Das stille Eigentliche / The silent actual

20190311_135808

„Another world is possible“
Miki Kashtan

Kunst ist auch deshalb so genial, weil man darin mit dem Eigentlichen tanzt. Zum Eigentlichen zählt, was wir alle teilen: Licht, Atem, zögern, dennoch versuchen, etc. Radikales Einlassen auf das, was ist.

Direktes Erleben anstatt mentaler Interpretationen. Aufrichtige Bereitschaft dem stillen Neuen zu folgen, anstatt bloßen Überlebens im Alten …

Das Zepter der Verletzbarkeit in sich tragend. Mit der eigenen Beschränktheit – durch eine goldene Brille – der Unmöglichkeit ins Antlitz blickend …

20190311_140534

„Another world is possible“
Miki Kashtan

Art is so brilliant because it dances with the real thing. The real thing is what we all share: light, breath, hesitation, yet daring, etc. Radical acceptance of what is.

Direct experience instead of mental interpretations. Sincere willingness to follow the quiet new, rather than mere survival in the old …

To carry the scepter of vulnerability in oneself. To look with ones own limitations – through golden glasses – directly into the face of impossibility …

Werbeanzeigen

Stilles Gesicht / Silent face

20190201_162931

Die Gesichter werden im Alltag ständig verzerrt. Die politische Situation malt Abscheu und Revolution auf ihre Züge. Angesichts des Zustandes unserer Gesellschaft, in der lebendige Werte zunehmend getilgt werden, verhärten sie sich. Und der Druck, den wir uns selbst auferledigen – es doch schaffen zu müssen – verkrampft die Gesichter noch zusätzlich und lässt Ausdrücke von Schuld und Angst zurück …

Unsere ursprünglichen Gesichter sind verschwunden, Gesichter, die nicht nur diese verzerrenden Emotionen widerspiegeln, sondern profunde Gefühle der Anwesenheit, der Verbundenheit und des Staunens …

Wie ist das erste Gesicht, mit dem wir der Welt begegnet sind? Mit welchem Ausdruck haben wir das erste Mal auf ein anderes Wesen reagiert? Wie sieht unser erstes Gesicht aus, an das wir uns erinnern können? Kann es auch jetzt hier sein?

20190201_162904

Faces are constantly distorted in everyday life. The political situation paints disgust and revolution on its features. Given the state of our society, in which living values ​​are increasingly eradicated, faces harden. And the pressure that we take on ourselves to make it, cramps our faces even further and leave expressions of guilt and fear …

Our original faces are gone, faces that reflect not only these distorting emotions, but profound feelings of presence, connectedness and amazement …

What was the first face with which we encountered the world? Which expression was there when we first time saw another being? How does our first face look like that we can remember? Can it be here now?

Stille Boten / Silent messengers

20180916_155023

„Wo auch immer die Menge hingeht, lauf in die andere Richtung. Sie liegen immer falsch.“
Charles Bukowski

Das Wesentliche ist im Sitzen auf einem Stuhl, oder darin sich warm zu fühlen. Es blüht gleich unter der Haut.
Es träumt sich in tausend Wesen bis in ihre tiefsten Winkel. Es leckt wie Flammen an den Dingen …

Ein geheimer Vogel verbirgt sich im inneren Dschungel aus Bildern, Gespinsten und Getöse. Wenn die Versprechungen der Welt schal geworden sind oder wenn du zu fallen beginnst, hör auf seine stillen Ruf …

Er führt dich an Orte, von denen du schon immer wusstest. Wenn alle Auswege versiegt sind, bleibt letztlich nur Schönheit …

20180916_162421

„Wherever the crowd goes, run in the other direction, they’re always wrong.“
Charles Bukowski

The essential is to sit on a chair, or feeling warm. It blooms right under the skin. It dreams into thousand beings until their deepest corners. It licks like flames at things …

A secret bird hides in the inner jungle of images, marixes and bluster. When the promises of the world have become flat or when you begin to fall, Listen to his his silent call …

He leads you to places you have always known in your heart. When all loopholes have dried up, what remains is beauty …

Stilles Reisen /Silent travel

20180727_175355

Ateliertag ist Reisetag. Zu den feinsten Orten in sich, wie zu den tiefsten oder zu den heftigsten. Kunst kann man nicht als Nebensache betreiben, da muss man schon fit sein, ordentlich dastehen, wie der Mond am Himmel …

Es ist die Zeit seine Konturen zu schärfen und sich kopfüber in das Meer im Inneren zu stürzen. Oder im Pyjama an die Türen der Götter zu klopfen. Sich immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen lassen …

Entweder im süßen Taumel der Gegenwart sein, oder wie ein blinder Elefant durch den Porzellanladen laufen. Wachen hinter den Kulissen. Am Ort, wo die Fäden der Dinge zusammenlaufen …

