Human Being

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Im Grunde sind wir ein lebendiger Spirit, der einen Körper bewohnt, über jede Menge Sinne verfügt und über ein Bewusstsein, das sich selbst erkennen kann. Wir sind ein Human Being, verbunden mit allem, vollkommen als Seiendes, selbst mit diversen Einschränkungen …

Dieser Organismus hat obendrauf noch dazu ein brillantes Werkzeug gepackt: Den Verstand, ein Biocomputer, der Erstaunliches leisten kann und über diverse Sicherheitssysteme verfügt. Unser Funktionsmodus und Zweckdenken, das Human Doing …

Die Stille ist nichts und etwas. Wenn sie nichts ist, sind wir Human Doings, wenn sie jedoch etwas ist, tritt Stille mit all ihrer Weite in den Vordergrund und sagt „Ich“. Das wird fast greifbar und so überzeugend, dass man kaum wagt, sich zu bewegen. Dann sind wir Human Beings …

Basically, we are a living spirit that indwells a body, has lots of senses, and has a consciousness that can recognize itself. We are Human Beings, connected with everything, complete as a being, even with various limitations …

On top of that, this organism has packed a brilliant tool: the mind, a biocomputer that can do amazing things and has various security systems. Our functional mode and purposeful thinking, the Human Doing …

The silence is nothing and something. If it is nothing, we are Human Doings, but if it is something, silence, with all its vastness, comes to the foreground and says „I“. This becomes almost tangible and so convincing that one hardly dares to move. Then we are Human Beings …

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Ab in den Park! / Off to the park!

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Noch vor der Komplexität der Gedanken – die sich um die Wichtigkeit der jeweiligen Persönlichkeit drehen – ist es einfach: Leben tummelt sich in den Körpern. Klare Gewissheit schlummert unter dem Lärm …

An der Laune merkt man, wer das Ruder übernommen hat: Sobald der konditionierte Verstand an der Macht ist, zeigen sich unmittelbar die ersten Anzeichen von Frustration, Unbehagen und Mangel …

Übernimmt die klare Gewissheit des Herzens, stellt sich eine Art einfache Unschuld ein und man beginnt sich zu freuen, ohne ersichtlichen Grund. Die Dinge, die einem an diesem Tag erwarten, breiten sich aus wie ein Park vor einem Hund, der die ganze Zeit in der Wohnung war …

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Before the complexity of thoughts – which revolve around the importance of the particular personality – it is simple: life is bustling in the bodies. Clear certainty slumbers under the noise …

Your mood shows you who has taken the rudder: As soon as the conditioned mind is in power, the first signs of frustration, discomfort, and lack are immediately apparent …

Taking on the clear certainty of the heart, a kind of simple innocence appears and one starts to rejoice, for no apparent reason. The things that await you on that day are spreading like a park in front of a dog who has been in the apartment all the time …

Ich bin es, das Leben / It’s me, life

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Leben möchte kreieren, hat Lust an den eigenen Fähigkeiten. Das ist ein Vorgang, der von selbst geschieht: Lebenskraft treibt den Motor der Kreativität, befeuert Ideen und der Verstand/Körper macht sich an die Ausführung. Die interessanteste Handlung ist aus dem Weg zu gehen, sich dem zu öffnen …

Das „Ich“ geistert herum und sucht sich selbst in Erfahrungen, in Begegnungen, in Anerkennung, in Sehnsüchten, in Zielen, in Wünschen und findet sich nie so wirklich. Es träumt in den Dingen, während Leben sich selbst lebt …

Befreiung liegt darin, zu sehen, dass man nicht der/die Handelnde ist, sondern Zeuge im Spiel des Lebens. Sobald die Last des „Ich“ weicht, das hauptsächlich Angst hat, etwas falsch machen zu können, oder meint, es wäre so toll, wenn es etwas richtig gemacht hat – bleiben die grundlegenden Eigenschaften des Lebens, jenseits von richtig und falsch, übrig: Lebendigkeit, Begeisterung, Staunen …

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Life wants to create, has a desire for one’s own abilities. This is a process that happens on its own: life force drives the engine of creativity, fuels ideas, and the mind / body begins to execute. The most interesting action is to go out of the way, to open oneself …

The „I“ haunts and looks for itself in experiences, in encounters, in appreciation, in longings, in goals, in desires and never really finds itself. It dreams in things while life lives itself …

Liberation is in seeing that one is not the actor, but rather a witness in the play of life. As soon as the burden of „I“ -which is primarily afraid of doing something wrong, or thinks it is so great when it does something right – disappears, the basic qualities of life beyond right and wrong are in plain view: Liveliness, enthusiasm, amazement …

Kunstplanet / Planet of art

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Kunst ist nicht nur ein Geschehen, das auf Bühnen und in Ateliers passiert, sie ist tatsächlich ein „Way of Life“. Wäre das hier ein Kunstplanet, anstatt des Nutz- und Zwangplaneten, der er leider geworden ist, würde alles ganz anders laufen …

Es gäbe ganz andere Strukturen und Wertigkeiten. Zeit wäre wohl zur Orientierung gut, hätte jedoch nicht so einen linearen Druck. Erlebnisqualität wäre zentral, eintauchen in das Spiel des Augenblicks, anstatt Fixierung auf Endprodukte. Pläne wären inspirierende Möglichkeiten, jedoch nicht zwingend, bindend, sondern könnten auch leicht Überraschungen weichen …

