Kunstplanet / Planet of art

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Kunst ist nicht nur ein Geschehen, das auf Bühnen und in Ateliers passiert, sie ist tatsächlich ein „Way of Life“. Wäre das hier ein Kunstplanet, anstatt des Nutz- und Zwangplaneten, der er leider geworden ist, würde alles ganz anders laufen …

Es gäbe ganz andere Strukturen und Wertigkeiten. Zeit wäre wohl zur Orientierung gut, hätte jedoch nicht so einen linearen Druck. Erlebnisqualität wäre zentral, eintauchen in das Spiel des Augenblicks, anstatt Fixierung auf Endprodukte. Pläne wären inspirierende Möglichkeiten, jedoch nicht zwingend, bindend, sondern könnten auch leicht Überraschungen weichen …

Kunst ist nichts, das man allein spielt, der gesamte lebendige Organismus, in dem wir uns befinden, spielt mit. Die Gesetzmäßigkeiten, die die Sterne dirigieren, machen Kunst. Nichts kann falsch laufen. Auf einem Kunstplaneten gehen Menschen nicht ängstlich herum und fragen sich, ob und wie sie „es“ schaffen, sondern wissen, dass sie Teil eines intelligenten Werkes sind. Sie beeilen sich nicht und lassen sich überraschen …

Art is not just an event that happens on stages and in studios, it is a „way of life“. If this would be an art planet, instead of the profit and compulsion planet, which he unfortunately has become, everything would be very different …

There would be completely different structures and valences. Time would be good for orientation, but would not have such a linear pressure. Qulity of experience would be central, immersing in the game of the moment rather than fixation on end products. Plans would be inspirational possibilities, but not mandatory, binding, but could easily give way to surprises …

Art is nothing that you play alone, the entire living organism in which we exist is playing along. The laws that conduct the stars are making art. Nothing can go wrong. On an art planet, people do not go around anxiously, wondering if and how they „make it,“ but know that they are part of an intelligent opus. They do not hurry and let themselves be surprised …

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Der graue Stern / The gray star

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Der Kokon der bekannten Welt ist wie ein grauer Stern, umgeben von einem Orbit wirbelnder Risiken.
Darin lebt ein markanter Wegweiser, wie eine alte Eingeborene, wie ein allgegenwärtiges Tier, das aus dem Dschungel der Konditionierungen blickt …

Sie weisen auf das freie Feld. Ein Feld subtiler als Raum, jenseits von Ängsten und Vorstellungen. Etwas in dem grauen Stern drängt förmlich ins Neugeborene. Etwas, das immer schon im Menschentwurf angelegt ist, möchte in die Welt, möchte direkt erleben …

Größe und Schönheit entstehen dort, wo Menschen sich in das freie Feld aufmachen, trotz der Risiken, trotz der warnenden Stimmen und Bausparverträge …

The cocoon of the known world is like a gray star surrounded by an orbit of whirling risks.
In it lives a distinctive guide, like an old native, like a ubiquitous animal looking out of the jungle of conditioning …

They point to the free field. A field more subtle than space, beyond fears and imagination. Something in the gray star is literally pushing into the newborn. Something that has always been created in human design, wants to experience the world, would like to experience it directly …

Grandeur and beauty arise where people venture into the open field, despite the risks, despite the warning voices and housing savings …

Dance first!

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„Dance first. Think later. It’s the natural order.“ Samuel Beckett

Schon als Kind hatte man manchmal das Gefühl, es würde etwas großes Graues kommen und all das Bunte, Schillernde verschlingen. Nun, die schlechte Nachricht: Das große Graue ist schon da und hat fast alles verschlungen. Die gute Nachricht: Jede(r) Einzelne hat die Möglichkeit in sich das Bunte, Schillernde wieder zu finden …

Wir unterwerfen uns einer rechten Regierung aus demselben Gründen, wie wir uns unserem eigenen konditionierten Verstand unterwerfen.
Wir scheinen die Unzufriedenheit und Unruhe des Egos irgendwie zu mögen und die Peitsche des Diktators irgendwie noch zu brauchen, sonst würden wir ganz klar nein dazu sagen können …

Wir würden uns für Tanz entscheiden, Freundlichkeit würde aus den Trümmern des Funktionszwangs steigen. Und die armen Diktatoren – im Innen wie im Außen – würden loslassen können, weil sie nicht mehr gebraucht werden …

„Dance first. Think later. It’s the natural order.“ Samuel Beckett

Even as a child you sometimes had the feeling that a kind of great gray would come and devour all which is colorful, iridescent. Well, the bad news: The big gray is already there and has devoured almost everything. The good news: Every individual has the opportunity to find the colorful and iridescent again in oneself …

We submit to a right-wing government for the same reason as we submit to our own conditioned mind.
We somehow seem to like the dissatisfaction and restlessness of ego and somehow still need the whip of the dictator, otherwise we would clearly be able to say no …

We would choose dance, friendliness would rise from the debris of functional compulsion. And the poor dictators – inside and outside – would be able to let go because they are no longer needed …

Stilles Spiel / Silent game

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Durch den Kopf ziehen flüchtige Welten, wie Fahnen, denen wir hinterherjagen und sie doch niemals ganz erwischen. Fantastische Funktionen, Abenteuer, Feuer und Visionen …

