherige Glück verantwortlich waren?

Was, wenn die Umstände, die man endlich los werden will, um es besser zu haben, vielleicht das größte Geschenk sind?

Wenn man endlich Sicherheit hätte! Doch was, wenn gerade die Unsicherheit uns frisch hält und die Sicherheit uns in Schlaf hüllen würde?

Wenn man endlich die nötige Anerkennung bekommen würde!
Doch was, wenn gerade die Anonymität ein einzigartiges Klima darstellt, in dem wir leichter das Echte finden und Anerkennung nur das Ego stärken würde?

Wenn ich nur endlich Ruhe hätte und diese Herausforderungen aufhören würden!
Doch was, wenn gerade sie für den idealen Druck und die richtige Temperatur sorgen, damit etwas ganz Feines in uns gekocht wird?

Wenn man die Unbequemlichkeit aushält, die Felder des Unwohlseins überquert, die Mauern des Zweifels hinter sich lässt, mit Angst und Unzulänglichkeit Frieden schließt, sieht man, das nichts fehlt und kann dem, was ist, in Dankbarkeit begegnen …

What if the things in life that you finally have to manage before you can be happy are just the things that were responsible for your happiness so far?

What if the circumstances that you finally want to get rid of to do better are perhaps the greatest gift?

If you finally had security! But what if just the uncertainty keeps us fresh and the security would wrap us in sleep?

If you finally got the necessary recognition!
But what if anonymity is a unique climate in which we find the real thing easier and recognition would only strengthen the ego?

If only peace had finally come and these challenges would stop!
But what if they provide the ideal pressure and temperature to cook something very fine in us?

When you endure discomfort, cross the fields of inconvenience, leave behind the walls of doubt, make peace with fear and inadequacy, you see that nothing is missing and you atgratefully acknowledge what is …

Stiller Dialog / Silent dialogue

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Ich glaub ja, das Spiel zwischen Männer und Frauen wurde nur deshalb erfunden, weil das Leben immer wieder so gern Liebeslieder hört. Leben liebt Dialog …

Unser Erleben ist üblicherweise verwischt, irgendwie neblig, unvollkommen, weil wir meist nur einen Teil von uns leben, der den anderen Teil sucht. Vertrieben aus dem Paradies müssen wir irgendwie klarkommen …

Öffnet sich der Mensch für seine innewohnende Dimension, wie auch immer man sie nennen mag und beide finden zueinander, wird das Erleben komplett. Man erkennt es, an der Wohltat, die entsteht, wenn nichts mehr fehlt. Das, was ist, bildet einen Raum, der in sich erfüllend ist, wie ein Liebeslied …

I believe the game between men and women was invented only because life loves to hear love songs again and again. Life loves dialogue …

Our experience is usually blurred, somehow foggy, imperfect, because we mostly live only one part of us which is looking for the other part. Thrown out of paradise we have to get along somehow …

If man opens up to his inherent dimension, however one may call it, and the both find each other, experience becomes complete. One is able to tell it by the benefit that arises when nothing is missing. That which is, forms a space that is in itself fulfilling, like a love song …

Stilles Hinsehen / Silent attention

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Wir werden laufend angelogen und wir lieben es, wegzuschauen. Also klebt man Bilder von zufriedenen Tieren auf die Packungen im Fleischregal und man kommt gut damit durch, weil wir gar nicht wissen wollen, woher das Fleisch wirklich kommt. Politik, Medien und Werbung haben leichtes Spiel, denn eine Gesellschaft, die es liebt, wegzuschauen und sich abzulenken ist ideal manipulierbar, sie will gar nicht wissen, was wirklich läuft, die Lügen können ruhig offensichtlich sein …

Im eigenen Inneren läuft es ähnlich ab, das Ego will regieren, will Recht haben, will auf keinen Fall die Macht abgeben. Seine Lügen sind kaum verkleidet. Solange man nicht hinschaut und sich ablenkt, ist alles scheinbar gut. Das Fehlende wird in Ersatzhandlungen gesucht, und solange die Bedürfnisse des Egos halbwegs erfüllt werden, nimmt man auch die nagende Unzufriedenheit und den Mangel an Glück und Freiheit hin …

Gedanken verteidigen das Ego. Wenn irgendetwas an seinen Sicherheitsstrukturen rüttelt, spielen sich innere Dramen von Verteidigung und Anschuldigung ab. Die üblichen inneren Kommentare entzünden sich zum Streit. Würde man hinsehen wollen, wenn starkes inneres Wetter zetert, kann man sicher sein, das Ego fühlt sich bedroht, es will nicht sterben, nicht einmal ein bisschen. Das Ego im Innen wie im Außen kann sein fatales Spiel nur im Schatten des Wegschauens spielen. Im Licht des Hinsehens bäumt es sich vielleicht kurz auf, verpufft aber wie ein Vampir in der Sonne und hinterlässt nichts als Glück und Freiheit …

