Wer aber von diesem Wasser trinkt … / Who drinks from this water …

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Wo sind wir da hingeraten, in dieses Pendel zwischen Geburt und Tod, zwischen Ohnmacht und Segen?

Stilles Bewusstsein ist immer gegenwärtig, immer verfügbar, in jedem Moment, unter allen Umständen. Im Angesicht des Todes, im totalen Versagen sowie in Sehnsucht und Erfolg …

Dieses Vertrauen – selbst wenn es uns beutelt und würgt – einfach reinzugehen, in die Offenheit der Stille, wie Hans im Glück …

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Where did we find ourselves, in this pendulum between birth and death, between helplessness and blessing?

Silent consciousness is always present, always available, in every moment, under all circumstances. In the face of death, in total failure and in longing and success …

This confidence – even when it puffs and chokes us – to just go in, into the openness of silence, like Hans in luck …

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Es ist, was es ist / It is, what it is

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Menschen scheinen immer etwas zu suchen, das gerade nicht da ist. Schon komisch: Das, was da ist, sucht das, was da ist und findet es nicht. Wie paradox! Man kann es nicht finden, weil es bereits ist, weil das was sucht, bereits das ist, was es zu finden wünscht …

Das, was da ist, ist schon hier, komplett, es fehlt nichts und die Wahrnehmung und das Erkennen dessen, setzt frei. Alles, was aus diesem Grund kommt, entsteht aus Freiheit. Es kann schon sein, dass jemand etwas braucht, dann kann mn es sich holen, aber von einem Ort der Freiheit, nicht aus Mangel …

Das, was ist, könnte man auch nicht machen, es ist einfach schon, Gestirne, Bewusstsein, man selbst, alles ist schon da. ES entwickelt sich, bewegt sich und man ist wie ein Beifahrer im Chevrolet des Lebens, der weiß, dass er sich keine Sorgen machen muss, auch wenn der Motor manchmal ruckelt …

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People always seem to be looking for something that is not here right now. It’s funny: what’s here looks for what’s here and does not find it. How paradox! You can not find it, because it’s already here, because what’s looking for is already what it wants to find …

Everything is already here, complete, nothing is missing, and the perception and recognition of it releases. Everything that comes from this ground is born of freedom. May be somebody still needs something than he or she can just go for it, but from a place of freedom, not from a place of  lack …

One could not do what already is: stars, consciousness, oneself, everything is already here. IT’s evolving, moving and oneself is like a co-driver in the Chevrolet of Life, who knows he does not have to worry, even if the engine sometimes jolts …

Das ganz normale Wunder / The ordinary miracle

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Ein träger, heißer Sonntagnachmittag, durch den das Blut nur sehr schwer pumpt, wie in einem Gebet. Woraus besteht Normalität? Weshalb die Anstrengung des Egos das Sein wegzuschieben und durch eine ängstliche, feindliche Interpretation zu ersetzen?

Was, wenn des Alltags Pinselstriche von einer großen Meisterin geführt sind? Was, wenn das „Ich“ gar nicht existiert und dessen Raum und Erleben in Wahrheit von Gewalten jenseits der Zeit bespielt wird?

Diese tiefe Befriedigung, wenn das Leben ganz offensichtlich sich selbst lebt und das „Ich“ bloß den Hut zieht. Die Leichtigkeit, die entsteht, wenn man Gast des Unbenennbaren ist, nicht dessen Besitzer.
Die Freude, wenn das Sein aus der Blindheit erwacht. Wie eine Rückkehr nach Hause.

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A sluggish, hot Sunday afternoon, through which the blood pumps very heavily, as in a prayer. What is normality? Why the effort of the ego to push away being and to replace it with a fearful, hostile interpretation?

What if everyday brushstrokes are led by a great master? What if the „I“ does not exist at all, and whose space and experience are in reality performed by forces beyond time?

This deep satisfaction, when life obviously lives itself and the „I“ just takes off its hat. The ease that arises when you are a guest of the Unnameable, not its owner.
The joy when being awakes from blindness. Like a return home.

Die vollkommene Unvollkommenheit / The perfect imperfection

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Hunger nach Stille. Immer noch durch echte Szenen zu laufen, mit dem einfachen Gesicht, noch bevor es von Gedanken gerissen und gelöscht wird. Existenz will erspürt sein …

Die Wolken treiben im Dunkel, in einer Stimmung, aus der altmeisterliche Bilder entstanden. Blüten schließen sich zu weichen Fäusten. Noch viel schlimmer, als in deinen Feuern zu brennen, ist dich nicht zu spüren …

Flüchtig, jedes Es-anders-haben-wollen vertreibt dich. Verborgen von den Augen der Welt ist dein Blick der reichste, selbst mit geschlossenen Augen. Sich in die Öffnung trauen, besser in dir zu ertrinken, als ewig an deinen Ufern zu warten …

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Hungry for silence. Still walking through real scenes, with a simple face, before it is torn by thoughts and deleted. Existence wants to be felt …

Clouds drift in the dark, in a mood from which old master paintings were created. Flowers close to soft fists. Even worse than burning in your fires is to not feel you at all …

