Tintenstrom Kartenspiel / Deck of cards

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In einer Zeit, in der unser Verstand sein flächendeckendes Netz aus Pseudowirklichkeit spinnt, in der alte Stimmen Unheilvolles einflüstern, in der wir von Automatismen vereinnahmt werden,

in der kollektiv, Kreativität und Intuition ausgedörrt werden, in der wir von Scheindemokratien gezielt unterdrückt werden, in der das Wertvollste zugemüllt wird, gibt es bald wieder zarten Hoffnungsschimmer, Geheimdienste werden hellhörig, die Mächtigen haben schon voll Angst: Das Tintenstrom Kartenspiel naht!

Extra frisch für euch entwickelt, 48 Spielkarten, A7, als Rollenspiel gedacht, schlicht erbauend, mit kurzen englischen Texten zur Inspiration und Ermutigung auf jeder Karte, von Hand gefertigt, mit neuesten Tuschezeichnungen, fotografiert von der begnadeten Renee Kellner, bald schon duftend aus der Druckerei kommend und schon jetzt vorbestellbar! Für sagenhafte 20 Mäuse erhältlich, zzgl. Versandkosten. Ein Geschenk? Für deine Liebsten? Für dich selbst?

Spielkarte in the shadow of christ

At a time where our minds are spinning its comprehensive web of pseudo-reality, in which old voices whisper sinister, in which we are pocketed by automatisms,

in which creativity and intuition are being parched collectivly, in which we are deliberately suppressed by mock democracies, in which the most valuable gets litter polluted, there are soon soft glimmers of hope, intelligence agencies are becoming clairaudient, the powerful are already full of fear: The ink stream card game is approaching!

Extra freshly developed for you, 48 playing cards, A7, designed as a role-play, simply to take pleasure, with short English texts for inspiration and encouragement written on each card,  handmade, with latest ink drawings, photographed by the gifted Renee Kellner, soon arriving fragrant from the Printer  already pre-orderable! Available for fabulous 20 Euro, plus shipping. A gift? For your sweethearts? For yourself?

Stilles Spiel / Silent game

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Als würden nur mehr vereinzelte weiße Murmeln durch verlassene Gehirnwindungen rollen.
Als wären Gedanken verscheucht, wie einen Schwarm Tauben.
Als würde neues Grün wachsen …

Als wären Spannungen rausgeschüttelt.
Als würden sich Körper von selbst bewegen.
Als würde Anstrengung dem Spiel weichen.
Als würde sich ein unbestimmter Griff lockern und etwas Ursprüngliches frei werden …

Als würde man des Frühlings Wein trinken.
Als wäre jeder Widerstand von Schönheit entwaffnet.
Als wäre Offenheit die neue Heimat.
Als wären Worte golden.
Als wäre die Welt aus Stille gebaut …

As if just isolated white marbles were rollin through abandoned brain coils.
As if thoughts were chased away, like a flock of doves.
As if new green was growing …

As if tensions were shaken out.
As if bodies were moving by themselves.
As if effort would give way to the game.
As if an indefinite grip would loosen and something original would become free …

As if drinking spring’s wine.
As if every resistance was disarmed by beauty.
As if openness was the new home.
As if words were golden.
As if the world was built out of silence …

Hinter den Kulissen / Backstage

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Kann man auch gemalte Tassen zerschlagen? Wir werden sehen!
Die Bühne ist bereit, es ist angerichtet, die Kegel sind aufgestellt. Die stillen Felder laden ein.
Die menschliche Existenz ist ganz bestimmt ein Ort loszulassen und zu bilden …

Die Welt der Formen ist ja gut und schön, aber hinter den Kulissen wird es erst richtig interessant. Da hat man es mit den Gewalten an sich zu tun. Deswegen müssen die armen Tassen dran glauben. Das geht ja auch gar nicht, dass sich die Farben an die Gesetzmäßigkeiten der Welt der Formen binden müssen …

Licht und Schatten sind ja Schwindel. Das Spiel der Gedanken ist die Mutter dieses groß angelegten Betrugs. Gestalten macht nur mehr Sinn, wenn es aus dem anwesend sein entspringt. Einfach nur anwesend zu bleiben, ist das Radikalste, ist gleichzeitig eine Weigerung in das Spiel der Gedanken einzusteigen …