20180727_181116

Studio day is travel day. To the finest places in oneself, as to the deepest or the most fierce. You can not do art as an afterthought, you have to be fit, stand well, like the moon in the sky …

It’s time to sharpen ones contours and head down into the ocean inside. Or to knock in pyjamas on the doors of the gods. Time and again to allow a spanner being thrown in ones plans…

Either being in the sweet tumult of the present, or run like a blind elephant through the china shop. Watching behind the scenes. In the place where the threads of things come together …

Wer aber von diesem Wasser trinkt … / Who drinks from this water …

20180713_114045

Wo sind wir da hingeraten, in dieses Pendel zwischen Geburt und Tod, zwischen Ohnmacht und Segen?

Stilles Bewusstsein ist immer gegenwärtig, immer verfügbar, in jedem Moment, unter allen Umständen. Im Angesicht des Todes, im totalen Versagen sowie in Sehnsucht und Erfolg …

Dieses Vertrauen – selbst wenn es uns beutelt und würgt – einfach reinzugehen, in die Offenheit der Stille, wie Hans im Glück …

20180713_124937

Where did we find ourselves, in this pendulum between birth and death, between helplessness and blessing?

Silent consciousness is always present, always available, in every moment, under all circumstances. In the face of death, in total failure and in longing and success …

This confidence – even when it puffs and chokes us – to just go in, into the openness of silence, like Hans in luck …

Es ist, was es ist / It is, what it is

20180706_173645

Menschen scheinen immer etwas zu suchen, das gerade nicht da ist. Schon komisch: Das, was da ist, sucht das, was da ist und findet es nicht. Wie paradox! Man kann es nicht finden, weil es bereits ist, weil das was sucht, bereits das ist, was es zu finden wünscht …

Das, was da ist, ist schon hier, komplett, es fehlt nichts und die Wahrnehmung und das Erkennen dessen, setzt frei. Alles, was aus diesem Grund kommt, entsteht aus Freiheit. Es kann schon sein, dass jemand etwas braucht, dann kann mn es sich holen, aber von einem Ort der Freiheit, nicht aus Mangel …

Das, was ist, könnte man auch nicht machen, es ist einfach schon, Gestirne, Bewusstsein, man selbst, alles ist schon da. ES entwickelt sich, bewegt sich und man ist wie ein Beifahrer im Chevrolet des Lebens, der weiß, dass er sich keine Sorgen machen muss, auch wenn der Motor manchmal ruckelt …

20180706_173601

People always seem to be looking for something that is not here right now. It’s funny: what’s here looks for what’s here and does not find it. How paradox! You can not find it, because it’s already here, because what’s looking for is already what it wants to find …

Everything is already here, complete, nothing is missing, and the perception and recognition of it releases. Everything that comes from this ground is born of freedom. May be somebody still needs something than he or she can just go for it, but from a place of freedom, not from a place of  lack …

One could not do what already is: stars, consciousness, oneself, everything is already here. IT’s evolving, moving and oneself is like a co-driver in the Chevrolet of Life, who knows he does not have to worry, even if the engine sometimes jolts …

Das ganz normale Wunder / The ordinary miracle

20180702_095145

Ein träger, heißer Sonntagnachmittag, durch den das Blut nur sehr schwer pumpt, wie in einem Gebet. Woraus besteht Normalität? Weshalb die Anstrengung des Egos das Sein wegzuschieben und durch eine ängstliche, feindliche Interpretation zu ersetzen?

Was, wenn des Alltags Pinselstriche von einer großen Meisterin geführt sind? Was, wenn das „Ich“ gar nicht existiert und dessen Raum und Erleben in Wahrheit von Gewalten jenseits der Zeit bespielt wird?

Diese tiefe Befriedigung, wenn das Leben ganz offensichtlich sich selbst lebt und das „Ich“ bloß den Hut zieht. Die Leichtigkeit, die entsteht, wenn man Gast des Unbenennbaren ist, nicht dessen Besitzer.
Die Freude, wenn das Sein aus der Blindheit erwacht. Wie eine Rückkehr nach Hause.

20180702_095333

A sluggish, hot Sunday afternoon, through which the blood pumps very heavily, as in a prayer. What is normality? Why the effort of the ego to push away being and to replace it with a fearful, hostile interpretation?

What if everyday brushstrokes are led by a great master? What if the „I“ does not exist at all, and whose space and experience are in reality performed by forces beyond time?

This deep satisfaction, when life obviously lives itself and the „I“ just takes off its hat. The ease that arises when you are a guest of the Unnameable, not its owner.
The joy when being awakes from blindness. Like a return home.