We are constantly lied to and we love to look away. So they stick pictures of satisfied animals on the meat-packs in the store and get away with it, because we do not want to know where the meat really comes from. Politicians, media and advertising have an easy walk-over, because a society that loves to look away and distract itself is ideally manipulatable, it does not want to know what’s really going on, the lies can be as well obvious …

It’s the same in the inner world, the ego wants to govern, wants to be right, does not want to give up power in any case. Its lies are barely disguised. As long as you look away and distract yourself, everything seems to be good. The missing is sought in substitute actions, and as long as the needs of the ego are halfway fulfilled, one also accepts the nagging dissatisfaction and lack of happiness and freedom …


Thoughts defend the ego. If anything shakes its security structures, inner dramas of defense and accusation take place. The usual inner comments ignite into dispute. If you would want to pay attention, when strong inner weather creeps, you can be sure the ego feels threatened, it does not want to die, not even a bit. The ego inside and outside can only play its fatal game in the shadow of looking away. In the light of attention, it may bump up briefly, but fizzles like a vampire in the sun and leaves nothing but happiness and  freedom …

 

Lieber Mäzen / Dear Patron

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Wieder eine Nacht im Atelier, in letzter Zeit vergehen die Stunden wie im Rausch, schreiben, zeichnen, Entwürfe machen, wie ein durchgeknallter Magier Informationen als allen möglichen Dimensionen sammeln, destillieren, in Form bringen …

Alles aus mir raushauen, der Briant ist ganz da draußen, nichts zurückhalten, nichts braucht mehr drinnen zu sein. Malen ohne Ziel, weil dass die einzige Art ist, mit diesen inspirierten, abenteuerlustigen Nervenenden umzugehen. Und das Tun im Moment, von Herzen zu mögen …

Ein Bild entsteht, nach und nach wird klar, was sich hier gestalten will: eine eigenartige Szene, ein alter verlassener Schlafsaal, in dem noch die Träume eines Flüchtlings hängen.
Lieber Mäzen, mit deiner Hilfe gehe ich ganz rein in die Mystik, und wenn ich zurückkomme, bringe ich Geschenke in beiden Händen …

Ich weiß nicht, ob es sich dabei um Kunst handelt und um ehrlich zu sein, ist mir das auch egal. Aber ich weiß, dass ich mich selbst nicht besser verwenden konnte, als den Träumen der Flüchtlinge – in einer universellen, zeitlosen Sprache – die nötige Würdigung zu schenken …

Another night in the studio, lately the hours have passed as if being in ecstasy, writing, drawing, drafting, like a crazy magician gathering information from all sorts of dimensions, distilling them, bring them in shape …

Bring everything out of me, all of Briant is out there, nothing holding back, nothing needs to be inside anymore. Painting without a goal because that’s the only way to deal with these inspired, adventurous nerve endings. And liking from the heart what I am doing at the moment …

A picture emerges, gradually it becomes clear what is going to happen here: a strange scene, an old abandoned dormitory, in which the dreams of a refugee are still hanging around.
Dear patron, with your help, I go straight into the mystery, and when I come back, I bring gifts in both hands …

I do not know if this is art and to be honest I do not care. But I know that I could not use myself better than giving the necessary recognition to the refugees’ dreams – in a universal, timeless language …

Stille Einladung / Silent invitation

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Immer wieder mal, wenn man sich zu sehr in den Kommentaren im Kopf verstrickt wiederfindet, empfiehlt es sich in den Raum zu tauchen, aus dem die Gedanken kommen. Der Raum, der nichts weiß und doch voller Intelligenz ist. Der Raum, der sich nicht bewegt, aber doch voller Tanz ist. Der Raum, der absolut still ist und doch voller Lieder …

Offenheit bereitet das neue Feld. Deine Offenheit verbindet sich mit der Offenheit des Raums und Synchronizität entsteht. Alles kommt zusammen im Tun, man kann das nicht vorher denken …

Du musst überhaupt nichts wissen und nichts können. Hör nicht auf die Kommentare im Kopf, alles, was du tust, ist absolut richtig, egal wie du es machst …

Again and again, if one finds oneself too much entangled in the comments in the head, it is advisable to dive into the space from which the thoughts come. The space that knows nothing and yet is full of intelligence. The space that does not move but is full of dance. The space, which is absolutely quiet and yet full of songs …

Openness prepares the new field. Your openness combines with the openness of space and synchronicity arises. Everything comes together in action, you can not think that beforehand …

You do not have to know anything and you do not need to be able to do something. Do not listen to the comments in your head, everything you do is absolutely right, no matter how you do it …