Einfach machen! / Just do it!

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Wenn man kreative Prozesse einfach startet, beginnt bereits ein Dialog. Man braucht das nicht vorher zu Ende denken. Der erste Schritt, der sich gut anfühlt, reicht allemal …

Im Tun kommt alles zusammen, wie Worte zwischen Liebenden. Es gibt gar nichts, das falsch laufen könnte, weil kreative Prozesse total integrativ sind, schließen sie nichts aus …

Selbst Rückschläge helfen uns, genauer hinzusehen, wem oder was wir wirklich dienen. Gerade wenn wir nicht mehr weiter wissen, bringen sie uns damit nur an den Rand unserer bisherigen Erfahrungen und öffnen dadurch Raum für revolutionäres Neues …

Etwas in uns erwacht, etwas Großes, es legt sanft einen Finger auf die Lippen der plappernden Gedanken, füllt den Raum mit fragloser Präsenz und setzt die Segel der Sinne …

When you simply start creative processes, a dialogue begins. You do not need to think about that before. It is enough to make the first step which feels good …

In doing everything comes together, like words between lovers. There is nothing that could go wrong, because creative processes are totally integrative, they do not exclude …

Even setbacks help us look more closely at whom or what we really serve. Even when we do not know what to do anymore, this brings us to the edge of our previous experience and opens up space for something revolutionary new …

Something awakens in us, something big, it gently puts a finger on the lips of babbling thoughts, fills the space with unquestionable presence and sets the sails of the senses …

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Stille Synchronizität / Silent synchronicity

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„Es ist Zeit, der Konsensrealität zu misstrauen.“

Charles Eisenstein

Ein kreativer Akt hat etwas damit zu tun, dass man sich sichtbar macht, sich zeigt, in einem Moment der Offenheit, denn man weiß nicht, was auf einem zu kommt, man arbeitet an der Grenze, an der das Neue immigriert …

Hier ist die Chance ein Wow zu ernten groß, zu erleben, dass sich etwas fügt, etwas, dass man nicht getan hat, etwas, dass in einer Art Kommunikation geschieht, Synchronizität. Charles Eisenstein: „Synchronizität sagt uns, dass wir nicht alles tun müssen, sondern Teil einer größeren Intelligenz sind. Sie heilt uns von der Wunde der Trennung, von dem Misstrauen, das sagt, wir wären allein in einem blinden Universum und was wir nicht machen, wird nicht geschehen“ …

Synchronizität ist der Antipode zu Zweifel. Sie erlaubt uns, nicht dauernd engagiert auf ein Ziel zu steuern, sondern auch mal langsam zu gehen, staunend über die Felder zu streunen. Vertrauen ermöglicht uns, den Kopf zu rasten, einfach zu sein und der Welt und sich selbst Raum zu schenken …

„Synchronicity tells us, that we do not have to do everything.“

Charles Eisenstein

A creative act has something to do with making oneself visible, showing oneself to the world, in a moment of openness, because one does not know what approaches, one works on the border where the new immigrates …

Here you have the fair chance to reap a wow, to experience something that fits, something that you have not done, something that happens in a kind of communication, synchronicity. Charles Eisenstein: „Synchronicity tells us that we do not have to do everything, but are part of a greater intelligence. It heals us from the wound of separation, from the mistrust that says we are alone in a blind universe and what we do not do will not happen“ …

Synchronicity is the antipode to doubt. It allows us not to be constantly committed to a goal, but also to walk slowly, to stroll in amazement over the fields. Trust allows us to rest our head, to simply be and to give space to the world and yourself …

Outside the box

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Jedes Mal, wenn man damit aufhört, seine Welt zu bauen, mit automatischen Kommentaren und Wünschen im Kopf, um irgendwo hinzugelangen, öffnet sich eine neue Goldmine …

Jedes Mal, wenn wir unsere Zelte unter dem inneren Firmament aufschlagen und als Nomaden durch das Formlose reisen, erkennen wir unsere wirkliche Heimat wieder …

Im Raum zwischen 2 Atemzügen sagte der Kosmos, aus dem alles begann, „Ich“ und gebar sich damit in eine neue Dimension, in millionen Teilen, die alle „Ich“ sagen und das Glühen der wirbelnden Sterne in sich tragen …

Every time you stop building your world, with automatic comments and wishes in your mind to get somewhere, a new gold mine opens …

Every time we set up our tents under the inner firmament and travel as nomads through the formless, we recognize our real home again …

In the space between 2 breaths, the cosmos that started it all saying „I,“ giving birth to a new dimension, in millions, that all say „I“ and carry within the glow of the swirling stars …

Stiller Dialog / Silent dialogue

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Ich glaub ja, das Spiel zwischen Männer und Frauen wurde nur deshalb erfunden, weil das Leben immer wieder so gern Liebeslieder hört. Leben liebt Dialog …

