Paradoxum

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Sich trauen in der Stille zu leben, ist radikal. Ohne mentales Konstrukt zu sein, ohne Methode, ohne Kontrolle, ohne Religion, ohne Philosophie, ohne irgendetwas zu sein, das Sicherheit bietet. Es ist einfach nur still …

Das Seltsame ist, wenn wir gar nichts tun, sondern einfach unbewusst weitermachen, ist es alles andere als still. Da ist Marktgeschrei, Rechtfertigung, richtig oder falsch, Belohnung und Bestrafung im Kopf. Wenn wir nichts tun, geht automatisch der Lärm weiter, wenn wir etwas tun, auch. Das ist paradox. Wir leiden mehr oder weniger bewusst an einem Zustand, der sich scheinbar nicht verändern lässt …

Die Lösung ist erst richtig paradox: Wenn wir bewusst alles so sein lassen, wie es ist, jedes Detail, im Innen, wie im Außen, mit oder ohne Gedankenradio, auch das Ungenügen, das entlang der Grenze des Denkens streunt und wenn auch alle, die es gar nicht auf der Reihe haben, sein dürfen, wie sie sind. Wenn wir nichts ändern wollen, nirgendwo hin wollen, ändert sich alles. Der stille Frieden, der alles sowieso bereits hält, zeigt sich, wie ein wildes Tier, das aus dem Schutz des Waldes tritt. Der Grund der Dinge liegt brach und erwartet die Saat der Veränderung, die vom Herzen kommt …

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To dare to live in silence is radical. Without being with a mental construct, without method, without control, without religion, without philosophy, without being anything that provides security. It’s just quiet …

The strange thing is, if we do nothing but just go on unconsciously, it is anything but quiet. There is market shouting, justification, right or wrong, reward and punishment in the head. If we do nothing, the noise automatically goes on when we do something, too. That’s paradoxical. We more or less consciously suffer from a condition that apparently can not be changed …

The solution is really paradoxical: If we consciously let everything be as it is, every detail, inside and outside, with or without the voices in the head, even with the unease in the back of our heads, when even the ones that cant get anything going. When we do not want to change anything and when there is nowhere to go, everything changes. The quiet peace, which already holds everything anyway, shows itself, like a wild animal that steps out of the protection of the forest. The ground of things willing and awaits the seeds of change that comes from the heart …

Die gute Neuigkeit / Good news

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Eigentlich ist überall Schönheit drin, in dem Ast, der sich im Luftstrom über dem Bach wiegt, in dem Geruch nach dem Gewitter, überall, nur bei den Menschen verzerrt sich das, als wären sie befallen. In ihnen ist oftmals etwas Gequältes, Ratloses, Ambivalentes. Als würde die natürliche Schönheit, die an sich in jedem Blatt thront, in ihnen kein zu Hause finden …

Die gute Neuigkeit: Der Grund der Dinge enthüllt sich uns jetzt. Wir sind dabei, kennenzulernen, was unverletzbar und zeitlos die Rose erblühen lässt. Die Welt wartet bereits so lange auf diese Entdeckung. Kennen wir unseren Wert, heilt das Ver-rückte von selbst. Ein sanftes Sehen, an dem keine Zwänge zerren, durchquert die inneren und äußeren Räume wie ein eingeborenes und doch fremdes Wesen …

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Beauty is actually everywhere, in the branch, which weighs in the air stream over the brook, in the smell after the thunderstorm, everywhere, only in humans it is distorted as if they were affected. There is often something tormented, perplexed, ambivalent in them. As if the natural beauty which even is enthroned in each leaf would not find a home in them …

The good news: The cause of things is revealed to us now. We are getting to know what is invulnerable and timeless and makes the rose bloom. The world has been waiting for this discovery for so long. Knowing our value heals the craziness by itself. A gentle seeing, on which no compulsions tug, traverses the inner and outer spaces like an innate yet alien being …

Der neue Mensch / The new human

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Reisende, ein stiller Fels wartet im Meer der Gedanken. Er taucht aus dem Nebel auf, wenn du eins und einfach bist, mit dem, was ist. Stiller Regen wäscht dir alle Bilder ab und das bereits Gewesene. Stiller Wind strömt in den nun leeren Raum und umspielt deine wesenhaften Züge …

Ein stiller Blick öffnet sich und sieht in elementare Welten, die – wie mit wesenhaftem Pinsel gemalt – keine bloßen Abbilder darstellen, sondern Essenz. Du siehst den neuen Menschen, konfrontiert mit dem, was ist …

Der neue Mensch ist nicht Opfer von Umständen oder isoliert in einer feindlichen Welt, er/sie ist Teil von kreativen Prozessen und betritt somit ein intelligentes Universum. Der neue Mensch ist blank, losgelöst und doch verbunden, nicht nur durch Ursache und Wirkung, sondern in Beziehung seiend, mit der Ordnung der Gestirne …

Wayfarer, a silent rock waits in the sea of thought. It emerges from the fog when you are one and simple, with what is. Silent rain washes away all images and the past. Quiet wind flows into the now empty space and plays around your essential facial features …

A silent gaze opens and looks into elemental worlds, which – as if painted with an intrinsic brush – do not merely represent images, but essence. You see the new human, confronted with what is …

The new human is not a victim of circumstances or isolated in a hostile world, he / she is part of creative processes and thus enters an intelligent universe. The new man is bare, naked, detached and yet connected, not only through cause and effect, but in relationship with the order of the stars …