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Can one smash painted cups as well? We will see!
The stage is ready, it is arranged, the bowling pins are set up. The silent fields invite.
Human existence is definitely a place to let go and create …

The world of shapes is quiet nice and beautiful, but behind the scenes it gets really interesting. There you have to deal with the forces themselves. That’s why the poor cups have to bite the dust. It is not at all possible that the colors must be bound to the laws of the world of forms …

Light and shadow are a hustle. The game of thought is the mother of this large-scale fraud. Creatibg only makes sense anymore when it springs from being present. Just staying present is the most radical thing and at the same time a refusal to enter the game of thought …

Spiegelgespräche / Mirror talks

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Fotos: Renée Kellner

Das Endliche und das Unendliche wandern aufeinander zu und treffen sich an der Spiegelfläche. Sagt das Endliche: Hilf mir! Sagt das Unendliche gleichermaßen: Hilf mir! Ruft das Endliche: Ich will erwachen! So hört es im selben Moment das Echo …

Wartet das Endliche, so wartet das Unendliche. Ist das Endliche voll Dankbarkeit, erfährt sich das Unendliche voller Dankbarkeit. Beklagt sich das Endliche: Ich habe zu wenig, ich brauche noch dies und das, um glücklich zu sein, antwortet das Unendliche mit denselben Worten …

Sagt das Endliche: Ich habe schon solche Sehnsucht nach dir! Sagt das Unendliche: Ich habe schon solche Sehnsucht nach dir! Dehnt sich das Endliche ganz in seine Menschlichkeit, fließt schon das Unendliche mit hinein …

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The finite and the infinite move towards each other and meet at the mirror surface.
Says the finite: Help me! Says the infinite as well: Help me!
Calls the finite: I want to wake up! It hears the echo at the same moment …

If the finite waits, the infinite waits.
When the finite is full of gratitude, the infinite experiences itself full of gratitude.
If the finite complains: I have too little, I still need this and that in order to be happy, the infinite answers with the same words …

Says the finite: I already have such a yearning for you!
Says the infinite: I already have such a yearning for you!
If the finite extends completely into his humanity, the infinite already pours into it as well …

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Blues in Paradise

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Fotos: Renée Kellner

Immer wieder mal kommen DIESE Gefühle zu Besuch, hüllen einem in kratzige Filzdecken und trübe Wolken. Jaja, entzünden sich die alten Stimmen, irgendetwas läuft hier ganz falsch und man verdächtigt auch bereits jemanden sehr wohl schuld an dem ganzen Dilemma zu sein. Manchmal ist es jemand bestimmter, meistens ein enger Angehöriger oder das ganze Universum, manchmal man selber. Der Blues ist zu Gast und spielt seine Mundharmonika …

Für das Drama braucht man die passende mentale Geschichte, je fester man daran glaubt, je stärker die Überzeugung ist, recht zu haben, desto wirklicher wird das Ganze. Und das treibt dann in all seiner Ernsthaftigkeit umher, wie Rauch der sich bereitwillig in den Wind reibt …

Das Gesicht der Liebe versteckt sich hinter all dem Gedöns und grinst wie die Sonne hinter Wolken. Sie hat leicht lachen, aus einer gewissen Distanz betrachtet entbehrt es ja auch wirklich nicht eines gewissen Humors. Wie wir da in unseren Dramablasen hocken, ganz sicher recht haben, gegen Gott und die Welt wettern, weil wir einfach nicht bekommen, was wir wollen …

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Again and again, THESE feelings come to visit, wrap you in scratchy felt blankets and murky clouds. Yah yah, the old voices ignite, something is going quite wrong here and someone is already suspected guilty causing the whole dilemma. Sometimes it is someone particular, usually a close relative, or the whole universe, sometimes oneself. The Blues is a guest and plays his harmonica …

You need the right mental story for the drama, the harder you believe in it, the stronger the conviction is to be right, the more real the whole thing becomes. And that goes on in all its seriousness, like smoke rubbing willingly into the wind …

The face of love hides behind all the fuss and grins like the sun behind clouds. Its all very well for her to laugh, but from a certain distance it really does not lack a certain humor. How we are sitting there in our drama bubbles, certainly right, raging against God and the world, because we just do not get what we want …

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