Geisterkäfige / Ghost cages

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Da ist der Wunsch nach Freiheit, aber aus welchem Gefängnis denn? Die Käfige, in denen wir gehalten sind, kann man nicht sehen. Jedes Mal, wenn wir – meist unbewusst – glauben, frei zu sein wäre nicht möglich, bildet genau das den Käfig …

Da ist der Wunsch nach Freude, doch Freude ist unser Grundzustand, unser Name, unser Sein. Was zwischen uns und unserer Freude ist, lässt sich mit den Sinnen nicht erfahren. Jedes Mal, wenn wir – meist aus Gewohnheit – annehmen, wir hätten es ja nicht besser verdient, wird Freude verschleiert …

Die Trennung von dem, was wir wirklich wollen, sind unbewusste Annahmen. Unsichtbar, weil so gewohnt. Mächtig, weil nicht gesehen.
Bewusstsein ist kein Luxus, den man in Meditationen erlernt, um in andere Sphären zu gelangen. Es ist der Schlüssel, der die Geisterkäfige öffnet. Es begleitet unsere Schritte und hält die Öffnung aufrecht, in dem, was ist …

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There is the desire for freedom, but from what prison? One can not see the cages in which we are held. Every time we think – mostly unconsciously – that being free is not possible, that’s exactly what builds the cage …

There is the desire for joy, but joy is our ground state, our name, our being. What is between us and our joy can not be experienced with the senses. Every time we accept – mostly out of habit – that we did not deserve it better, joy is obscured …

The separation from what we really want Gold ist of unconscious assumptions. Invisible, because we are so used to. Powerful, because not seen.
Consciousness is not a luxury that one learns in meditations to reach other spheres. It is the key that opens the ghost cages. It accompanies our steps and maintains the opening to what is …

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Die Werkzeuge der Götter / The tools of gods

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An der Baustelle des Lebens hantiert man mit den Werkzeugen der Götter.
Am Rand des Sichtbaren stehend bricht das „Ich“ weg wie Gerüst und Balken. Das ewig Neue öffnet seine Tore …

Mit Denken und Wollen geht hier gar nichts mehr. Nur offen sein und werken mit dem, was ist. Sich innerlich erhebend, die ersten Schritte übend, wie ein Schloss auf zwei Beinen …

Die eigene, vertraute Form wie ein Segel einholend, ihre Anwesenheit zelebrierend. In der Kühle des Morgens die Werkzeuge der Götter bereitend dem vertrauend und zu mögen, was man tut …

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At the construction site of life one deals with the tools of the gods.
Standing on the edge of the visible, the „I“ breaks away like scaffolding and beams. The eternally new opens its doors …

Thinking and wanting doesn’t work here. Just being open and working with what is. Rising inwardly, practicing the first steps, like a castle on two legs …

Retrieving one’s own familiar form like a sail, celebrating its presence. In the cool of the morning preparing the tools of the gods to trust in and to like what one does …

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Wie ein Hupen in der Nacht / Like a honking in the night

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Wenn du bewusst hier bist, gibst du dich dem Leben. Du steigst wieder auf das Pferd des Augenblicks. Der Wind blättert deine Seiten um. Zuerst sich finden, total zu knospen und dann sich zu verlieren, wie ein Hupen in der Nacht …

Die Familie der Dinge blickt aus unseren Augen. Es geht nicht darum, was wir tun, sondern darum, was wir sind. Die Totalität des Seins erlebt sich durch uns. Das weiße Wissen benützt unsere Sinne …

Die Gestirne erkennen sich in uns. Das Ewige geht verkleidet und unerkannt mit Tausenden, unterschiedlichen Füßen herum. Es ruft in den verschiedensten Stimmen: „Ich“ …

Stillleben 3 Detail

When you are consciously here, you give yourself to life. You get again on the horse of the moment. The wind is flipping your pages. First find yourself then totally budding and then losing yourself, like a honking in the night …

The family of things watches through our sight. It’s not about what we do, but about who we are. The totality of being is experiencing through us. The white knowledge uses our senses …

The stars recognize themselves in us. The Eternal walks around disguised and unrecognized with thousand different feet. It calls in various voices: „I“ …

Ausbruch aus dem Geistergefängnis / Breakout from the ghost prison

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Alles ist so anders, wenn das „Ich“ nicht mehr ist. Grenzen fallen als erstes weg. Bewegungen geschehen von selbst. Erkennen taucht auf. Lust erwacht. Das Bedürfnis sich ganz zu verlieren meldet sich …

Man erliegt dem sanften Zauber des Unbekannten. Das Erleben durch das „Ich“ kennt man ja, es ist geprägt von Geschichten und Meinungen, die man über sich selbst hat und von jeder Menge Gedanken, in deren Zentrum „Ich“ thront …

Doch kannst du das „Ich“ finden? Kannst du sagen, hier ist es? Allein das Feuer der Sterne bewegt den Atem. Nur die Kraft der Offenheit treibt die Dinge voran. Evolution tanzt in Milliarden Partikeln. Der abwesende Blick füllt sich mit wiedererkennen …

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Everything is so different when the „I“ is no more. Borders fall away first. Movements happen by themselves. Realization emerges. Lust awakens. The need to lose oneself totally is announcing …

One surrenders to the gentle magic of the unknown. One already knows how to experience the world through the „I“, it is characterized by stories and opinions, which one has about oneself and of a lot of thoughts, in whose center „I“ resides …

But can you find the „I“? Can you say, here it is? Merely the fire of the stars moves the breath. Only the power of openness drives things forward. Evolution dances into billions of particles. The absent  fills with realization …