Elusive, every wanting-it-to-be-different casts you out. Hidden from the eyes of the world, your gaze is the richest, even with your eyes closed. Daring to be in the opening, better to drown in you than to wait eternally on your shores …

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Celebrating the moment

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Wenn plötzlich alle räumlichen und zeitlichen Begrenzungen wegfallen und berührende Ahnungen wie Geister vorbeitreiben. Eine Erinnerung von weißen Sommerwolken. Düfte. Das Schwingen von Sonntagsglocken im Abendwind. Der Abenteuerraum, nachdem zu Ende gezählt wurde, beim Versteckspiel und es schon fast dunkel ist. Als würden die Dinge einem von jenseits der Zeit ans Herz greifen, als würde man sie kurz vorm Tod noch mal grüßen …

Man kann sein Leben wie aus der Ferne leben oder ganz nah. Ego hält uns davon ab, es ganz nah zu erleben. Ego lebt nur in der Interpretation von Leben und welchen Nutzen es hat, mit Leben direkt und nah kann es nichts anfangen. Ego muss sich schützen, sich immer wieder um jeden Preis wiederherstellen …

Obwohl Ego hauptsächlich aus Gedanken besteht und von seiner Natur her sehr flüchtig ist, sitzt es doch fest im Körper, wie ein Zahn im Kiefer. Wenn es mit dem Tod in irgendeiner Form konfrontiert wird, sei es Verlust an Besitz, Gesundheit oder Ansehen, dann fühlt sich das real wie sterben an. Freiheit beginnt, wen man bereit ist, nicht nach der Pfeife des Egos zu tanzen. Wenn man bereit ist zu sterben. Erst dann entdeckt man, was immer frei ist. Was ist ganz nah und bleibt, unabhängig von den Umständen? Was ist immer frei, trotz Schmerz und Verlust? Was kann nicht verletzt werden?

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When all spatial and temporal limitations suddenly disappear and touching notions like ghosts drift by. A reminder of white summer clouds. Fragrances. The swinging of Sunday bells in the evening breeze. The adventurous space at the hide and seek game after the counting ended and it is almost dark. As if things would touch ones heart from beyond time, as if they were greeted before death …

You can live your life as from afar or very close. Ego keeps us from experiencing it very close. Ego lives only in the interpretation of life and what benefits it has, with life direct and close it can not do anything. Ego has to protect itself, always recover at any cost …

Although ego consists mostly of thought and is very volatile in nature, it sits firmly in the body, like a tooth in the jaw. When confronted with death in some form, be it loss of possessions, health or reputation, it feels real like death. Freedom begins when one is prepared not to dance to the ego’s pipe. When one is ready to die. Only then will one discover what is always free.
What is very close and remains, regardless of the circumstances? What is always free, despite pain and loss? What can not be hurt?

Mal wieder … / Once again …

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Mal wieder völlig zweckfrei Kunst zu machen. Mal wieder mit einem Haufen herzlich Durchgeknallter abzuhängen. Mal wieder im Auto schlafen, mal wieder das Gesicht mit dem Tau auf einer Parkbank waschen …

Sich mal wieder frischen Ton ins Gesicht drücken.
Sich mal wieder gehen lassen. Sich mal wieder gar nichts verkneifen. Mal wieder Sommer …

Mal wieder der Sonne des Seins erlauben, klar zu scheinen. Mal wieder sich dem Augenblick bis zur Unverschämtheit öffnen …

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Once again making art completely just for the sake of it. Once again hanging out with a bunch of heartily crazy guys. Once again sleep in the car, once again washing the face with the dew on a park bench …

Once again pressing fresh clay in the face. Once again letting go. Once again not resisting anything. Once again summer …

Once again allow the sun of being to shine clearly. Once again open up to the moment until exorbitance …

Entweder … oder / either … or

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Foto: Renee Kellner

Entweder sind wir eingepackt im automatischen Denken, wie in lauter so unsichtbarer Luftpolsterfolie, in kleinen, abgetrennten, problematischen, hungrigen Paketwelten oder es schleudert uns direkt in die Existenz, vor die Füße der Sterne …

Entweder wir treiben im Trash des unbewussten Gedankenstroms, zwischen Interpretationen, Bewertungen, und Vergleichen in kleinen Booten immer auf der Hut nicht unterzugehen oder wir tasten umher in der Wucht unseres Seins …

Entweder wir gehorchen den Göttern und Werten – eingeflüstert von alten Stimmen – oder finden uns von Angesicht zu Angesicht, im Spiegel jenseits der Zeit …

Either we are enveloped in automatic thinking, as in invisible bubble wrap, in small, separated, problematic, hungry parcels of worlds or it throws us directly into existence, in front of the feet of the stars …

Either we float in the trash of the unconscious stream of thoughts, between interpretations, judgements, and comparisons in small boats always afraid to sink, or we grope around in the stunner of our being …

Either we obey the gods and values ​​- whispered in our ears by old voices – or find ourselves face to face, in the mirror beyond time …