Unser Erleben ist üblicherweise verwischt, irgendwie neblig, unvollkommen, weil wir meist nur einen Teil von uns leben, der den anderen Teil sucht. Vertrieben aus dem Paradies müssen wir irgendwie klarkommen …

Öffnet sich der Mensch für seine innewohnende Dimension, wie auch immer man sie nennen mag und beide finden zueinander, wird das Erleben komplett. Man erkennt es, an der Wohltat, die entsteht, wenn nichts mehr fehlt. Das, was ist, bildet einen Raum, der in sich erfüllend ist, wie ein Liebeslied …

I believe the game between men and women was invented only because life loves to hear love songs again and again. Life loves dialogue …

Our experience is usually blurred, somehow foggy, imperfect, because we mostly live only one part of us which is looking for the other part. Thrown out of paradise we have to get along somehow …

If man opens up to his inherent dimension, however one may call it, and the both find each other, experience becomes complete. One is able to tell it by the benefit that arises when nothing is missing. That which is, forms a space that is in itself fulfilling, like a love song …

Stilles Hinsehen / Silent attention

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Wir werden laufend angelogen und wir lieben es, wegzuschauen. Also klebt man Bilder von zufriedenen Tieren auf die Packungen im Fleischregal und man kommt gut damit durch, weil wir gar nicht wissen wollen, woher das Fleisch wirklich kommt. Politik, Medien und Werbung haben leichtes Spiel, denn eine Gesellschaft, die es liebt, wegzuschauen und sich abzulenken ist ideal manipulierbar, sie will gar nicht wissen, was wirklich läuft, die Lügen können ruhig offensichtlich sein …

Im eigenen Inneren läuft es ähnlich ab, das Ego will regieren, will Recht haben, will auf keinen Fall die Macht abgeben. Seine Lügen sind kaum verkleidet. Solange man nicht hinschaut und sich ablenkt, ist alles scheinbar gut. Das Fehlende wird in Ersatzhandlungen gesucht, und solange die Bedürfnisse des Egos halbwegs erfüllt werden, nimmt man auch die nagende Unzufriedenheit und den Mangel an Glück und Freiheit hin …

Gedanken verteidigen das Ego. Wenn irgendetwas an seinen Sicherheitsstrukturen rüttelt, spielen sich innere Dramen von Verteidigung und Anschuldigung ab. Die üblichen inneren Kommentare entzünden sich zum Streit. Würde man hinsehen wollen, wenn starkes inneres Wetter zetert, kann man sicher sein, das Ego fühlt sich bedroht, es will nicht sterben, nicht einmal ein bisschen. Das Ego im Innen wie im Außen kann sein fatales Spiel nur im Schatten des Wegschauens spielen. Im Licht des Hinsehens bäumt es sich vielleicht kurz auf, verpufft aber wie ein Vampir in der Sonne und hinterlässt nichts als Glück und Freiheit …

We are constantly lied to and we love to look away. So they stick pictures of satisfied animals on the meat-packs in the store and get away with it, because we do not want to know where the meat really comes from. Politicians, media and advertising have an easy walk-over, because a society that loves to look away and distract itself is ideally manipulatable, it does not want to know what’s really going on, the lies can be as well obvious …

It’s the same in the inner world, the ego wants to govern, wants to be right, does not want to give up power in any case. Its lies are barely disguised. As long as you look away and distract yourself, everything seems to be good. The missing is sought in substitute actions, and as long as the needs of the ego are halfway fulfilled, one also accepts the nagging dissatisfaction and lack of happiness and freedom …


Thoughts defend the ego. If anything shakes its security structures, inner dramas of defense and accusation take place. The usual inner comments ignite into dispute. If you would want to pay attention, when strong inner weather creeps, you can be sure the ego feels threatened, it does not want to die, not even a bit. The ego inside and outside can only play its fatal game in the shadow of looking away. In the light of attention, it may bump up briefly, but fizzles like a vampire in the sun and leaves nothing but happiness and  freedom …

 

Die Seele feiert immer / The soul always celebrates

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Unsere Gesellschaft steht vor einem längst überfälligen Entwicklungsschritt. So schmerzhaft es auch ist, müssen wir uns von lieb gewordenen Riten verabschieden, wir können nicht mehr länger alles Lebendige ausbeuten und dem Geldgott opfern. Wir müssen uns erinnern, was wir wirklich brauchen, statt es in tausend Ersatzhandlungen zu suchen, die uns zu des Geldgottes gierigen Priestern machen …

Wenn das Ganze ein Märchen wäre, dann verehren wir gerade die böse Stiefmutter und es wird Zeit uns dem Aschenputtel zuzuwenden und somit ihm und uns zu wahrem Glanz zu verhelfen. Die Welt braucht uns jetzt verankert in unserer Natürlichkeit, anwesend und dem vertrauend, von dem wir tief drin wissen, dass es wahr ist …