Und noch ein tolles Tool ist verfügbar: Bewusstsein, etwas, das alles erkennt, sogar sich selbst. Etwas, das weiß, das es ist. Und doch geht es noch weiter:

Tief innerlich, überpersönlich, formlos, intelligent, unfähig zu werten, glänzend vor Freude ist man selbst. Die Fülle des Seins wartet nur darauf, vom „Ich“ bespielt zu werden. Leben liebt einfach nur so sehr zu sein und sich zu erleben in all seinen Formen …

Fleeting worlds fly through our minds, like flags we chase after and never quite catch. Fantastic features, adventure, fire and vision …

And another great tool is available: consciousness, something that recognizes everything, even itself. Something that knows it is. And yet it goes on:

Deep inwardly, overpersonal, formless, intelligent, unable to judge, shining with joy is oneself. The fullness of being only waits to be played by the „I“. Life just loves being so much and experiencing itself in all its forms …

Magische Wüste / Magical desert

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Das Sein fühlt sich an wie eine Wüste inmitten der Betriebsamkeit der Welt. Man geht lieber 1000 Schritte in der Welt, als einen Fuß in die Wüste zu setzen. Tut man es dennoch, betritt man das verlorene Paradies …

Die Liebe am Leben macht den Unterschied, jede Kleinigkeit so richtig von Herzen zu mögen. Wie neu hinein geboren zu sein. Das, wonach man sich immer gesehnt hat, ist in der vermeintlichen Wüste, die man um jeden Preis vermeidet …

Doch betritt man das Sein, um etwas zu bekommen, würde man nur den Marktplatz in das Paradies tragen wollen. Man kann es versuchen, sieht dann aber weit und breit nur eine Wüste …

Being feels like a desert in the midst of the bustle of the world. One rather takes 1000 steps in the world than to set on foot into the desert. If you do it anyway, you enter the lost paradise …

Love for life makes the difference, to really love every little thing from the heart. Like being born new into this. That which one has always longed for is in the supposed desert, which one avoids at all costs …

But if one enters being to get something, one would only want to carry the market place into paradise. You can try it, but then you will see only a desert far and wide …

Brachliegende Felder / Fallow fields

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Das Leben im konditionierten Gedankenstrom nimmt einen großen Teil unserer Welt ein. Doch da sind noch jede Menge brachliegender Felder, in denen wir uns aufhalten können:

In dem Teil von einem, wo man nicht mehr sucht, sondern schon gefunden hat.
In dem Teil von einem, wo der Krieg bereits beendet ist.
In dem Teil von einem, der bereits in Freiheit ist.
In dem Teil von einem, er ohne Zweifel ist.
In dem Teil von einem, der massiv im Sein gegründet ist …

In dem Teil von einem, der bereits losgelassen hat.
In dem Teil von einem, der schon offen und verfügbar ist.
In dem Teil von einem, der tief drinnen ganz genau weiß, was wahr ist.
In dem Teil von einem, der bereits alles hat, was er braucht.
In dem Teil von einem, der bereits angekommen ist …

Life in the conditioned stream of thinking occupies a large part of our world. But there are still plenty of fallow fields in which we can stay:

In the part of oneself, where one no longer seeks, but has already found.
In the part of oneself, where the war is already over.
In the part of oneself, where one is already free.
In the part of oneself, where one is without doubt.
In the part of oneself, where one is massively grounded in being …

In the part of oneself where one already had let go.
In the part of oneself, where one is already open and available.
In the part of oneself, where one knows deep inside what is true.
In the part of oneself, where one already has everything he needs.
In the part of oneself, where one has already arrived …

Home is where the heart is

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Im dicht gewebten Teppich der Gedanken findet sich gerade mal so viel Leben wie in einem hohlen Geisterzahn. Löst sich das Gewebe, öffnet sich die darunterliegende Dimension der Stille wie frisch gefallener Schnee …

Der verfilzte Mantel der Vergangenheit gleitet zu Boden. Nicht mehr die Persönlichkeit erlebt den Raum, sondern das ihr innewohnende Sein. Es genießt die Tore der Sinne. Staunen und Applaus des Seins machen die Welt brandneu. Es ist nichts zu tun, das Herz schlägt bereits in Freiheit …

Das blosse Wissen reicht nicht aus, um die Klammer der alten Matrix zu lösen. Erst im Eintauchen in das Meer der Stille wandeln sich die kargen Winkel und Lebendigkeit gerät aus den Fugen, hält sich nicht mehr an die Normen. Die Ströme des Seins sind fremd und gleichzeitig tieferes zuhause. Nur die erste Welle des „Ich bin“ erreicht den Menschen und keine Trennung ist weit und breit …

In the densely woven carpet of thoughts is just as much life as in a hollow ghost tooth. When the fabric loosens, the underlying dimension of silence opens like freshly fallen snow …

The matted coat of the past slides to the ground. No longer the personality experiences the space, but the inherent being. It enjoys the gates of the senses. The being’s amazement and applause makes the world brand new. There is nothing to do, the heart is already beating freely …

The sheer knowledge is not enough to loosen the old matrix’s brace. Only when immersed in the ocean of silence do the barren corners change and liveliness gets out of hand, no longer adhering to the norms. The streams of being are foreign and at the same time deeper home. Only the first wave of the „I am“ reaches the human and no separation far and wide …