Kunst ist nichts, das man allein spielt, der gesamte lebendige Organismus, in dem wir uns befinden, spielt mit. Die Gesetzmäßigkeiten, die die Sterne dirigieren, machen Kunst. Nichts kann falsch laufen. Auf einem Kunstplaneten gehen Menschen nicht ängstlich herum und fragen sich, ob und wie sie „es“ schaffen, sondern wissen, dass sie Teil eines intelligenten Werkes sind. Sie beeilen sich nicht und lassen sich überraschen …

Art is not just an event that happens on stages and in studios, it is a „way of life“. If this would be an art planet, instead of the profit and compulsion planet, which he unfortunately has become, everything would be very different …

There would be completely different structures and valences. Time would be good for orientation, but would not have such a linear pressure. Qulity of experience would be central, immersing in the game of the moment rather than fixation on end products. Plans would be inspirational possibilities, but not mandatory, binding, but could easily give way to surprises …

Art is nothing that you play alone, the entire living organism in which we exist is playing along. The laws that conduct the stars are making art. Nothing can go wrong. On an art planet, people do not go around anxiously, wondering if and how they „make it,“ but know that they are part of an intelligent opus. They do not hurry and let themselves be surprised …

Der graue Stern / The gray star

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Der Kokon der bekannten Welt ist wie ein grauer Stern, umgeben von einem Orbit wirbelnder Risiken.
Darin lebt ein markanter Wegweiser, wie eine alte Eingeborene, wie ein allgegenwärtiges Tier, das aus dem Dschungel der Konditionierungen blickt …

Sie weisen auf das freie Feld. Ein Feld subtiler als Raum, jenseits von Ängsten und Vorstellungen. Etwas in dem grauen Stern drängt förmlich ins Neugeborene. Etwas, das immer schon im Menschentwurf angelegt ist, möchte in die Welt, möchte direkt erleben …

Größe und Schönheit entstehen dort, wo Menschen sich in das freie Feld aufmachen, trotz der Risiken, trotz der warnenden Stimmen und Bausparverträge …

The cocoon of the known world is like a gray star surrounded by an orbit of whirling risks.
In it lives a distinctive guide, like an old native, like a ubiquitous animal looking out of the jungle of conditioning …

They point to the free field. A field more subtle than space, beyond fears and imagination. Something in the gray star is literally pushing into the newborn. Something that has always been created in human design, wants to experience the world, would like to experience it directly …

Grandeur and beauty arise where people venture into the open field, despite the risks, despite the warning voices and housing savings …

Dance first!

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„Dance first. Think later. It’s the natural order.“ Samuel Beckett

Schon als Kind hatte man manchmal das Gefühl, es würde etwas großes Graues kommen und all das Bunte, Schillernde verschlingen. Nun, die schlechte Nachricht: Das große Graue ist schon da und hat fast alles verschlungen. Die gute Nachricht: Jede(r) Einzelne hat die Möglichkeit in sich das Bunte, Schillernde wieder zu finden …

Wir unterwerfen uns einer rechten Regierung aus demselben Gründen, wie wir uns unserem eigenen konditionierten Verstand unterwerfen.
Wir scheinen die Unzufriedenheit und Unruhe des Egos irgendwie zu mögen und die Peitsche des Diktators irgendwie noch zu brauchen, sonst würden wir ganz klar nein dazu sagen können …

Wir würden uns für Tanz entscheiden, Freundlichkeit würde aus den Trümmern des Funktionszwangs steigen. Und die armen Diktatoren – im Innen wie im Außen – würden loslassen können, weil sie nicht mehr gebraucht werden …

„Dance first. Think later. It’s the natural order.“ Samuel Beckett

Even as a child you sometimes had the feeling that a kind of great gray would come and devour all which is colorful, iridescent. Well, the bad news: The big gray is already there and has devoured almost everything. The good news: Every individual has the opportunity to find the colorful and iridescent again in oneself …

We submit to a right-wing government for the same reason as we submit to our own conditioned mind.
We somehow seem to like the dissatisfaction and restlessness of ego and somehow still need the whip of the dictator, otherwise we would clearly be able to say no …

We would choose dance, friendliness would rise from the debris of functional compulsion. And the poor dictators – inside and outside – would be able to let go because they are no longer needed …

Stilles Spiel / Silent game

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Durch den Kopf ziehen flüchtige Welten, wie Fahnen, denen wir hinterherjagen und sie doch niemals ganz erwischen. Fantastische Funktionen, Abenteuer, Feuer und Visionen …

Und noch ein tolles Tool ist verfügbar: Bewusstsein, etwas, das alles erkennt, sogar sich selbst. Etwas, das weiß, das es ist. Und doch geht es noch weiter:

Tief innerlich, überpersönlich, formlos, intelligent, unfähig zu werten, glänzend vor Freude ist man selbst. Die Fülle des Seins wartet nur darauf, vom „Ich“ bespielt zu werden. Leben liebt einfach nur so sehr zu sein und sich zu erleben in all seinen Formen …

Fleeting worlds fly through our minds, like flags we chase after and never quite catch. Fantastic features, adventure, fire and vision …

And another great tool is available: consciousness, something that recognizes everything, even itself. Something that knows it is. And yet it goes on:

Deep inwardly, overpersonal, formless, intelligent, unable to judge, shining with joy is oneself. The fullness of being only waits to be played by the „I“. Life just loves being so much and experiencing itself in all its forms …