Unser wirkliches Sein kennt Vergangenheit und Zukunft nicht, es lebt einzig in der überwältigenden Tatsache, das es existiert. Wer einmal die Köstlichkeit des wirklichen Selbst erfahren hat, wurde von ihr entwaffnet. Da gibt es kein zurück mehr, all die grellen Tricks des falschen Gottes können nie mehr wirklich verführen, zu offensichtlich ist ihr unechter Tand …

Nur das Echte in uns kann dem Echten in der Welt begegnen. Unser wahres Selbst/die Seele feiert immer, egal ob Regen oder Sonnenschein, sie liebt zu leben, zu erfahren. Nichts im Bereich der Vorstellung, der Sehnsucht oder der Fähigkeiten des Verstandes kommt auch nur annähernd gleich, weil sie vollständig ist, keine Bestätigung braucht. Ihre unbedingte Bedingungslosigkeit, ihr unerschütterliches Ja, ihre kindliche Leidenschaft überzeugen in der Sekunde …

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Our society is facing a long overdue step of development. As painful as it may seem, we have to say goodbye to our beloved rites, we can no longer exploit and sacrifice everything alive to the god of money. We need to remember what we really need, instead of looking for it in a thousand substitute acts that make us the greedy priests of those gods …

If the whole thing would be a fairy tale, then we are worshiping the wicked stepmother and it is time to turn to Cinderella and thus help her and us to truly shine. The world now needs us anchored in our naturalness, present and trusting that which rings true deep inside …

Our real being does not know past or future, it lives only in the overwhelming fact that it exists. Anyone who has ever experienced the delicacy of the real self has been disarmed by it. There’s no turning back, all the dazzling tricks of the false gods can never really seduce you, too obvious is their fake trumpery …

Only the real in us can meet the real in the world. Our true self, the soul, always celebrates, no matter if there is rain or sunshine, it loves to live, to experience. Nothing in the realm of imagination, longing, or the faculties of the mind comes even close to that, because it is complete, needs no confirmation. Her unconditional unconditionality, her unshakeable yes, her childlike passion convinces in the second …

Spuren der Freude / Traces of joy

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Wenn man nicht genau schaut, bemerkt man die Spuren der Freude gar nicht. Man würde irgendetwas denken wie: „Puh, die Proben auf der Silvesterbühne hier in der Seestadt sind ganz schön laut und die Musik eher dürftig. Man versucht nach besten Kräften, die Massen zum Feiern zu bringen. Obwohl es bei dieser Kurzsichtigen Regierung eigentlich wenig zu feiern gibt, weil zu viele – sowieso schon Benachteiligte – zu Kurz kommen.“
Aber im Denken findet man die Freude nicht, sie weht gerade mit dem sonnigen Wind übers Wintergras in das deine Füsse sinken und das schon jetzt das Versprechen des Frühlings in sich trägt ..

Wenn man nicht aufmerksam ist, spürt man die sanfte Glut der Freude gar nicht, die ohne Grund strahlt und wärmt. Man würde gerade irgendetwas tun wie, den Impuls unterdrücken, den Menschen im Bus die Kronen Zeitung aus der Hand zu nehmen. Darin würde man die Freude aber nicht finden, die ist in der Mitte eines Gesprächs, in dem man ungebremst sein darf, wie man ist …

Wenn man nicht achtgibt, würde man die feinen Vorboten der Begeisterung gar nicht wahrnehmen, die sich rasch ausbreiten und Taten hervorlocken.
Man würde mit etwas beschäftigt sein und etwas sagen wie: „Warum haben wir es nach so vielen Jahrtausenden Menschheitsentwicklung nur dahin gebracht, bei allem an Kostendeckung zu denken und nicht an Schönheit?“ Aber auch darin liegt keine Freude, sie ist direkt in der frischen Fährte ihrer Spur …

If you do not look carefully, you will not notice the traces of joy. One would think something like, „Phew, rehearsals on the New Year’s Eve stage are quite loud and the music rather poor. They try their best to bring the masses to party.“
But in thinking one does not find joy, it waves straight with the sunny wind over the winter grass into which your feet sink and which already carries the promise of spring in itself …

If you are not attentive, you will not feel the gentle glow of joy radiating and warming for no reason. One would just do something like suppress the impulse to take the idiotic boulevard papers out of the hands of people on the bus. But you would not find the joy in it, it is in the middle of a conversation in which you can be unrestrained, how you are …

If you do not pay attention, you would not notice the subtle harbingers of enthusiasm, who spread quickly and elicit action.
One would be busy and say something like, „Why have we, after so many millennia of human evolution, been driven to think of cost recovery rather than beauty?“ But even there is no joy, she is right there in her fresh track …